Donnerstag, 1. Juni 2023

Albanien und mehr, Tag 36 (Donnerstag, 1.6.2023)

Im Unterschied zu den letzten Tagen ist der Himmel heute nicht komplett wolkenlos. Der Vormittag sollte aber wieder trocken bleiben. Ich breche um 8 Uhr auf ...


... und erreiche nach knapp über 20 km die Stadt Permet. Im Womo-Reiseführer ist nicht angegeben, wo man parken kann, aber es ist nicht schwer, einen Parkplatz entlang der Straße zu finden. Rechts oben auf den Bergen liegt noch ein wenig Schnee.


Ich richte die Wanderausrüstung her und starte zu einer Rundtour, die mich ins Bergdorf Leusa bringt. Kurz davor komme ich an der Kirche Kisha e Shen Merise (Kirche der heiligen Maria) vorbei. Danach geht es noch ein Stück bergauf und schließlich wieder hinunter in die Stadt. Um 11:15 treffe ich nach fast achteinhalb Kilometern und 390 Höhenmetern wieder bei Ludwig ein, wo ich den Boiler einschalte. Nachfolgend einige Fotos:

















Nachdem ich geduscht und gegessen habe (Brote mit Aufstrich und Zwiebeln), gebe ich das nächste Ziel ins Navi ein - was nicht einfach ist: obwohl ich die GPS-Koordinaten habe, will mich Here nur bis zur Abzweigung von der Hauptstraße bringen, während mich Google Maps zu weit leiten möchte (ich bin mir nicht sicher, ob das letzte Stück ohne Geländeauto noch fahrbar ist). Erst als ich direkt auf den Punkt tippe, wo ich den Stellplatz vermute, lotst mich Google Maps dorthin. Im Womo-Reiseführer ist von einer großen Schotterfläche die Rede, doch inzwischen wurde ein richtiger Stellplatz mit Buchten für jeweils ein Wohnmobil und dazwischen Grünflächen mit Bäumen gebaut. Bei der Einfahrt (die noch saniert werden muss, es gibt dort riesige, mit Regenwasser gefüllte Löcher) steht ein noch nicht fertiges Häuschen, wo demnächst wahrscheinlich ein Kassierer oder eine Kassiererin sitzen wird. Ohne sie zu zählen, schätze ich, dass rund 20 Wohnmobile anwesend sind, dazwischen außerdem PKWs der lokalen Bevölkerung. Es ist verständlich, dass man in Albanien mit dem Camper-Tourismus etwas verdienen möchte und es demnächst nicht mehr möglich sein wird, hier gratis zu parken.


Um 13:15 fallen die üblichen ersten Nachmittags-Regentropfen. Ich warte eine halbe Stunde und sehe mich dann um. Es werden gerade einige Hütten gebaut, ...


... und eine schon ältere Bar wartet auf Gäste.


Warum sind hier so viele Camper? Erstens wegen einer alten Steinbrücke, ...


... zweitens wegen der Lengarica-Schlucht, die hier beginnt (die morgige Wanderung habe ich schon in Komoot geplant), ...


... und drittens wegen den Thermalquellen von Benje. Ich ziehe die Badehose an und relaxe im Becken mit dem ca. 25 Grad warmen Schwefelwasser.


Es scheint nun wieder die Sonne. Ich hole Campingstuhl und Sonnenschirm aus dem Auto und verbringe den Rest des Nachmittags neben Ludwig.


Um halb sechs sieht es nach einem schweren Gewitter aus, die teilweise mehr als 2000 m hohen Berge im Süden sind nicht mehr zu sehen. Es zieht jedoch woanders hin, und ich kann in Ruhe die zweite Hälfte der Packung Weißwürste verspeisen (heute mit Eisbergsalat).


Meine Wanderung zum Bergdorf:


Meine Route:



Kilometerstand: 3294 km (35 km gefahren).