Gestern hat es gegen 18 Uhr leicht zu regnen angefangen. Inzwischen ist die Regenzone aber nach Deutschland gezogen. Am größtenteils bewölkten Himmel sind sogar ein paar blaue Stellen zu sehen. Der Parkplatz in Rochefort ist auch am Montagmorgen fast leer. Ludwig steht weit genug von der Hauptstraße entfernt, so dass die dort fahrenden Autos nicht allzu laut zu hören sind. Die Temperatur beträgt 13 Grad.
Ich fahre ein paar Kilometer ins Dorf Han-sur-Lesse. Parken kostet 7 Euro pro Tag (für WoMos 12 Euro inkl. Übernachtung, allerdings will ich nicht übernachten), die Schranken zum Parkplatz sind jedoch offen, wodurch ich kein Ticket ziehen muss und kann (vielleicht wird die Gebühr nur in der Hochsaison eingehoben).
Eigentlich sind die Grottes de Han seit September montags geschlossen, zumindest für den Rest des Oktober kann man sie aber auch an Montagen besichtigen (es könnte sein, dass in Belgien derzeit Schulferien sind). Ich kaufe im Internet ein Ticket für die erste Führung um 10 Uhr (29 Euro), dann gehe ich in die Dorfmitte, ...
... wo sich die Abfahrtstelle der Straßenbahn befindet, ...
... die die Besucher ...
... zum Höhleneingang bringt.
Die zweisprachige Führung (Französisch und Niederländisch) soll rund 80 Minuten dauern, es werden jedoch 85 (vielleicht weil die Führerin für mich auch vieles in Englisch erklärt). Eine Besonderheit des Höhlensystems ist, dass der Fluss Lesse hier durch den Berg fließt. In der größten Höhle hätte die Pariser Kirche Notre-Dame Platz. Eine Lightshow ist Bestandteil der Tour. Zurück ins Dorf gehe ich zu Fuß. Am Parkplatz stehen jetzt deutlich mehr Fahrzeuge, die Schranken sind aber weiterhin offen.
Ich gebe einen Parkplatz bei einem Freilichtmuseum ins Navi ein. Es wäre jedoch nicht Belgien, wenn die eineinhalbspurige Straße nicht bald gesperrt wäre.
Auf diversen Umwegen (TomTom will mich lange Zeit im Kreis zur Sperre zurück leiten) gelange ich wieder nach Rochefort und schließlich durch eine waldreiche, hügelige Landschaft mit wenig Verkehr doch an mein Ziel. Wenn die Internetverbindung hier nicht so langsam wäre, wäre dies ein toller Übernachtungsplatz.
Ich esse Brote mit Mortadella und Käse.
Ich verzichte auf die Besichtigung des Freilichtmuseums, denn es sind dunkle Wolken aufgezogen, so dass es jederzeit zu regnen beginnen könnte. Beim Lidl in Saint-Hubert ergänze ich meine Nahrungsmittelvorräte.
Während ich zum Stellplatz in Saint-Hubert (nicht ganz 6.000 Einwohner) fahre (zwei von drei - leider etwas schiefen - Parzellen sind leer), beginnt es zu regnen.
15 Minuten später scheint kurzzeitig wieder die Sonne. Ich spaziere zur Stadtmitte. Die Basilika St. Hubert ist außen und innen eine Baustelle, so dass ich nur einen Seitenaltar fotografieren kann. Die Stadt gefällt mir nicht besonders.




Ver- und Entsorgung sind am Stellplatz kostenlos. Da der Wasserhahn noch nicht für den Winter abgeschaltet wurde, fülle ich Ludwigs Wassertank, auch wenn das eigentlich nicht mehr notwendig wäre, da sich meine Herbstreise dem Ende zuneigt. Eigentlich hatte ich vor, danach zum Euro Space Center zu fahren (das in dieser Jahreszeit nur am Wochenende geöffnet hat, in dieser und der nächsten Woche aber täglich, was meine Schulferien-Theorie bestätigen dürfte), aber ein Blick auf die Homepage zeigt mir, dass es sich um einen Freizeitpark mit ein paar Attraktionen handelt, von denen für mich nur der 5D-Film und das Planetarium von Interesse sind - da stimmt bei einem Eintritt von 34 Euro das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. Ich fahre daher bei Regen zum nächsten Halt aus dem WoMo-Reiseführer, einen offiziellen Stellplatz im Dorf Redu. 5 von 6 Parzellen sind frei. Obwohl sie leider auch schief sind (Ludwig steht 4 Grad nach vorne geneigt), beschließe ich, hier zu übernachten.

Mein Abendessen: Tortelloni Ricotta & Spinaci mit Salat. Mein Abenddessert: das übliche.
Mein Weg durch Saint-Hubert:
Meine Route:
Kilometerstand: 3355 km (58 km gefahren).