Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Eingang zum Blumengarten, der gemeinsam mit dem Schloss Kremsier zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Rotunde kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Der Eintritt inkl. Führung kostet 190 Kronen.
Der Name Blumengarten ist etwas übertrieben, denn man würde sich eigentlich viel mehr Blumen erwarten.
Es gibt ein paar Springbrunnen ...
... und eine Kolonnade mit Statuen von griechischen und römischen Göttern. Dies alles wäre den Eintrittspreis nicht wert, ...
... gäbe es nicht die sehenswerte Rotunde ...
... mit einem Focaultschen Pendel in der Mitte, mit dem die Rotation der Erde nachgewiesen werden kann.
Vom Vortrag des Guides verstehe ich natürlich nichts, aber ich kann in diesen 25 Minuten in aller Ruhe Fotos und Videoaufnahmen machen.
Um 11:45 bin ich bei Ludwig zurück, wo ich eine flüssige Mahlzeit zu mir nehme. „Regenradar“ zeigt einige kleine Regenzonen, die die Stadt treffen könnten, die sich aber auch schon vorher auflösen könnten.
Um 12:20 breche ich wieder auf. Bis zur Innenstadt, die unter Denkmalschutz steht, sind ein paar hundert Meter zu gehen. 1997 wurde Kromeriz zur schönsten historischen Stadt Tschechiens gewählt.
Die Kirche des heiligen Johannes des Täufers ist versperrt, so dass ich sie nur durchs Gittertor fotografieren kann. Auf dem Rückweg übt hier ein Kinderchor Songs aus „Jesus Christ Superstar“.
Nicht weit entfernt erhebt sich die große St. Mauritius-Kirche.
Das UNESCO-Welterbe-Schloss Kremsier kann im Rahmen mehrerer Führungen besichtigt werden. Die Kassierin spricht leider kein Englisch (das sollte bei einer solchen Attraktion eigentlich Berufsvoraussetzung sein), aber auf diversen Tafeln kann ich entnehmen, dass Fotografieren verboten ist. Da ich den:die Führer:in nicht verstehen würde, ist ein solcher Rundgang ein Programm für Regentage.
Es ist nun aber die Sonne heraus gekommen, so dass ich lieber einen Spaziergang durch den großen Schlosspark unternehme, der ohne Eintrittskarte betreten werden darf.
Dort wo ich den Park verlasse, befinden sich einige Parkplätze, wo auch Ludwig stehen könnte. Ich besichtige die Kirche der Gesegneten Jungfrau Maria ...
... und erreiche schließlich den großen Hauptplatz - schade, dass Autos nicht von hier verbannt wurden.
Um 15 Uhr bin ich wieder bei Ludwig, wo ich mich etwas ausruhe und den Blog schreibe. Danach fahre ich ins Dorf Sazovice, wo die neue Kirche des hl. Wenzel erbaut wurde. 2017 wurde sie als bester Kirchenneubau weltweit ausgezeichnet. Es gibt dort einige Parkplätze, die aber für Ludwig zu klein sind. Dreihundert Meter weiter kann ich aber stehen bleiben.
Die Kirche ist offen, so dass ich ein paar Fotos im Inneren schießen kann.
Es wird Zeit, sich nach einem Übernachtungsplatz umzusehen. Im Womo-Reiseführer finde ich die Koordinaten einer Übernachtungsmöglichkeit bei den Sportanlagen in Zlin, einer Industrie- und Universitätsstadt mit ca. 75.000 Einwohnern. Ich treffe um 17:30 ein. Es handelt sich um eine Sackgasse. Nach einigen Tennishallen kommen noch ein kleines Hotel und eine Pizzeria. Ich denke, wenn die Sportanlagen schließen, wird es hier ziemlich ruhig sein. Allerdings führt hinter einigen Bäumen und Büschen eine Hauptstraße vorbei, aber ich gehe davon aus, dass mich der Verkehr in der Nacht nicht stören wird.
Zum Abendessen gibt es faschierte Laibchen mit Tomatensalat.
Meine Route:
Kilometerstand: 605 km (99 km gefahren).