Samstag, 7. September 2024

Italien, Tag 3 (Samstag, 7.9.2024): Cattolica

Ich erwache bei wolkenlosem Himmel und 22 Grad. Ich taufe diesen Samstag auf den Namen Sunblockertag.


Die Straße von Cesenatico nach Rimini ist anfangs vierspurig. Die Stadt ist sehr anstrengend: viel Verkehr, Mopeds, die unerwartet im Rückspiegel auftauchen, weil sie an den unmöglichsten Stellen überholen wollen, Autos mit Warnblinkanlage, die die Fahrspur blockieren. Der Parkplatz aus Park4night ist für Ludwig zu eng. Sogar das Verlassen des Parkplatzes ist Millimeterarbeit, weil ein PKW an einer Stelle steht, die eigentlich für fahrende Fahrzeuge vorgesehen ist. Ich beschließe, auf den Leuchtturm von Rimini zu verzichten, und gebe die Adresse eines Lidl ins Navi ein. Ich atme auf, als ich ihn erreiche und eine Pause einlegen kann. Ein Baguette kostet 49 Cent, eine Apfeltasche 89 Cent. 200 g Eisbergsalat bekomme ich um 99 Cent. Das Lidl-Magnum gäbe es in der XXL-Packung um 3,19 Euro, aber dafür habe ich derzeit nicht genug Platz im Gefrierfach. Das Auffüllen meines Mineralwasser-Vorrats wird problemlos möglich sein, denn es gibt aqua minerale frizzante.


Ab Rimini quäle ich mich bei viel Verkehr durch praktisch eine einzige langgezogene hässliche Stadt. Erst als ich nach Cattolica abbiege, ist weniger los. Am Parkplatz aus Park4night darf man nur zwei Stunden stehen, ich glaube aber nicht, dass die Parkscheiben hier kontrolliert werden.


Um 11 Uhr mache ich mich auf den Weg in Richtung Hafen. Ich komme an einer Kirche ...


... und am Roosevelt-Platz vorbei.


Der Leuchtturm! ...


... befindet sich auf der anderen Seite eines Kanals, den man mit einer Fähre um 40 Cent überqueren kann.


Zurück gehe ich weiter oben über eine Fußgängerbrücke.


Um 12:15 bin ich zurück. Die Temperatur im Freien beträgt 28 Grad, in Ludwig sind es 11 Grad mehr - schwitz!!! Ich esse Baguette mit Schinken, Käse und Ei.


Ich gebe die Koordinaten eines Aussichtspunkts an der Strada Panoramica Adriatica ins Navi ein. Tomtom führt mich zu einer schmalen Straße, die bald noch schmäler wird - ich hoffe inbrünstig, dass mir kein Auto entgegen kommt, denn es gibt keine Ausweichmöglichkeiten. Immerhin erreiche ich schließlich die Panoramastraße und den Aussichtspunkt. Einmal mehr hat sich Tomtom nicht mit Ruhm bekleckert. Anmerkung: auch Google Maps schlägt diese schlechte Route vor.


Kurz danach komme ich an einem Leuchtturm! vorbei, wo man allerdings nicht halten kann, deshalb gibt es von ihm kein Foto. Tomtom möchte, dass ich rechts eine schmale Straße hinunter fahre, aber ich bleibe auf der Panoramica Adriatica, die mit einigen Serpentinen abwärts nach Pesaro führt. Die Strecke nach Fano verläuft nah am Meer. Kilometerweit parken links und rechts neben der Straße PKWs, deren Insassen sich bestimmt am Strand auf der anderen Seite der Bahngleise von der Sonne braten lassen. In Fano steht ein Leuchtturm!, aber den habe ich schon 2016 fotografiert (und die Stadt selbst hat mir nicht gefallen), darum fahre ich weiter nach Senigallia, wo wir 2016 beim Lidl und beim Coop-Hypermarkt einkaufen waren. Nach einem Tankstopp um 1,579 Euro pro Liter Diesel (ein guter Preis, meistens wird in Italien zwischen 1,60 und 1,70 verlangt) steuere ich einen kostenpflichtigen Parkplatz am Hafen an, wo jedoch die Parzellen so kurz sind, dass auch Ludwig Junior kaum Platz gefunden hätte. Immerhin sehe ich kurz den Leuchtturm! (wen er interessiert, kann Fotos im Internet suchen - mir ist der Tag bei mittlerweile 31 Grad zu heiß, um Ludwig weiter weg abzustellen und dann einige Kilometer zum Hafen und zurück zu marschieren). Ich finde in Park4night einen Übernachtungsplatz am Rand von Ancona, einer Stadt mit rund 100.000 Einwohnern und Hauptstadt der Region Marken. Diese möchte ich morgen besichtigen. Am Übernachtungsplatz bei einigen Tennisplätzen stehen 15 WoMos, die aber unbewohnt aussehen. Ludwig bekommt einen Schattenplatz, und ich mache um 16:30 Frühschluss.


Als Abendessen öffne ich eine Dose Chili con Carne.


Mein Weg zum Leuchtturm! von Cattolica:


Meine Route:



Kilometerstand: 838 km (139 km gefahren).