Kein Feuerwerk und keine lärmenden Mopeds in der Nacht, nur Stille und um 7 Uhr Kirchenglocken in der Ferne sowie Vogelgezwitscher - herrlich! Am Morgen ist es neblig bei 16 Grad. Ein roter Minicamper hat ebenfalls auf diesem Parkplatz übernachtet.

Ich lasse mich von Tomtom zum Friedhof von Altamura, einer Stadt mit 70.000 Einwohnern, lotsen. Am dortigen Parkplatz sind genügend Parzellen frei.

Ich marschiere durch ein nicht sehr schönes Wohngebiet mit viel Autoverkehr zur Altstadt. Auch diese gefällt mir nicht (die im Dumont-Süditalien-Reiseführer erwähnten "schönen, oftmals mit Blumen geschmückten Gassen" finde ich nicht, da habe ich in den letzten Tagen weitaus schönere Städte besucht). Einzig sehenswert sind die Kathedrale Santa Maria Assunta (mit einem Tor, auf dem die Geschichte Christi von seiner Geburt bis zur Auferstehung dargestellt ist) und eine kleinere Kirche in der Nähe. Eine Reisegruppe mit Fremdenführerin ist dort gerade unterwegs - die Stimmen der Touristen klingen eindeutig österreichisch). Hier ein paar Fotos:







Altamura nennt sich auch Citta del Pane, Stadt des Brots. Ich hatte erwartet, in jedem zweiten Haus eine Bäckerei zu finden, was aber nicht der Fall ist. Eine Reklametafel vor der Kathedrale führt mich zur Bäckerei mit dem ältesten Backofen (seit 1391). Ich bin dort schon vorbeigegangen, war aber von den bunten Regenschirmen abgelenkt ...

... und habe die Bäckerei für eine Bar gehalten.

Ich kaufe einen Laib Altamura-Brot um 3,50 Euro.

Als ich bei Ludwig eintreffe, ist es nach 11. Ich schneide das Brot auf ...

... und lasse es mir mit Mortadella und Käse schmecken.

Inzwischen hat sich der Nebel aufgelöst. Ich fahre nach Gravina in Puglia (etwas über 40.000 Einwohner) und stelle Ludwig bei einem Aussichtspunkt ab.

Gravina in Puglia ist ein kleines Matera (kommt aber an diese schöne Stadt bei weitem nicht heran). Die Altstadt befindet sich ebenfalls oberhalb einer Schlucht, in der einige Höhlen gegraben wurden. Ich überquere die Schlucht auf einer gut erhaltenen römischen Brücke, die im letzten James Bond zu Filmehren gekommen ist, und spaziere dann durchs Zentrum. Alle Kirchen bis auf eine sind geschlossen. Nachfolgend einige Fotos:









Es ist inzwischen halb drei. Ich beschließe, heute Frühschluss zu machen und ein zweites Mal in der Nähe des Klosters Santuario Santa Maria di Picciano zu übernachten. Ich stelle das Solarmodul auf, um die Jackery Powerstation zu laden, und relaxe im Schatten neben Ludwig. Morgen beginnt die Rückreise nach Österreich. Wenn ich pro Tag ca. 400 km fahre, bin ich am Dienstag Abend in Villach (am Mittwoch habe ich um 9 Uhr den Termin bei der Firma Falle).

Mein Abendessen: Bratwürste mit Eisbergsalat und Altamura-Brot.

Mein Weg durch Altamura:

Mein Weg durch Gravina in Puglia:

Meine Route:


Kilometerstand: 5117 km (59 km gefahren).