Freitag, 9. Juni 2023

Albanien und mehr, Tag 44 (Freitag, 9.6.2023)

Ein herrlicher Stellplatz: ich höre nur Grillen und Vögel (und am Morgen genau ein Auto und ein Moped).


Um 7:30 setzt sich Ludwig in Bewegung. Die recht ordentliche Straße (man muss aber auf gelegentliche Unebenheiten aufpassen) führt in vielen Kurven mehrmals bergab und bergauf an Berghängen entlang. 


Haltemöglichkeiten für Fotos gibt es leider zu selten. 


Ich erreiche eine Abzweigung von der Hauptstraße, die ich aus meiner Richtung nur mit einmaligem Zurücksetzen schaffe (da sehr wenige Autos unterwegs sind, ist das kein Problem). Nach einem Fotostopp bei einem Wasserfall ...


... endet die Straße nach wenigen Kilometern im Dorf Radomire. Ein Hund liegt mitten auf der Straße und macht keine Anstalten, mich vorbei zu lassen. Ich muss dreimal bis knapp vor ihn und wieder zurück fahren, bis er sich bequemt, mir Platz zu machen.


In Radomire in 1250 m Seehöhe beginnt ein Wanderweg auf den Korab, mit 2764 m der höchste Gipfel Albaniens (und gleichzeitig Nordmazedoniens). 1500 Höhenmeter hinauf würden meine Kondition überfordern. Mein Ziel ist es, ungefähr den halben Anstieg bis auf 2000 m Höhe zu schaffen und dann zu schauen, wie es mir konditionell geht und wie die Wetterlage ist (im Gebirge in den Regen oder gar ein Gewitter zu geraten, darauf kann ich gerne verzichten). Dazu habe ich aus der Rother-App einen GPS-Track in Komoot importiert (das in dieser Gegend keine Wanderungen kennt), der sich am Anfang nicht an in Karten eingezeichnete Wege hält. Da der Bach aber sehr viel Wasser führt, ist diese Strecke nicht zugänglich. Auch der „offizielle“ farbmarkierte Pfad ist nur über einen Umweg erreichbar, wobei ich über eine Steinmauer klettern muss. Nach knapp zwei Kilometern wäre der Bach zu überqueren - was aber derzeit trockenen Fußes nicht möglich ist. Ich breche die Tour nach nicht ganz 300 Höhenmetern daher ab (was schade ist, denn heute dürfte es ausnahmsweise in ganz Albanien keine Nachmittags-Regenfälle geben; aber immerhin konnte ich in die schöne Gebirgslandschaft „hineinschnuppern“). Nachfolgend ein paar Fotos:









Es gibt in Radomire einen Wanderweg zu einem kleinen See (dem Black Lake), der so neu ist (der Wanderweg, nicht der See), dass Komoot ihn nicht kennt. Der Weg ist durchgehend mit Steinen gepflastert, und es wurden in regelmäßigen Abständen Abfallkörbe aufgestellt (die vereinzelt leider nicht verwendet wurden). Außerdem wurden zwei Rastplätze mit Sitzgelegenheiten und einem kleinen Tisch angelegt. Nach dem frühzeitigen Ende der Korab-Tour mache ich diese kurze Wanderung (wodurch ich in Summe auf 500 Höhenmeter komme), die auf den folgenden Fotos dokumentiert ist:









Um 12 Uhr bin ich bei Ludwig van Tourer zurück. Ich beschließe, die Nacht noch einmal auf dem Stellplatz oberhalb des Partisanendenkmals zu verbringen. Am Nachmittag sitze ich neben Ludwig im Schatten, lasse mir einen Apfel und ein Eis schmecken und lese im Womo-Reiseführer.


Außerdem schnappe ich mir einen Müllsack und sammle einige herumliegende Getränkeflaschen und -dosen sowie anderes Verpackungsmaterial.


Meine Korab-Wanderung:


Meine Black-Lake-Wanderung:


Meine Route:



Kilometerstand: 3823 km (32 km gefahren).