Um 10 Uhr warten wir zu sechst beim Höhleneingang auf den Tourguide.
Da alle Englisch sprechen, wählt er diese Sprache für seine Erklärungen.
Wir besichtigen zwei eigentlich getrennte Höhlensysteme, die aber durch einen Stollen verbunden wurden.
Von einer Brücke werfen wir einen Blick in einen Abgrund, der fast 100 m tief ist.
Die Höhlen werden von Fledermäusen bewohnt.
Früher fanden auch Bären und andere Tiere hier Unterschlupf. Das ausgestellte Skelett ist allerdings künstlich, das Original befindet sich in einem Museum.
Und natürlich gibt es zahlreiche Tropfsteine zu bewundern.
Die Tour dauert zwei Stunden und ist den Eintritt auf jeden Fall wert.
Ich verspeise eine Dose Sardinen. Am Nachmittag wird das Wetter unbeständig bleiben. Ich beschließe, ein Stück nach Westen zur Burg Pernstejn zu fahren. Eine Straßensperre erfordert einen Umweg, der mich für ein paar Kilometer auf eine Straße bringt, die mein Navi nicht kennt. Kurz nach 14 Uhr treffe ich auf dem kostenpflichtigen Parkplatz der Burg ein. Natürlich beginnt es gerade jetzt zu regnen. Bald wandelt sich der Regen in ein leichtes Nieseln.
Ein steiler Fußweg führt zur Burg hinauf.
Das Innere der Burg kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Da diese in Tschechisch abgehalten werden, verzichte ich darauf zu fragen, ob heute noch eine stattfindet (zumal dabei nicht fotografiert werden dürfte).
Stattdessen kaufe ich um 50 Kronen eine Eintrittskarte, die mir Zutritt zum Burghof gewährt.
Auch eine kleine Kirche kann betreten werden.
Das Parkticket muss an einem Automaten bezahlt werden. Für ein Auto sind - unabhängig von der Parkdauer - 100 Kronen fällig. Da ich noch einmal in Sloup übernachten möchte, gebe ich diesen Ort als Ziel ins Navi ein und wähle eine andere Route als jene, auf der ich hergekommen bin. Das erweist sich als Fehler. Die Straße ist zunächst sehr schmal und wird dann so schlecht, dass ich maximal 10 bis 15 km/h fahren kann.
Ich bin erleichtert, als es mir eine Abzweigung erlaubt, bei Hodonin eine Hauptstraße zu erreichen. Via Kunstat und Lysice gelange ich wieder zu einer Straßensperre. Sowohl das Navi als auch ich sind so verwirrt, dass wir uns verirren und in Blansko umdrehen müssen. Nach dieser anstrengenden Fahrt habe ich mir das Abendessen redlich verdient.
Meine Route:
Kilometerstand: 506 km (104 km gefahren).