Mittwoch, 22. Juni 2022

Tschechien, Tag 16 (Mittwoch, 22.6.2022)

Am Morgen ist es bewölkt bei 14 Grad, aber die Wolken lockern bald auf, und wenn die Sonne scheint, hat es eine angenehme T-Shirt-Temperatur - nicht zu kalt und nicht zu heiß. Der Parkplatz des Klosters in Vrchlabi ist in der Nacht vollkommen ruhig, nur kommen ab ungefähr 6 Uhr vereinzelt Autos, die hier tagsüber parken.



Kurz vor 9 fahre ich los, und kurz nach 10 (mit einem Umweg wegen einer Straßensperre) erreiche ich Mala Skala im Cesky raj, dem böhmischen Paradies. Bei der Parkplatzeinfahrt steht, dass eine Stunde Parken 20 Kronen und ein Tag 50 Kronen kostet, aber ich sehe nirgendwo eine Möglichkeit zu bezahlen, und auch die anderen Fahrzeuge haben keine Tickets hinter der Windschutzscheibe.



Ich steige den steilen Waldweg zur Felsenburg Vranov hinauf.



Die Ruine Vranov ist die größte Felsenburg Böhmens. Der Eintritt kostet 60 Kronen,



Die Besichtigung ist mit einiger Kletterei über steile und schmale Stiegen verbunden, was mit der umgehängten Fototasche nicht einfach ist. Um die im nächsten Foto zu sehende Stiege zu bezwingen, muss ich mich mit beiden Händen am Geländer festhalten und nach oben ziehen.



Als die Burg längst zur Ruine zerfallen war, wurde eine kleine Kapelle errichtet. Heute enthält sie eine Fotoausstellung mit Landschaftsaufnahmen.



Beim Rückweg zu Ludwig mache ich einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt.



Als Mittagessen verspeise ich Cabanossi mit Senf und Brot.



Nach einem Mittagsschläfchen (ich bin noch müde von der gestrigen 17-km-Wanderung) fahre ich ein paar Kilometer (wegen Straßenbauarbeiten mal wieder mit Umweg) ins Dorf Besedice. Das Parken für ein Wohnmobil kostet hier 150 Kronen, die in Form von Münzen am Automaten zu bezahlen sind.



Die Wanderung, die ich in Komoot entdeckt habe, ist nur rund 5 km lang. Wanderstöcke werde ich dafür nicht brauchen, aber ich packe einen Liter Cola in den Rucksack. In Besedice gibt es ein paar alte, traditionelle Häuser.



Der Weg führt durch den Wald auf den 562 m hohen Hügel Sokol.



Von hier hat man einen guten Ausblick auf eine Felsformation, die Suche skaly genannt wird.



Bald danach tauchen erste vereinzelte Sandsteinfelsen auf.



Einzelne? Viele!



Der Weg führt in das Labyrinth der Felsen hinein. 



Es besteht aber keine Gefahr, sich zu verirren, denn Farbmarkierungen und öfters auch Stufen und ab und zu Geländer, wenn es daneben zu weit hinunter geht, machen die Orientierung leicht.



Immer wieder mache ich halt, um zu fotografieren.



Auf einige der Felsblöcke wurden Aussichtsplattformen gebaut.



Von dort ist auch die Ruine Vranov mit der Kapelle zu sehen.



Der Rundweg bringt mich danach durch den Wald zu einer zweiten Ansammlung von Felsen.



Außerdem kommt man an einem Aussichtspunkt vorbei, von dem aus das Dorf Besedice von oben zu sehen ist.



Nach rund zweieinhalb Stunden habe ich die 5 km lange Wanderung absolviert. Ich fahre ein paar Kilometer weiter in die Stadt Turnov (auf deutsch Turnau - irgendwie kommt mir der Name bekannt vor), wo es bei den Sportanlagen übernachtungsgeeignete Parkplätze gibt. Ich parke später noch einmal um, weil ich zu nah am Skateboard-Parcours stehe, wo immer wieder ein paar Jugendliche trainieren. Auf dem neuen Platz kann ich die Seitentür offen lassen, ohne dass jemand ins Innere von Ludwig schauen kann.



In der Nähe befindet sich ein Penny. Ich gehe zu Fuß hin, um etwas Brot zu kaufen. Heute gibt es mal wieder faschierte Laibchen, dieses Mal mit grünem Salat und einem Vollkornweckerl.



Meine Route:



Kilometerstand: 1572 km (65 km gefahren).