Am Morgen ist es leicht bewölkt bei 18 Grad (erwartet werden 23), es muss allerdings mit dem einen oder anderen Regenguss gerechnet werden. Ein zweites WoMo hat ebenfalls auf dem Parkplatz beim Friedhof von Agropoli übernachtet.

Ich werfe einen Blick hinüber zum Friedhof, der fast wie eine Stadt aussieht.

Kurz vor 9 Uhr breche ich auf. Da ich zufällig beim Lidl vorbei komme, nutze ich die Gelegenheit für einen kleinen Einkauf. Es gibt hier auch Selbstbedienungskassen.

Als ich fertig bin, kann ich einen Regenbogen fotografieren.

Die kurvenreiche Straße nach Castellabate ist neu asphaltiert. Ich erreiche einen Parkplatz mit toller Aussicht. WoMos und Autos mit Wohnwagenanhängern dürfen hier nur halten, aber nicht parken.

Es sieht nicht so aus, als würden hier heute übermäßig viele Autos her kommen, deshalb denke ich, dass eine Besichtigung des historischen Stadtkerns von Castellabate im Rahmen des Haltens möglich ist. Da zwei Gewitterzellen links und rechts von mir vorüberzuziehen scheinen, mache ich mich kurz vor 10 Uhr auf den Weg. Auf manchen Internetseiten wird der Ort als UNESCO-Weltkulturerbe bezeichnet, was aber nicht stimmt. Es ist zwar eine entsprechende Tafel angeschlagen, die bezieht sich jedoch auf das Welterbe "Nationalpark Cilento und Vallo di Diano mit den archäologischen Stätten von Paestum und Elea und der Kartause von Padula". Auf jeden Fall aber gehört Castellabate zu den "I borghi più belli d'Italia", den schönsten Orten. Gegen 11 Uhr sieht es nach Regen aus. Ich beeile mich, zu Ludwig zurück zu gelangen und hoffe, dies ohne Regenschirm zu schaffen. Für die letzten zehn Minuten muss ich jedoch den Knirps aufspannen. Um 11:25 erreiche ich mein Reisemobil. Hier ein paar Fotos:







Während es regnet, esse ich Thunfisch mit Baguette.

Um 12 scheint wieder die Sonne.

Ich fahre zur Ausgrabungsstätte von Velia, dem griechischen Elea, das zum oben genannten UNESCO-Welterbe gehört. Warum auf einer breiten, gut befahrbaren Straße außerorts 50er-Geschwindigkeitsbeschränkungs-Tafeln aufgestellt sind, versteht wahrscheinlich niemand. Natürlich hält sich keiner daran. Irgendwann sind die 50er-Schilder ausgegangen, darum kommen danach die 80er-Tafeln an die Reihe. Wenige Kilometer vor meinem Ziel plötzlich eine Hinweistafel: Fahrverbot für LKWs und Höhenbeschränkung von 2,50 m. Ich weiß nicht genau, wo das gilt, biege aber sicherheitshalber rechts ab. Ein Blick auf die Karte zeigt mir, dass ich mich beim nächsten Kreisverkehr links halten soll, dann müsste ich mein Ziel auch erreichen. Dort steht wieder das gleiche Hinweisschild. Ich fahre weiter. Irgendwann kommt ein Verkehrsschild mit 2,50 m Höhenschränkung. Laut Karte muss ich keine Bahnlinie queren, deshalb ignoriere ich das Schild und erreiche den Parkplatz, ohne dass Ludwig zum Cabrio geworden ist.

Die Eintrittskarte von Paestum ist drei Tage lang auch für Velia gültig. Nachfolgend Fotos der Besichtigung der Ausgrabungsstätte:






Anschließend fahre ich an der Küste entlang (anfangs wieder ein Schreckmoment, denn es kommt wieder die 2,50 m-Höhenbeschränkung, von der ich nicht weiß, wofür sie gilt) nach San Marco, einem kleinen Hafen unterhalb von Castellabate. Mit Tomtom bin ich einmal mehr unzufrieden. Statt dass mich das Navi zum Parkplatz abbiegen lässt, schickt es mich geradeaus. Dann soll ich links abbiegen, aber erstens ist diese Gasse viel zu eng für Ludwig und zweitens zona traffico limitato. Ich fahre also weiter, und irgendwann kennt sich auch Tomtom wieder aus und lotst mich doch noch zum Ziel. Die Gemeinde hat hier drei Plätze ausdrücklich für WoMos markiert (max. 48 Stunden).

Ich spaziere durch den Ort. Abgesehen vom schönen Blick auf Castellabate ...

... gibt es ein verfallenes burgähnliches Gebäude, ...

... eine Kirche ...

... und den Hafen als Sehenswürdigkeiten.

Ich speise Faschierte Laibchen mit Eisbergsalat.

Meine Besichtigung von Castellabate:

Meine Besichtigung der Ausgrabungsstätte von Velia:

Meine Route:


Kilometerstand: 1761 km (88 km gefahren).