Gestern abend gab es eine ungute Überraschung: bei Regen dringt Feuchtigkeit in Ludwig ein. Zuerst merkte ich eine nasse Wandverkleidung im Bereich hinter dem Fahrersitz. Der Oberschrank, in dem ich Kaffee etc. aufbewahre, war innen etwas feucht, aber mehr Wasser ist offensichtlich durch einen Schacht mit einem Stromkabel geronnen, denn es tropfte vom Schalter einer LED-Schiene. Ich vermute, dass das Dachfenster undicht geworden ist. Theoretisch könnte das Problem auch bei der Dachdurchführung der Kabel der Solarmodule liegen.

Nach einem Telefonat mit Christian heute morgen folge ich seinem Rat und schicke Fotos per e-Mail an die Firma Falle in Villach. Später telefoniere ich mit Herrn Uggowitzer und vereinbare, dass ich mich wegen eines Werkstatttermins bei ihm melde, wenn ich weiß, wann ich nach Österreich zurück fahre. Bis dahin sei eine provisorische Abdichtung sinnvoll.

Es scheint die Sonne, darum suche ich in Park4night einen zentrumsnahen Parkplatz in Agropoli.

Ich spaziere zum Leuchtturm! (ganz komme ich nicht hin, denn er ist militärisches Sperrgebiet) und durchs Stadtzentrum zurück. Man versäumt nicht viel, wenn man die Stadt nicht besichtigt. Nachfolgend ein paar Fotos:







Ich suche im Internet die nächstgelegene Fiat-Werkstatt. Dort kann man mir im Hinblick auf eine Abdichtung nicht helfen (vielleicht glauben sie, dass ich eine Komplettreparatur will - englische Sprachkenntnisse dürften in Süditalien nicht sehr verbreitet sein). Die Fahrt zur Werkstatt ist jedenfalls kompliziert gewesen, denn die Fiat-Webseite zeigt eine völlig falsche Position an. Noch abenteuerlicher wird die Weiterfahrt, denn Tomtom führt mich auf Straßen, die immer enger und schlechter werden. Google Maps rettet mich. Mit Google finde ich eine Wohnmobil-Werkstatt in Eboli (man muss den Suchbegriff in Italienisch eingeben, sonst werden nur Werkstätten im deutschsprachigen Raum angezeigt - irre ich mich, oder war Google schon mal schlauer?). Auch hier ähnelt die Zufahrt der Fahrt durch ein Labyrinth, aber dieses Mal gibt sich Tomtom keine Blöße. Mit Hilfe des Google Übersetzers erläutere ich dem Werkstatt-Besitzer (schaut nach einer Ein-Mann-Firma aus) das Problem. Er klettert mit einer Spritzpistole mit Dichtungsmittel aufs Dach von Ludwig. Nach wenigen Minuten ist es erledigt. Ich will etwas bezahlen, doch er lehnt ab - herzlichen Dank!

Inzwischen regnet es, und als ich den Lidl-Parkplatz in Eboli erreiche, steigert sich der Regen für 20 Minuten zum Wolkenbruch. Ich kontrolliere die Wandverkleidung und den Schalter der LED-Schiene. Ludwig scheint trocken zu bleiben. Ich warte, bis der Regen vorüber ist, dann kaufe ich im Lidl ein.

Eboli erweckt nicht den Eindruck, ein Tourismus-Hot-Spot zu sein. Ich beschließe, in Agropoli den Friedhof-Parkplatz zur Übernachtung zu nutzen. Als ich eintreffe, regnet es. Später zeigt sich ein schöner Regenbogen.

Da ich zu Mittag nur rasch das restliche Stück Baguette von gestern sowie eine Apfeltasche gegessen habe, koche ich mein Abendessen (Eierspeise mit grünem Salat) schon kurz nach 17 Uhr.

Mein Weg durch Agropoli:

Meine Route:


Kilometerstand: 1673 km (98 km gefahren).