Ich beginne den Sonntag mit einem Spaziergang zum Schloss ...
... und durch den Park ...
... in die Stadt. Am Hauptplatz steht vor dem Rathaus ...
... eine Wallenstein-Statue.
In der Kirche beginnt gerade eine Messe, was eine Besichtigung des Inneren verhindert.
Mein nächstes Ziel ist der Berg Jested westlich von Liberec. Das Problem: die Straße ist auf eine lange Strecke eine Baustelle, was mich an einer Ampel 15 Minuten lang warten läßt. Das zweite Problem: ich merke zu spät, dass mich die Sperre gar nicht betrifft, denn ich müsste eigentlich links abbiegen. Das kommt davon, wenn man glaubt, dass man dorthin fahren muss, wohin alle fahren. Auf der anderen Seite des Bergs drehe ich um, warte wieder mindestens 10 Minuten und nehme einen neuen Anlauf. Dieses Mal komme ich zu dem Parkplatz etwas unterhalb des Gipfels (200 Kronen Gebühr). Es gibt auch einen kleinen Parkplatz ganz oben (um 50 Kronen mehr), aber der ist für PKWs ausgelegt und hat eine enge Zufahrt. Da gehe ich lieber ein paar hundert Meter zu Fuß.
Von Liberec führt eine Seilbahn auf den 1012 m hohen Jested.
Der Fernsehsender (zugleich Restaurant und Hotel) ist ein Nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik. Er wurde auch bei der UNESCO eingereicht, hat es auf deren Liste bisher aber nicht geschafft.
Ich mache Fotos vom Gipfelkreuz...
... und einem Gedenkstein, dann marschiere ich zu Ludwig zurück, um dort einen Mittagssnack zu verspeisen.
Als nächstes möchte ich Liberec alias Reichenberg besichtigen, eine Stadt mit knapp über 100.000 Einwohnern. Dankenswerterweise enthält der Womo-Reiseführer die Koordinaten eines Parkplatzes in der Nähe des Stadtzentrums. An Sams- und Sonntagen muss nur von 8 bis 13 Uhr Parkgebühr bezahlt werden.
Beim Parkplatz steht die erste Sehenswürdigkeit, ein Haus aus dem Jahr 1771.
Liberec verfügt über mehrere Straßenbahnlinien.
Am Hauptplatz findet eine Veranstaltung statt. Das Rathaus erinnert an jenes in Wien - kein Wunder, beide stammen vom selben Architekten.
An der Antonius-Kirche vorbei ...
... gelange ich zu den Wallensteinhäusern, den ältesten erhaltenen Gebäuden der Stadt.
Dann kommt die Heilig-Kreuz-Kirche, neben der die Kreuzwegstationen zu sehen sind.
Eine ungewöhnliche Bushaltestelle wurde von einem Künstler gestaltet und trägt den Namen „Das Mahl der Riesen“.
Ich gehe zu Ludwig zurück und verlasse Liberec in westlicher Richtung. Mein Ziel ist ein Parkplatz beim Stadtteil Prachen von Kamenicky Senov (30 Kronen für eine Stunde Parken).
Zu bestaunen gibt es hier den Herrenhausfelsen (Panska skala), eine Basaltformation, ...
... bei der Lava zu fünf- und sechseckigen Säulen erstarrt ist.
Es wird Zeit, ans Übernachten zu denken. Die Suche nach einem geeigneten Platz erweist sich aber als schwierig. Ich steuere zuerst einen Platz nördlich von Novy Bor an, der jedoch recht schief ist. In Krasna Lipa (wo ich auch tanke) liegen auf beiden Plätzen Erd- bzw. Sandhaufen, was keinen Platz für ein Auto lässt. Park4night zeigt in diesem Ort auch einen Parkplatz beim Bahnhof an, aber ich fürchte, dass in der Nacht Züge fahren und Lärm verursachen. Erst in einem Dorf westlich von Krasna Lipa finde ich einen geeigneten Platz - und merke dann, dass ich hier keine Internetverbindung habe. Mein Blog wird sich also verspäten.
Meine Route:
Kilometerstand: 2004 km (142 km gefahren).