Mittwoch, 2. Oktober 2024

Italien, Tag 28 (Mittwoch, 2.10.2024): Tropea

Nach einer ruhigen Nacht direkt am Meer (ich habe so tief geschlafen, dass ich es nicht rauschen gehört habe) ...


... fahre ich noch vor dem Frühstück bei 16 Grad ab nach Tropea, einem Zentrum des Tourismus an der Westküste Süditaliens. Eine Parkmöglichkeit an der Uferstraße gefällt mir von der Beschreibung in Park4night her sehr gut. Zuerst fahre ich an lauter leeren (außer einem WoMo, das hier übernachtet haben dürfte) blau markierten Parkplätzen vorbei. Dann kommen die weißen Markierungen - ebenfalls ohne Autos, aber mit lauter Parkverbots- und Abschleppzeichen. Ich gebe den nächsten Spot aus Park4night ein. Kurz davor stehen am Rand einer vielbefahrenen Straße PKWs, da stelle ich Ludwig dazu. Danach ist das Frühstück an der Reihe.


Mein Rundweg durch die Stadt (uno dei Borghi piu belli d'Italia) führt mich zuerst zum Strand hinunter. Dabei sehe ich, dass das Parkverbot bei meinem zuerst angesteuerten Parkplatz seit heute für eine Woche gilt, da Straßenbauarbeiten durchgeführt werden. Die kostenpflichtigen Plätze, von denen es genügend freie gibt, kosten 1,50 Euro pro Stunde (näher an der Altstadt dann 3 Euro). 5 WoMos fahren vorbei, die entweder von den ziemlich vollen Camping-/Stellplätzen am Meer kommen oder auf der Suche nach einem Parkplatz sind (darunter ein Österreicher mit der Aufschrift "Strawanzer"). Ich steige zum Wahrzeichen von Tropea hinauf, der auf einem Felskegel am Strand errichteten Kirche Santa Maria dell'Isola. Dann folge ich der Steilwand am Rand der Altstadt, bis ich eine Treppe nach oben erreiche. Mehrmals höre ich während des Rundgangs österreichische Stimmen. Nach dem Durchstreifen der Altstadt kehre ich zu Ludwig zurück. Nachfolgend Fotos aus Tropea:









Da es hier keinen Lidl gibt, statte ich einem nahen Eurospin-Supermarkt einen Besuch ab. Die Preise liegen auf Lidl-Niveau (Baguette: 49 Cent). Laut Park4night werden hier Camper auch über Nacht geduldet, aber darauf würde ich mich nicht verlassen.


Ich esse eine Dose Thunfisch mit Baguette.


Das nächste Ziel ist das Capo Vaticano (das nichts mit dem Vatikan zu tun hat). Einige kostenpflichtige Parkplätze sind eher für PKWs als für WoMos gedacht (im Sommer tut man sich mit einem Camper wahrscheinlich schwer, einen Platz zu finden). Ich habe den Eindruck, dass es hier nicht viel zu tun gibt, darum werfe ich 1 Euro für eine halbe Stunde Parken in den Ticket-Automaten ein (man könnte auch mit Bankomat-/Kreditkarte bezahlen) und tippe Ludwigs Kennzeichen ein.


Der wenig interessante Leuchtturm! ist wie meistens in Italien militärisches Sperrgebiet.


Ein Weg zu einem Aussichtspunkt ist gesperrt. Bei einem Restaurant gibt es einen anderen Aussichtspunkt - das war dann auch schon alles. Zugegeben, der Ausblick ist nett, aber alles in allem bin ich enttäuscht (ich hatte etwas Ähnliches wie die Pointe Saint-Mathieu in der Bretagne erwartet).


Ich verlasse die Küste. Nach einem Fotostopp bei einem Aquädukt in Spilinga (ein österreichischer Camper ist auch gerade da) ...


... erreiche ich Zungri. Den im Womo-Reiseführer vermerkten Stellplatz sollte man meiden, denn die Zufahrt führt durch engste Gassen (da von einem LKW mit Kran gerade Weihnachtsdekoration befestigt wird, ist praktisch überhaupt kein Platz mehr - ein Passant deutet mir, ob ich mehr links oder mehr rechts lenken soll, so schaffe ich die Durchfahrt ohne neue Kratzer in Ludwigs Seitenwänden). Ich suche gleich wieder einen Weg von hier weg, komme zufällig an einer Tankstelle mit gutem Preis (1,569 Euro) vorbei, an der ich Ludwigs Tank fülle, und stelle Ludwig in einer Straße ab, in der auch Busse parken sollen. Ein anderer österreichischer Kastenwagen steht auch da.


In Zungri gibt es zwei Sehenswürdigkeiten: einerseits zahlreiche bemalte Türen, andererseits Höhlenwohnungen, die im 12. bis 14. Jahrhundert gebaut wurden (Eintritt: 4 Euro; inkludiert auch den Besuch eines kleinen Museums).







Ich habe schon während der Mittagspause einen potenziellen Übernachtungsplatz in San Ferdinando gefunden. Als ich eintreffe, ist der Parkplatz bis auf einen Lebensmittel-Tankwagen aus Österreich (heute ist offenbar Österreicher-Tag in Süditalien) völlig leer.


San Ferdinando hat bis auf eine saubere Strandpromenade (mit einer einzigen kleinen Bar ohne Gäste) nichts zu bieten. Genauso öd ist der heutige Sonnenuntergang (trotz Wolken).


Ich esse Bratwürste mit grünem Salat.


Mein Weg durch Tropea:


Mein Weg durch Zungri:


Meine Route:



Kilometerstand: 3216 km (87 km gefahren).