Ich fahre um 6:30 in diese Richtung und komme auf eine recht gute Straße, die nach Dolica Draga und weiter in einem Bogen zur D60 führt, die ich von der Fahrt nach Albanien bereits kenne. Ich stoppe hinter Nikolici, um zu frühstücken und zu überlegen, was ich heute unternehme. Das Problem: Mitte Juni darf man nicht mehr erwarten, dass man einen freien Platz bekommt, wenn man erst am Abend einen Campingplatz ansteuert. Außerdem schreiben Park4night-Benutzer, sie hätten in Split eine Strafe bekommen, weil sie dort tagsüber mit dem Camper geparkt haben. Ob das tatsächlich stimmt, weiß ich nicht, ich habe aber kürzlich im Standard von hohen Geldstrafen für ungebührliches Verhalten (z.B. Trinken von Alkohol, Herumgehen in Badekleidung etc.) gelesen. Split hat fast 200.000 Einwohner - dort mit dem Auto zu fahren (insbesondere einem relativ großen wie Ludwig), um einen Parkplatz zu finden, ist sowieso nicht angenehm. Ich entscheide mich schließlich für Folgendes: ich will versuchen, zwei Nächte auf einem Campingplatz in Trogir zu verbringen, heute Trogir zu besichtigen (ein UNESCO-Weltkulturerbe) und morgen mit einem Bus oder einem Boot einen Ausflug nach Split (noch ein UNESCO-Weltkulturerbe) zu machen.
Ich fahre auf der D60 in Richtung Trilj, dann nach Bisko und schließlich auf der Autobahn-ähnlichen D1 hinunter nach Split. Bei einer Tankstelle glaube ich, dass „Eurodiesel“ der günstigste Treibstoff um 1,28 Euro ist (in Montenegro werden derzeit übrigens 1,35 Euro verlangt), tatsächlich gibt es aber mehrere Varianten, und zwar nicht bei jeder Zapfsäule. Als ich bemerke, dass meine Sorte Eurodiesel 1,38 Euro kostet, stoppe ich den Tankvorgang rasch wieder. Die Straße von Split nach Trogir hat anfangs zwei Fahrspuren in jede Richtung und ist angenehm zu fahren, weil schnellere Fahrzeuge leicht überholen können. Nach der Ausfahrt ist es bis zum Kamp Seget nur noch ein Katzensprung.
Meine Übernachtung ist nicht sehr teuer (inkl. Steuer zahle ich 8,89 Euro, ab dem zweiten Tag 7,56 Euro), allerdings werden für Ludwig 21 Euro verlangt (es gibt hier leider keine Variante ohne Strom, den ich nicht brauche und daher das Kabel auch nicht verlege). Bei einem Acsi-Campingplatz etwas weiter die Küste hinauf hätte ich ein paar Euro sparen können (sofern die ermäßigten Plätze nicht alle vergeben sind), aber von dort wäre Trogir zu Fuß nicht gut erreichbar, da zu weit weg. Außerdem stehe ich in der ersten Reihe, ...
... vom Meer nur durch einen Geh-/Radweg getrennt.
Nach dem Mittagessen gehe ich in die Altstadt, wobei ich die Festung um 4 und die Kirche um 5 EUR besichtige. Fotos dieser Tour nachfolgend:
Zurück am Campingplatz schwimme ich ein wenig im Meer (das Wasser ist warm genug, dass man sich nicht überwinden muss, hineinzugehen), dann dusche ich und setze mich neben Ludwig in den Schatten (die Temperatur beträgt heue 28 Grad). Zum Abendessen gibt es gebratene Nudeln mit Huhn und dazu Tomatensalat.
Mein Weg durch Trogir:
Meine Route:
Kilometerstand: 4829 km (90 km gefahren).