Am Morgen scheint die Sonne, doch es ist größtenteils bewölkt. Die Temperatur beträgt 18 Grad.

Um 8:15 verlasse ich den Parkplatz in Rivello und fahre auf der kurvenreichen SP3 in Richtung Maratea.

Als ich Maratea (nicht ganz 5000 Einwohner) erreiche, lotsen mich Tomtom und Google Maps (das ich auf dem iPhone laufen lasse) durch steile, schmale Gassen mit Fahrverbot für Busse und LKWs zu einem Parkplatz, der teilweise kostenpflichtige und teilweise kostenlose Parzellen aufweist (ich stelle Ludwig in eine der letzteren). Ich denke, dass es hierher auch eine etwas einfacher fahrbare Route gegeben hätte.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Maratea ist eine 22 m hohe Christusstatue auf einem Berg über der Stadt. In Park4night sind dort zwei Parkplätze eingezeichnet, aber die Kommentare sind verwirrend. Ich finde in Komoot eine Rundwanderung, die ich auf dem Handy und der Uhr speichere. Sie führt zuerst durchs Zentrum von Maratea und dann meistens abseits der Straßen am Berg entlang. Der Himmel ist völlig wolkenbedeckt, aber als ich die Statue erreiche, kommt die Sonne hervor. Ein Pfad für den Rückweg ist nicht zu erkennen. Ich gehe auf der Autostraße über kühn gebaute Brücken zum unteren Parkplatz. Ab hier besteht Fahrverbot mit Ausnahme eines Shuttles, das die Besucher zum Gipfel bringt (der obere Parkplatz ist somit nicht erreichbar). Die Parkgebühr beträgt zwischen 8 und 22 Uhr 5 Euro für die erste und 3 Euro für jede weitere Stunde (Fahrzeuge, die höher als 3 m sind, zahlen 17 bzw. 15 Euro), wobei nicht ersichtlich ist, ob man hier über Nacht stehen darf. Ich gehe zu einer Kapelle etwas unterhalb des Parkplatzes. Von hier erreiche ich den Pfad der Komoot-Tour, die ich somit als Rundwanderung beenden kann (ich hatte schon geglaubt, ich müsse den gleichen Weg, den ich gekommen bin, wieder zurück gehen). Kurz nach 12 treffe ich bei Ludwig ein. Nachfolgend Fotos der Wanderung:











Ich esse eine Dose Thunfisch und eine Apfeltasche.

Ich fahre zum Meer und an der Küste entlang (eigenartig: Fahrverbot zwischen 23 und 7 Uhr) nach Castrocucco. Hier gibt es einen großen Parkplatz (leider liegt recht viel Abfall herum) ...

... am Strand, wo um diese Jahreszeit (zumindest unter der Woche) so gut wie nichts los ist. Ich notiere mir diesen Platz für eine allfällige Übernachtung.

Ludwig benötigt Diesel, darum suche ich in Google Maps nach Tankstellen und lasse mich zur nächsten in Tortora Marina lotsen. Es gibt Beschreibungen in Italienisch und Englisch, wie man mit Bankomat-/Kreditkarte zahlt, aber nur eine Zapfsäule mit Bezahlmöglichkeit - und die ist abgesperrt. Ohne Self-Service muss man für die Tankwart-Bedienung 20 Cent mehr zahlen. Ich finde die nächste Tankstelle in Praia a Mare, doch auch hier ist die Self-Service-Säule außer Betrieb. Also auf zur nächsten kurz vor Scalea! Tomtom will mich durch eine Bahnunterführung für maximal 2,40 m hohe Autos schicken. Ich weigere mich, dieser Anweisung zu folgen. Weiter südlich finde ich einen Weg zur Hauptstraße. Die Tankstelle vor Scalea liegt auf der anderen Straßenseite, aber es ist wenig Verkehr - warum soll ich mich durch doppelte Sperrlinien aufhalten lassen?!? Ich tanke um 1,539 Euro pro Liter Diesel, dann fahre ich zurück nach Praia a Mare. Morgen möchte ich den Pollino-Nationalpark erkunden, deshalb suche ich in Park4night einen Übernachtungsplatz in der Nähe dieses Gebiets. Er stellt sich jedoch als Autobahn-Rastplatz heraus - da muss es was Besseres geben! Ein Stellplatz am Lago Sirino hat in Park4night gute Bewertungen. Ich mache mich auf den Weg dorthin, zuerst auf der Autobahn, aber die letzten 10 km auf einer extrem holprigen Straße. Alles in allem habe ich heute eine ziemliche Irrfahrt unternommen - in Luftlinie bin ich vom Startpunkt in Rivello jetzt nicht einmal 10 km entfernt. Da wäre es einfacher gewesen, die Nacht am Strand von Castrocucco zu verbringen.

Als Abendessen koche ich Reisfleisch.

Meine Wanderung zur Christusstatue:

Meine Route:


Kilometerstand: 2319 km (132 km gefahren).