Um 9 Uhr breche ich auf. Der Weg führt anfangs leicht bergauf, ...
... und dann muss man einige Stiegen hinauf steigen, ...
... aber meistens ist der Weg fast eben bzw. sind die Anstiege nicht steil, so dass man sie kaum merkt.
Von einem Aussichtspunkt blicke ich auf den Nationalpark hinunter.
Neben dem Pfad ragen oft Felswände aus Sandstein auf. Ich bin weitgehend allein unterwegs, nur einmal überhole ich zwei Wanderer, die schon früher losgegangen sind.
Dann habe ich mein erstes Ziel erreicht: das Prebischtor. Fotografisch ist der Vormittag allerdings ein schlechter Zeitpunkt.
Ich steige in einigen Serpentinen und über eine Brücke zum Gasthaus hinauf und zahle 95 Kronen Eintritt. Hier sind mehr Wanderer anwesend, die von der anderen Seite her gekommen sind. Unangenehm sind nur die Schulklassen, die manche Aussichtspunkte blockieren und mehrere Minuten Wartezeit verursachen, bis man selbst dorthin gelangt.
Um die Eintrittsgebühr erhalte ich Zugang zu mehreren Aussichtspunkten. Man sieht Sandsteinfelsen ...
... und vor allem das Prebischtor, das größte Felsentor in Europa.
Ich gehe nun bergab (auch nicht sonderlich steil) in Richtung Hrensko. Die Schüler biegen zum Glück nach Mezni Louka ab.
Ein sogenannter Luftwurzler (vielleicht habe ich den Begriff auch erfunden):
Es folgt ein Abschnitt, der mit Steinen gepflastert wurde.
Als ich kurz nach 12 die Straße von Mezni Louka nach Hrensko erreiche, lege ich Mittagspause ein. Danach geht man rund einen Kilometer neben der Straße, bis man die Abzweigung zur Edmundsklamm erreicht. Hier stehen ein paar Gasthäuser, und neben der Straße gibt es kostenpflichtige Parkplätze.
Ich gehe neben dem Bach in Richtung Klamm, ...
... bis ich jenen Abschnitt erreiche, wo man in ein Boot umsteigen muss.
Der Fahrpreis für die 15-minütige Fahrt (angetrieben durch Menschenkraft mit einer langen Stange) beträgt 120 Kronen.
Nach der Bootsfahrt wartet ein Gasthaus auf die Klammwanderer. Hier treffe ich die Schulklasse vom Prebischtor wieder.
In Komoot hatte ich eine Route geplant, die noch einen weiteren Fährabschnitt durch die Wilde Klamm umfasst. Der Weg danach ist allerdings gesperrt (Felssturz?), darum verlasse ich die Klamm über Stiegen - bei der herrschenden Hitze (die Klamm hat keine Abkühlung geboten, vielmehr waren die Kunststoffsitze im Boot so heiß, dass ich mir fast die Pobacken verbrannt habe) kein Vergnügen!
Der letzte Wegabschnitt führt neben einer wenig befahrenen Straße zum Parkplatz, wo ich um 15 Uhr eintreffe.
Ich hole Campingsessel und Hocker aus dem Keller und stelle sie neben Ludwig. 30 Grad im Schatten lassen sich nämlich draußen besser aushalten als 35 Grad im Inneren des Autos.
Nach eineinhalb Stunden richte ich alles für die Weiterfahrt her. Ich fahre zu einem Platz nahe Srbska Kamenice, der in Park4night folgendermaßen beschrieben ist: „Parken entlang der Straße, wenig Verkehr am Abend, Blick auf den Teich, ein paar Fischer.“ Der Platz stellt sich als brauchbar heraus. Ich positioniere Ludwig so, dass ich die Seitentür öffnen kann, ohne dass das von vorbeifahrenden Fahrzeugen aus zu sehen ist. Noch ist es ziemlich heiß, aber ich höre Donnergrollen.
Ich koche Pasta in Pilz-Sauce, dazu grünen Salat. Es fallen ein paar wenige Tropfen, aber das Gewitter zieht an mir vorbei.
Meine Wanderung:
Meine Route:
Kilometerstand: 2044 km (40 km gefahren).