Donnerstag, 3. Oktober 2024

Italien, Tag 29 (Donnerstag, 3.10.2024): Parco Nazionale dell'Aspromonte

Es war eine Tropennacht (das Thermometer ist nicht unter 20 Grad gefallen), aber da es in Ludwig nicht viel wärmer war, habe ich sehr gut geschlafen. Für heute prophezeit die Wetter-App 30 Grad Höchsttemperatur (eine andere sogar 32!).


Ich lasse mich von Tomtom aus San Ferdinando lotsen (ich hätte mir die Karte anschauen sollen, dann hätte ich mir einige enge Gassen erspart). Das Navi will mich zur Autobahn bringen, ich biege aber zur SS18 ab. In Palmi folge ich dem Wegweiser zum 579 m hohen Monte Sant'Elia (einmal will mich Tomtom in eine schmale Abkürzung abbiegen lassen, aber mangels eines Wegweisers ist klar, dass das nicht stimmen kann).


Leider ist es so dunstig, dass Sizilien und der Beginn der Straße von Messina, die die Insel vom Festland trennt, kaum zu erkennen sind.


Aber zumindest Palmi am Fuß des Berges ist zu sehen.


Außer vielen Mobilfunkantennen kann eine kleine Kirche besichtigt werden.


Ich entdecke einen Wasserhahn und nutze die Gelegenheit, ein paar Kanister in Ludwigs Tank zu füllen.


Danach esse ich zarte Heringfilets in Tomatensauce.


Ich beschließe, der Hitze am Meer zu entfliehen und einen Ausflug in die Berge zu unternehmen. Die Straßen nach Sant'Eufemia d'Aspromonte und weiter nach Sinopoli (beides keine Städte, deren Besichtigung sich lohnen würde) sind gut ausgebaut (anfangs sogar vierspurig), aber es ist erschreckend, wieviel Abfall an den Straßenrändern und insbesondere in kleinen Parkbuchten liegt. Fahren die Italiener ihre Müllsäcke spazieren und werfen sie bei Gelegenheit aus dem Auto? Hinter Sinopoli wird die Straße schmäler und kurvenreich (ist aber weiterhin gut zu fahren) und vor allem sauber.


Im Dorf Cosoleto macht die Straße eine Biegung und verläuft nun weitgehend in südlicher Richtung.


Es geht meistens leicht bergauf. Ich erreiche den Ort Gambarie in 1350 m Seehöhe am Rand des Parco Nazionale dell'Aspromonte. Ich notiere mir einen Parkplatz am Ortsrand für eine eventuelle Übernachtung.


Jetzt fahre ich tiefer in den Nationalpark hinein. Ziel ist ein Wanderparkplatz in 13 km Entfernung. Die ein- bis eineinhalbspurige Straße führt durch Wald. Man muss auf hereinhängende Äste und das eine oder andere Schlagloch achtgeben. Mir begegnen eine Handvoll Autos, es gibt aber viele Ausweichmöglichkeiten, so dass die Fahrt deutlich einfacher ist als vor ein paar Tagen auf den Monte Botte Donato.


Ich unternehme eine kurze Wanderung auf den Montalto. Es weht starker Wind, deshalb ziehe ich die Weste an. Immer wieder wurden Holzgeländer gebaut, die nicht nötig wären, da das Gelände nicht steil ist. Dadurch ist es jedoch sehr leicht, den Weg zu erkennen (die zahlreichen Farbmarkierungen hätten aber auch gereicht). 


Am Gipfel wurde eine Christusstatue errichtet.


Ich gehe zu Ludwig zurück, drehe um und fahre nach Gambarie, wo ich heute übernachten werde. Die Temperatur beträgt angenehme 21 Grad. Am iPhone habe ich mit Magenta nur eine langsame E-Verbindung, aber Lidl Connect am Komoot-Handy schafft LTE. Auch die Windtre-Simkarte in der Fritzbox hat keine Probleme.


Ich drücke die Gassicherung hinein (das ist bei den italienischen Straßen fast an jedem Abend nötig) und koche gebratene Nudeln mit Eisbergsalat.


Mein Weg auf den Montalto:


Meine Route:



Kilometerstand: 3328 km (112 km gefahren).