Die Wolken, die gestern Nachmittag gelegentlich leichtes Nieseln gebracht haben, haben sich über Nacht verzogen. Ich stehe bei Sonnenschein und 14 Grad Außentemperatur auf. Ich befinde mich in einer Seehöhe von rund 650 m.

Gestern bin ich wegen des in Park4night positiv bewerteten Stellplatzes nach Satriano di Lucania gekommen. Am Abend bemerkte ich, dass ich dieses Städtchen in Google Maps grün, also als wahrscheinlich sehenswert, markiert habe. Es gibt hier nämlich zahlreiche Malereien an den Hauswänden zu entdecken. Nachfolgend ein paar Fotos davon (mehr findet ihr auf Komoot):




Als ich zu Ludwig zurückkehre, bemerke ich, dass unterhalb des WoMo-Parkplatzes auch eine V+E-Station installiert wurde. Ich benutze sie zur Entsorgung des Grauwassers und um den Wassertank zu füllen.

Ich fahre 12 km nach Sant'Angelo Le Fratte, wo ich Ludwig am Ortseingang auf einem übernachtungsgeeigneten Parkplatz abstelle.

Auch in diesem Dorf findet man zahlreiche Gemälde an den Hauswänden:




Ich esse das letzte für die Bretagne-Reise gekaufte lang haltbare Brot mit Aufstrich und Zwiebeln.

Der Dumont-Reiseführer nennt noch ein drittes Dorf mit Wandmalereien: Savoia di Lucania. Es ist in 3 km Luftlinie auf einem Hügel auf der anderen Talseite zu sehen.

Google Maps und Tomtom schlagen die selbe Route vor, also wird sie die richtige sein. Zuerst geht es steil hinunter und dann steil bergauf. Das wäre noch schaffbar, aber die Straße wird immer schmäler. Als dann auch noch in der Mitte Gras wächst, fürchte ich, hängen zu bleiben. Zum Glück bin ich gerade an einer Stelle vorbei gekommen, wo ich umdrehen kann (ich muss aussteigen, um zu erkunden, wie ich zurücksetzen muss - nur nicht in den Straßengraben hinein!). Ich suche in Google Maps eine andere Zufahrt, die nach Hauptstraße aussieht. Tomtom führt mich auf eine gut ausgebaute Straße und zeigt an, dass ich in 12 km links abbiegen muss. Dass ich so weit fahren soll, verwundert mich, aber Tomtom wird sich schon auskennen. Denkste! - das Links-Abbiegen stellt sich als Kreisverkehr heraus, in dem ich umdrehen soll. Danach fahre ich fast die gesamte Strecke wieder zurück. Diesmal lässt mich das Navi an der richtigen Kreuzung abbiegen, und nach ein paar Kilometern erreiche ich Savoia di Lucania. Ein paar Autos stehen am Straßenrand, da stelle ich Ludwig dazu.

Ich besichtige den dritten Ort mit Wandbildern:




Anschließend fahre ich ins Dorf Sasso di Castalda. Ludwig ist für die Parkplätze am Sportplatz zu groß, aber da nichts los ist, stellt das kein Problem dar.

In Sasso di Castalda wurden zwei Hängebrücken errichtet, wobei die längere, die Ponte alla Luna, fast 300 m lang ist und mehr als 100 m über dem Abgrund verläuft. Im Abstand von ca. 30 cm sind Trittbretter befestigt, auf denen man die Brücken überquert. Man kann sich links und rechts festhalten und ist mit einem Klettersteig-Set gesichert, aber da ich nicht schwindelfrei bin, beschließe ich, auf dieses Abenteuer zu verzichten. Lieber mache ich ein paar Fotos und kehre dann zu Ludwig zurück.




Ich könnte in Sasso di Castalda übernachten, aber bis zu meinem gestrigen Stellplatz in Satriano di Lucania sind es nur 13 km. Da ich keinen grünen Salat mehr habe, kann ich an der V+E-Station Linsen für einen Linsensalat waschen. Wie gestern ist auch heute ein französisches WoMo da.

Zum Linsensalat gibt es Bratwürste.

Mein Weg durch Satriano di Lucania:

Mein Weg durch Sant'Angelo Le Fratte:

Mein Weg durch Savoia di Lucania:

Mein Weg durch Sasso di Castalda:

Meine Route:


Kilometerstand: 1983 km (85 km gefahren).