Donnerstag, 23. Oktober 2025

Belgien und Luxemburg, Tag 48 (Donnerstag, 23.10.2025): Le dernier jour, de laatste dag

Als ich am Morgen nach einer ruhigen Nacht am Ortsrand von Beratzhausen erwache, regnet es gerade. Ich bleibe noch eine Weile liegen und schlafe auch noch einmal ein. Da ich schon mehr als die Hälfte der Strecke absolviert habe, ist das kein Problem. Außerdem rechne ich heute mit weniger Verkehr und weniger Baustellen. Die Temperatur beträgt 10 Grad.


Um 9:15 Uhr mache ich mich auf den Weg. Es regnet. Nach eineinviertel Stunden überhole ich die Regenzone. Um 11 Uhr erreiche ich Österreich. Um 11:25 halte ich auf einem Parkplatz vor Haag am Hausruck zur Mittagspause.


Mein Mittagessen: das gleiche wie gestern.


Nach einer Stunde fahre ich weiter. Bis Wels sind viele LKWs unterwegs (aber weniger als gestern bis Nürnberg), danach wird es viel besser. Wie immer spare ich Maut und fahre über den Pyhrnpass. Um 13:45 erreiche ich die Steiermark und lege in Liezen beim Lidl eine Pause ein.


Ein letzter Preisvergleich: 200 g Salatmischung: 1,29 Euro. 1 kg Weintrauben in Aktion: 3,98 Euro (sonst ab 4,58 Euro). 1 kg Äpfel: ab 1,99 Euro (Bio: 3,19 Euro). 1 kg Bananen: 1,79 Euro. Apfeltasche in Aktion: 99 Cent (sonst 1,29 Euro). Kaisersemmel: 25 Cent. Kürbiskernweckerl: 69 Cent. Baguette: 89 Cent. 4 Berner-Würstel: 4,49 Euro (aber immerhin gibt es sie!). Mortadella: nicht erhältlich. 150 g Guacamole: 1,99 Euro. 250 g Joghurt: 49 Cent. 500 g gefrorene Heidelbeeren: Preisschild fehlt. 6 Lidl-Magnum: (Dauer-?)preisgesenkt auf 3,29 Euro (ob Lidl gemerkt hat, dass ich sie zum Preis von 4,19 Euro nicht mehr kaufe?). Fazit: in Österreich wird man bei den meisten Lebensmitteln über den Tisch gezogen.


Die restliche Fahrt verläuft bei wenig Verkehr. Kurz nach 16 Uhr erreiche ich den Heimathafen. Meine Route:



Kilometerstand: 4490 km (425 km gefahren) 

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Belgien und Luxemburg, Tag 47 (Mittwoch, 22.10.2025): Rückreise

Gestern Abend ist ein zweites Wohnmobil auf den Parkplatz am Ende einer Sackgasse in Dudelange gekommen. Irgendwann hat es auch geregnet, denn der Asphalt ist feucht. Die Temperatur beträgt 11 Grad.


Ich tanke zum Luxemburger Einheitspreis von derzeit 1,393 Euro pro Liter Diesel. Dann fahre ich auf die Autobahn, wo wenig Verkehr ist. Es nieselt, hört aber bald auf. In Deutschland ermöglicht mir der Lidl in Merzig einen weiteren Preisvergleich. Bananen: 1,29 Euro. 1 Kilo Äpfel ab 1,69 Euro (Bio ab 2,49 Euro). Apfeltasche: 69 Cent. Kaisersemmel: 19 Cent. Kürbiskernweckerl: 49 Cent. 1 kg Weintrauben: ab 3,38 Euro. 200 g Salatmischung: 75 Cent. 500 g Frikadellen: 3,19 Euro. 150 g Mortadella: 1,99 Euro. Berner Würstel: nicht erhältlich. 4 mal 150 g Joghurt: 99 Cent. 6 Lidl-Magnum: 3,89 Euro. Gefrorene Beeren: nicht vorrätig. 175 g Guacamole: 1,59 Euro.


Die Fahrt verläuft zunächst problemlos, aber allmählich wird der Verkehr stärker. 10 Minuten vor 12 gerate ich für 20 Minuten in einen Stau, weil sich die drei Fahrspuren wegen einer Mini-Baustelle auf eine verringern. Um 12:30 halte ich nach Kaiserslautern am Parkplatz Quaiders Berg.


Ich esse Kürbiskernweckerl mit Mortadella und Käse sowie eine Apfeltasche.


45 Minuten später fahre ich weiter. Um 14:10 Uhr tritt ein weiterer Stau auf, aber nur für ein paar Minuten. Hinter Heilbronn lege ich am Parkplatz Weinsbach um 15:00 Uhr 15 Minuten Pause ein.


Es ist nun bis Nürnberg viel Verkehr, insbesondere lange LKW-Kolonnen. Hinter Nürnberg in Richtung Regensburg wird es besser. Ich verlasse die Autobahn und fahre zu einem großen Parkplatz am Ortsrand von Beratzhausen (ca. 5.500 Einwohner), wo ich um 17:30 eintreffe.


Mein Abendessen: Eierspeise mit Salat. Nuss-Joghurt mit Heidelbeeren.


Meine Route:



Kilometerstand: 4065 km (519 km gefahren).

Dienstag, 21. Oktober 2025

Belgien und Luxemburg, Tag 46 (Dienstag, 21.10.2025): Abtei Orval

Nach einer regnerischen Nacht beginnt auch der neue Tag mit Regen. Die Temperatur beträgt 10 Grad. Außer Ludwig haben drei weitere WoMos am Stellplatz in Redu übernachtet.


Ich werde - am möglicherweise letzten Tag in Belgien - weitgehend der Tour 14 aus dem WoMo-Reiseführer folgen. Bei leichtem Nieseln fahre ich zunächst nach Paliseul (kostenpflichtiger Stellplatz) und ohne Stopp weiter nach Vresse-sur-Semois (kostenlose Übernachtungsmöglichkeit). Die Straßen sind kurvenreich und gelegentlich sogar richtig unbelgisch (also recht gut). Die waldreiche Landschaft mit kleinen Orten in der Wallonie gefällt mir weitaus besser als Flandern.


In Vresse-sur-Semois befindet sich ein Schuppen mit der hölzernen Nachbildung einer Lokomotive aus dem Jahr 1835. Leider spiegelt das Glas stark, so dass man wenig sieht.


Auch wenn es gerade nicht regnet, macht das Wetter wenig Lust auf eine Wanderung ins Dorf Laforet. Ich fahre weiter nach Bohan (kostenloser Stellplatz) und fotografiere den Rest einer Brücke über den Fluss Semois, die im 2. Weltkrieg von den Franzosen und nach dem provisorischen Wiederaufbau 1944 von den Deutschen zerstört wurde.


Auf dem Weg nach Alle (kostenlose Übernachtungsmöglichkeit) nieselt es wieder. Ich bleibe nicht stehen, sondern fahre zu einem Aussichtspunkt.


In Poupehan kann man laut WoMo-Reiseführer kostenlos übernachten. Das stimmt nicht mehr, denn jetzt soll man 20 Euro bezahlen - entsprechend negativ sind die Kommentare in Park4night. Da steuert man lieber den kostenlosen Stellplatz in Bouillon an. Eigentlich liegt der WoMo-Stellplatz nebenan (wobei man dort nur verkehrt wieder rausfahren könnte), aber die Wohnmobile stehen alle am PKW-Parkplatz (mit Höhenschranke, die jedoch offen ist), was - glaube ich - geduldet wird.


Ich esse Sardinen zu Mittag.


Bouillon (etwas über 5.000 Einwohner) wäre die letzte zu besichtigende Stadt in Belgien (eigentlich käme noch Arlon, aber da war ich bereits am Beginn meiner Rundreise), doch das Wetter spielt nicht mit. Das Schieferbergwerk Au Coeur de l'Ardoise ist geschlossen (und interessiert mich auch nicht sonderlich), deshalb gebe ich die letzten Koordinaten in Belgien ins Navi ein. Bis zur Abtei d'Orval sind es 35 km. Ich finde einen Längsparkplatz neben der Straße. Wie bestellt reißt die Wolkendecke auf. Gelegentlich scheint sogar die Sonne.


Der Eintritt ins sehenswerte Kloster kostet für Senioren 6 statt 8 Euro.















Der Kauf eines Sechser-Packs Bier darf zum Schluss natürlich nicht fehlen.


Damit endet meine Reise durch Belgien. Ich beschließe, heute noch nach Luxemburg zu fahren und zum dritten Mal in Dudelange zu übernachten, wobei ich dorthin eine Strecke via Frankreich nehme. Bei der Abfahrt aus Orval beginnt der Himmel zu weinen. Der Parkplatz beim Fußballplatz in Dudelange ist voll. Ich könnte entweder warten, bis die Sportler weg sind, oder weiter zum P+R-Parkplatz bei der Stadt Luxemburg fahren, sehe dann aber, dass es am Ende einer Sackgasse einen weiteren Parkplatz gibt. Ein Kommentator in Park4night schreibt, dass sich hier Jugendliche treffen und Lärm machen. Ich beschließe, diesen Platz zu probieren. Sollte es Probleme geben, habe ich es nicht weit zum Fußballplatz-Parkplatz.


Mein Abendessen: Bouletten mit Salat. Mein Abenddessert: wer es errät, bekommt 100 Punkte.


Mein Weg bei der Abtei Orval:


Meine Route:



Kilometerstand: 3546 km (191 km gefahren).

Montag, 20. Oktober 2025

Belgien und Luxemburg, Tag 45 (Montag, 20.10.2025): Grottes de Han

Gestern hat es gegen 18 Uhr leicht zu regnen angefangen. Inzwischen ist die Regenzone aber nach Deutschland gezogen. Am größtenteils bewölkten Himmel sind sogar ein paar blaue Stellen zu sehen. Der Parkplatz in Rochefort ist auch am Montagmorgen fast leer. Ludwig steht weit genug von der Hauptstraße entfernt, so dass die dort fahrenden Autos nicht allzu laut zu hören sind. Die Temperatur beträgt 13 Grad.


Ich fahre ein paar Kilometer ins Dorf Han-sur-Lesse. Parken kostet 7 Euro pro Tag (für WoMos 12 Euro inkl. Übernachtung, allerdings will ich nicht übernachten), die Schranken zum Parkplatz sind jedoch offen, wodurch ich kein Ticket ziehen muss und kann (vielleicht wird die Gebühr nur in der Hochsaison eingehoben).


Eigentlich sind die Grottes de Han seit September montags geschlossen, zumindest für den Rest des Oktober kann man sie aber auch an Montagen besichtigen (es könnte sein, dass in Belgien derzeit Schulferien sind). Ich kaufe im Internet ein Ticket für die erste Führung um 10 Uhr (29 Euro), dann gehe ich in die Dorfmitte, ...


... wo sich die Abfahrtstelle der Straßenbahn befindet, ...


... die die Besucher ...



... zum Höhleneingang bringt.


Die zweisprachige Führung (Französisch und Niederländisch) soll rund 80 Minuten dauern, es werden jedoch 85 (vielleicht weil die Führerin für mich auch vieles in Englisch erklärt). Eine Besonderheit des Höhlensystems ist, dass der Fluss Lesse hier durch den Berg fließt. In der größten Höhle hätte die Pariser Kirche Notre-Dame Platz. Eine Lightshow ist Bestandteil der Tour. Zurück ins Dorf gehe ich zu Fuß. Am Parkplatz stehen jetzt deutlich mehr Fahrzeuge, die Schranken sind aber weiterhin offen.











Ich gebe einen Parkplatz bei einem Freilichtmuseum ins Navi ein. Es wäre jedoch nicht Belgien, wenn die eineinhalbspurige Straße nicht bald gesperrt wäre.


Auf diversen Umwegen (TomTom will mich lange Zeit im Kreis zur Sperre zurück leiten) gelange ich wieder nach Rochefort und schließlich durch eine waldreiche, hügelige Landschaft mit wenig Verkehr doch an mein Ziel. Wenn die Internetverbindung hier nicht so langsam wäre, wäre dies ein toller Übernachtungsplatz.


Ich esse Brote mit Mortadella und Käse.


Ich verzichte auf die Besichtigung des Freilichtmuseums, denn es sind dunkle Wolken aufgezogen, so dass es jederzeit zu regnen beginnen könnte. Beim Lidl in Saint-Hubert ergänze ich meine Nahrungsmittelvorräte.


Während ich zum Stellplatz in Saint-Hubert (nicht ganz 6.000 Einwohner) fahre (zwei von drei - leider etwas schiefen - Parzellen sind leer), beginnt es zu regnen.


15 Minuten später scheint kurzzeitig wieder die Sonne. Ich spaziere zur Stadtmitte. Die Basilika St. Hubert ist außen und innen eine Baustelle, so dass ich nur einen Seitenaltar fotografieren kann. Die Stadt gefällt mir nicht besonders.





Ver- und Entsorgung sind am Stellplatz kostenlos. Da der Wasserhahn noch nicht für den Winter abgeschaltet wurde, fülle ich Ludwigs Wassertank, auch wenn das eigentlich nicht mehr notwendig wäre, da sich meine Herbstreise dem Ende zuneigt. Eigentlich hatte ich vor, danach zum Euro Space Center zu fahren (das in dieser Jahreszeit nur am Wochenende geöffnet hat, in dieser und der nächsten Woche aber täglich, was meine Schulferien-Theorie bestätigen dürfte), aber ein Blick auf die Homepage zeigt mir, dass es sich um einen Freizeitpark mit ein paar Attraktionen handelt, von denen für mich nur der 5D-Film und das Planetarium von Interesse sind - da stimmt bei einem Eintritt von 34 Euro das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. Ich fahre daher bei Regen zum nächsten Halt aus dem WoMo-Reiseführer, einen offiziellen Stellplatz im Dorf Redu. 5 von 6 Parzellen sind frei. Obwohl sie leider auch schief sind (Ludwig steht 4 Grad nach vorne geneigt), beschließe ich, hier zu übernachten.


Mein Abendessen: Tortelloni Ricotta & Spinaci mit Salat. Mein Abenddessert: das übliche.


Mein Weg durch Saint-Hubert:


Meine Route:



Kilometerstand: 3355 km (58 km gefahren).