Donnerstag, 23. Juni 2022

Tschechien, Tag 17 (Donnerstag, 23.6.2022)

Gestern vor dem Schlafengehen habe ich Ludwig noch einmal umgeparkt, denn der Parkplatz scheint neben einer Fabrik zu liegen, von der eine beständige Geräuschkulisse auch in der Nacht erzeugt wird. Auf der anderen Parkplatzseite und mit geschlossener Tür ist das aber kein Problem. Es bleibt ruhig, bis sich kurz vor sieben ein Wagen der Müllabfuhr in der Nähe hinstellt und den Motor laufen lässt.



Der Parkplatz der Burg Valdstejn ist nur wenige Kilometer entfernt. Zwischen 9 und 17 Uhr muss fürs Parken bezahlt werden. 



Ich könnte jetzt eine halbe Stunde warten, beschließe aber, mein Glück beim Schloss Hruba Skala ein paar km weiter zu versuchen. Es stellt sich heraus, dass der Parkplatz dort nur für PKWs ausgelegt ist, aber der deutsch sprechende Wärter lässt mich Ludwig auf einem abgesperrten Platz neben ein paar Verkaufsständen abstellen. Die Tagesgebühr kostet 100 Kronen.



Das Schloss Hruba Skala ist jetzt ein Hotel. Daneben steht eine kleine Kirche.



Die hiesige Felsenstadt liegt gleich neben dem Schloss.



Es ist immer wieder faszinierend, wie die Sandsteinnadeln aus dem Wald aufragen.



Ob zwei Stöcke ausreichen, um den Felsen am Umkippen und Wegrollen zu hindern?



Ich komme zu einer Gedenkstätte für verunglückte tschechische Bergsteiger.



Manchmal führt der Pfad hinauf zu Aussichtspunkten auf den Felsen.



Von dort ist auch das Schloss, bei dem ich Ludwig zurückgelassen habe, zu sehen.



Wie ein von Trollen vergessenes Spielzeug liegt dieser Felsbrocken mitten im Wald.



Der zur Burg Valdstejn führende Weg kommt an mehreren Quellen vorbei ...



... und an einem Teich.



Um dreiviertel 12 erreiche ich die Burg, bei der ich ursprünglich parken wollte.



Der Eintritt kostet 90 Kronen. Es gibt auch geführte Touren um 110 Kronen, bei denen man auch einige Innenräume betreten kann.



Von einem Aussichtspunkt am Ende der Burg Valdstejn sind im Dunst die zwei Türme der Ruine Trosky zu erkennen.



Nachdem ich mich mit einem Apfel und einem halben Liter Cola gestärkt habe, mache ich mich auf den Rückweg. Man könnte einen recht einfachen Pfad gehen, ...



... aber ich biege bald links ab. Es geht Stufen hinunter und später wieder hinauf, und ich komme zu sehenswerten Aussichtspunkten.



Bald nach 14 Uhr bin ich zurück bei Ludwig. Die Anzeige des Wassertanks ist heute morgen erstmals auf ein Drittel gesunken. Auch wenn ich weiterhin sehr sparsam bin, wird das wahrscheinlich nicht bis zum Ende des Urlaubs reichen. Ich beschließe daher, den Rest des Tages auf einem Campingplatz zu verbringen und dort meine Wasservorräte zu ergänzen. Das Autocamp Sedmihorky liegt nur wenige Kilometer in Richtung Turnov entfernt. Ich melde mich in der Rezeption an und bezahle 385 Kronen (nicht ganz 16 Euro) für eine Nacht.



Strom ist inklusive, aber Ludwigs Batterien sind fast zur Gänze gefüllt, so dass ich darauf verzichte, das Kabel auszurollen. Ich hole mit dem Kanister Frischwasser von einem nahen Wasserhahn und fülle den Tank mit ca. 60 Liter wieder voll. Dabei bemerke ich, dass im Tankverschluss etwas gebrochen sein muss, denn er lässt sich nicht mehr versperren.



Zum Campingplatz gehört auch ein Badeteich, aber dort ist viel los (es sind viele Jugendliche - auf Schulausflug? - da, die in Zelten übernachten), so dass ich aufs Schwimmen verzichte.



Ich setze mich lieber in den Schatten, um dort zu relaxen. Später esse ich dort zu Abend, sichere die Fotos und schreibe den Blog.



Meine Wanderung:



Meine Route:



Kilometerstand: 1590 km (18 km gefahren).