Mittwoch, 23. Oktober 2024

Italien, Tag 49 (Mittwoch, 23.10.2024): UNESCO-Weltkulturerbe Matera

Nach einer ruhigen Nacht (wegen der schlechten Internet-Verbindung würde ich in Sisto dennoch nicht wieder übernachten, sondern nach Noci fahren) erwache ich noch vor Sonnenaufgang bei 14 Grad. Die Sonne lässt aber nicht lange auf sich warten.


Ich mache eine Bestandsaufnahme meiner Vorräte und fahre dann zum Lidl in Massafra (mit einer einstündigen Pause zwischendurch, um den Blogbeitrag und die Fotos hochzuladen).


Anschließend gebe ich die Koordinaten eines kostenlosen Parkplatzes in Matera ins Navi ein. Ich nehme nicht die kürzeste Route, sondern eine, die 23 km länger, aber kaum langsamer ist, da sie ein längeres Stück auf der vierspurigen SS106 verläuft und auch danach die Straße nach Matera gut ausgebaut ist (außerdem erspare ich mir, von Norden kommend die 60.000-Einwohner-Stadt durchqueren zu müssen). Zuletzt zeigen mir neben Tomtom auch Wegweiser mit dem WoMo-Symbol den Weg. Neben PKWs nutzen recht viele Wohnmobile den leicht schiefen Parkplatz, Ende Oktober hat man aber kein Problem, eine freie Parzelle zu finden (eigentlich zwei, aber ein kurzes Auto hätte hinter Ludwig noch Platz).


Ich esse Thunfisch-Stücke mit Baguette und danach eine Apfeltasche.


In einer Nebenstraße gleich oberhalb des Parkplatzes sehe ich einige Wohnmobile stehen. Ich erkunde sie zu Fuß (die Nebenstraße, nicht die Wohnmobile), entdecke ein freies Plätzchen und positioniere Ludwig um. Hier kann ich waagrecht übernachten.


Danach breche ich zu einer Fototour auf. Sie führt mich zuerst zur Burg und danach zur sehenswerten Fußgängerzone. Besonders bekannt ist Matera jedoch für die Höhlenwohnungen, die Sassi genannt werden. Mönche begannen ab dem 6. Jahrhundert, Kirchen, Klöster und Einsiedeleien in den weichen Tuffstein zu graben. Später kamen Hirten, Handwerker und Bauern dazu. Mitte des 20. Jahrhunderts lebten rund 15.000 Menschen unter katastrophalen hygienischen Zuständen ohne Strom und fließendem Wasser in den Sassi. Es wurde beschlossen, die Bewohner in neu gebaute Wohnblöcke umzusiedeln. Später begann man damit, die Sassi zu renovieren. Heute werden sie wieder von rund 3000 Menschen bewohnt, außerdem findet man dort Hotels, Restaurants, Cafes und Souvenirshops. Ich besichtige um 5 Euro die Höhlenkirche Chiese Rupestri Madonna delle Virtu e San Nicola dei Greci. Waren schon die Trulli in Alberobello ein Highlight Süditaliens, dann sind die Sassi ein mindestens doppelt so highes Highlight. Zurecht wurde Matera in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. Nachfolgend Fotos aus der Stadt (mehr auf Komoot):





























Mein Abendessen: Eierspeise mit Champignons, dazu Eisbergsalat.


Mein Weg durch Matera:


Meine Route:



Kilometerstand: 4968 km (117 km gefahren).