Freitag, 20. September 2024

Italien, Tag 16 (Freitag, 20.9.2024): Wanderung zur Punta Licosa

Ein schöner Tag kündigt sich an. Die Temperatur am Morgen beträgt 17 Grad. Ludwig ist das einzige WoMo auf dem Stellplatz in San Marco. Jetzt füllt sich der Parkplatz mit PKWs.


Im Dumont-Süditalien-Reiseführer wird eine Wanderung zur Punta Licosa erwähnt. In Komoot habe ich eine Tour gefunden, die auf meinem Parkplatz startet, und auf Handy und Uhr gespeichert. Um 8:30 marschiere ich los. Der Weg verläuft oberhalb der Küste auf der Zufahrtsstraße zu einzelnen Häusern, die hier gebaut wurden. Allerdings ist das Meer von Bäumen und Büschen verdeckt. Die Komoot-Tour biegt dann links ab und führt steil bergauf. Ich weiche davon ab und gehe geradeaus. Ganz zur Spitze, wo auf einem Inselchen ein Leuchttürmchen! steht, gelange ich nicht, denn ein in der Karte eingezeichneter Weg existiert nicht. Ich folge einer Straße und finde einen Pfad durch den (Pinien?-)Wald zum Ufer, wo ich ein Stück entlang gehe. In Komoot ist ein Pfad eingezeichnet, der mich zur geplanten Tour führen würde, ein Zaun versperrt jedoch den Zutritt. Ich muss den gleichen Weg zurück gehen, den ich gekommen bin. Ich könnte es mir nun einfach machen und geradewegs nach San Marco zurückkehren, aber ich brauche Training und schnaufe bergauf bis zur Ruine eines Turmes. Danach geht es nur noch bergab, meistens auf Forstwegen. Um 12 Uhr erreiche ich Ludwig. Nachfolgend Bilder der Wanderung:









Ich esse Brote mit Schinken und Käse.


Um 13 Uhr gebe ich Roscigno, das mitten im Cilento-Nationalpark liegt, als Ziel ins Navi ein. Auf dem Weg dorthin passiere ich Roccadaspide, eine der typischen italienischen Orte, die auf einem Hügelkamm gebaut wurden und sehr fotogen aussehen. Ich halte bei einem Aussichtspunkt, um ein Foto zu schießen.


Die Straße ist recht gut, aber mit gelegentlichen Stellen, wo sich der Asphalt gesenkt oder gehoben hat. Wegen der vielen Kurven bin ich aber meistens ohnehin nicht mit mehr als 30 bis 40 km/h unterwegs, so dass das kein Problem ist. Mein eigentliches Ziel ist nicht Roscigno, sondern Roscigno Vecchia, ein Fast-Geisterdorf, das wegen drohender Erdrutsche evakuiert wurde - "Fast" deshalb, weil sich 1997 der Bauarbeiter Giuseppe Spagnudo hier niedergelassen und einige der Häuser renoviert hat. Es nieselt leicht (das war nicht vorhergesagt), als ich durch Roscigno Vecchia spaziere.




Ich suche in Park4night einen Übernachtungsplatz und finde einen gut bewerteten kostenlosen Stellplatz in Satriano di Lucania. Bis San Rufo bin ich auf der kurvenreichen Straße fast allein unterwegs. Ab Atena Lucana kann man meist mit einer Geschwindigkeit zwischen 70 und 90 km/h fahren. Ich erreiche den Stellplatz, wo auch ein französischer Kastenwagen steht, um 17:15. Ich befinde mich nun in der Region Basilikata.


Mein Abendessen: Gebratene Nudeln mit grünem Salat.


Meine Wanderung:


Meine Route:



Kilometerstand: 1898 km (137 km gefahren).