Nach dem gestrigen Gewitter ist die Nacht trocken geblieben. Am Morgen ist der Himmel mit grauen Wolken bedeckt. Die Temperatur beträgt 20 Grad. In der Nacht sind am Stellplatz von Palazzolo dello Stella noch ein Kastenwagen aus Deutschland und ein italienischer Minicamper eingetroffen.

Tomtom möchte mich über eine Fußgängerbrücke lotsen (das kostenlose Here We Go hätte das nicht schlechter machen können). In der anderen Richtung ist das Fahren wegen eines Marktes verboten, aber über die Ausfahrt auf der anderen Seite kann ich den Stellplatz verlassen. Am Ortsrand von Bibione steht ein Hotel neben dem anderen - kein Ort, in dem ich meinen Urlaub verbringen möchte.

In Meeresnähe sind die Parkplätze kostenpflichtig (1,50 Euro pro Stunde oder 10 Euro pro Tag). Das spare ich, indem ich Ludwig auf einem Gratis-Längsparkplatz 200 m weiter abstelle. In der Nacht fahren hier sicher kaum Autos, so dass eine ruhige Übernachtung möglich sein sollte.

Der Weg zum Leuchtturm! Faro di Punta Tagliamento ist länger, als ich gestern geschätzt habe.

Der Leuchtturm! kann innen nicht besichtigt werden, aber im Leuchtturmwärterhaus befindet sich ein kleines Museum (Eintritt frei).

An einem Tag mit Morgenröte würde es sich wahrscheinlich auszahlen, schon vor Sonnenaufgang hier zu sein.

Bis Porto Garibaldi, wo ein weiterer Leuchtturm! auf mich wartet, sind es fast 200 km. Ich mache mich um 10:50 Uhr auf den Weg. Es beginnt leicht zu nieseln. Später kommt die Sonne hinter den Wolken hervor. Bei Venedig verläuft die Route für einige Kilometer auf einer mautfreien Autobahn. Danach kommen mehrere Kreisel mit drei Spuren (die ich hasse). Da ich keinen besseren Platz finde, halte ich nach zwei Stunden in der Gegend von Chioggia auf einem Parkstreifen neben der Hauptstraße und esse den Inhalt einer Dose Thunfisch.

Nach der Mittagspause nehme ich die verbliebenen 67 km in Angriff. Um 14:30 erreiche ich einen großen, übernachtungsgeeigneten Parkplatz in Porto Garibaldi.

Die Temperatur ist auf 28 Grad gestiegen. Ich spaziere zum Leuchtturm! ...

... und zu ein paar Hütten, von denen aus Netze ins Wasser gelassen werden können.

Die Hauptsaison ist vorbei, der Strand ist ziemlich leer.

Die Straße nach Ravenna und weiter nach Marina di Ravenna ist ziemlich holprig. Viele Autos und abenteuerliche Kreisverkehre machen die Fahrt anstrengend. Ich stelle Ludwig auf einem kleinen Parkplatz aus Park4night ab ...

... und umrunde den Leuchtturm!

Die meisten Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes besichtigen wahrscheinlich Ravenna.

Der nächste Leuchtturm! wurde in Cesenatico gebaut. Am Parkplatz aus Park4night stehen acht WoMos, die meisten scheinen aber unbewohnt zu sein (vermutlich gehören sie Bewohnern der Stadt).

Ich beschließe, zuerst zu essen, bevor ich zum Leuchtturm! gehe. Wie ich vermutet habe, ist die Sicherung des Gasflaschenanschlusses rausgesprungen, so dass ich sie wieder hineindrücken muss. Ich koche Gebratene Nudeln (Typ Huhn).

Ich nehme das Stativ mit zum Leuchtturm!, denn ich erreiche ihn zu Beginn der blauen Stunde und möchte ein paar Fotos mit niedriger ISO machen. Nachfolgend ein paar Aufnahmen meines Abendspaziergangs:





Weitere Fotos findet ihr auf Komoot (Profil LudwigVan).
Meine Wanderung bei Bibione:

Mein Spaziergang zum Leuchtturm! von Porto Garibaldi:

Mein Spaziergang zum Leuchtturm! von Marina di Ravenna:

Mein Abendspaziergang zum Leuchtturm! von Cesenatico:

Meine Route:


Kilometerstand: 699 km (308 km gefahren).