Baustellen, Straßensperren, Umleitungen, keine Ludwig-geeigneten Parkmöglichkeiten und zu schlechter Letzt ein zu kleiner WoMo-Stellplatz, der vollständig belegt ist - das war gestern ein stressiger Tag. Wenigstens konnte ich am Parkplatz in Clemency gut und ruhig schlafen. Ich stehe heute bereits um 6:45 Uhr auf und beeile mich mit dem Frühstück. Kurz nach 7 beginnen die Maschinen auf der angrenzenden Baustelle zu lärmen, und ab halb acht treffen vermehrt PKWs ein (hauptsächlich Eltern, die ihren Nachwuchs in den Kindergarten oder zur Schule bringen). Um durch die zwei blockierten Parzellen nicht zu stören, breche ich um 7:50 Uhr auf. Die Temperatur beträgt 9 Grad.

In der Nähe befindet sich das Dorf Kahler alias Koler (ca. 350 Einwohner). Ich vollende meine Morgenroutine (z.B. Zähne putzen), ...

... warte ab, bis der starke Morgenverkehr zwischen 8 und 9 Uhr abflaut und spaziere dann durchs Dorf, um Wandgemälde zu fotografieren.


Anschließend fahre ich zum P+R-Parkplatz südlich der Stadt Luxemburg.

Ich habe vom Mediamarkt noch kein Mail oder SMS bekommen, hoffe aber, dass das Ladekabel für meine Uhr inzwischen eingetroffen ist und nur vergessen wurde, mich zu verständigen.

Das ist tatsächlich der Fall.

Zurück in Ludwig schließe ich die Uhr sofort an und will eine Dose Lachsfilet essen. Allerdings bemerke ich am Brot Flecken, die nach Schimmel aussehen. Ich steige auf eine Flasche Yfood um.

Ich fahre zum Stellplatz in Dudelange und bin erstaunt, dass er tagsüber voll belegt ist. Ich entleere den Urinkanister und den Grauwassertank (wobei der Abfluss nicht erreichbar ist, wenn auf Platz 1 ein Wohnmobil steht; eine Französin hat aber ein flexibles Abflussrohr dabei, das sie mir borgt) und fülle den Wassertank. Ich vergesse, ein Foto zu machen. Ich fahre zu einem Parkplatz in Esch-sur-Alzette alias Esch an der Alzette alias Esch-Uelzecht (nur für PKWs bis 3,5 t, aber es sind viele Parzellen frei, so dass ich hoffe, dass auch ein Kastenwagen dort stehen darf). Zwischen 8 und 18 Uhr kostet das Parken 50 Cent pro Stunde. Da man mindestens 3 Euro bezahlen muss, gilt mein Ticket bis morgen um 10:18.

Ich könnte auch mit einem Bus ins Zentrum fahren, gehe aber die etwas mehr als eineinhalb Kilometer bis zum Beginn der Fußgängerzone zu Fuß. Die zweitgrößte Stadt Luxemburgs (ca. 36.000 Einwohner) ist keine Schönheit. Überaus sehenswert ist jedoch der Vorort Belval, früher ein Zentrum der Stahlindustrie, nun ein modernes Viertel, in dem u.a. die Universität angesiedelt ist. Ich frage in der Touristen-Info, wie man dorthin kommt (Buslinien 4 und 7 oder eine Station mit der Bahn). Ich gehe zum Bahnhof, und da der nächste Bus der Linie 4 in ebensovielen Minuten kommt, nehme ich diesen. Die zwei erhalten gebliebenen Hochöfen sind nun Industriedenkmäler, die besichtigt werden können (Eintritt in die "Möllerei": 3 Euro) - ein Highlight, das man unbedingt besichtigen sollte. Danach spaziere ich zwischen den modernen Bauten herum und mache Architekturfotos. Bei der Haltestelle fährt als nächstes ein Bus der Linie 7, der praktischerweise am Parkplatz vorbei kommt, wo Ludwig auf mich wartet. Auch wenn der Parkplatz neben einer tagsüber stark befahrenen Straße liegt, denke ich, dass sich die Autogeräusche in der Nacht in Grenzen halten werden. Ich werde daher hier übernachten.



















Mein Abendessen: Kaiserschmarrn mit Apfelmus. Joghurt mit Himbeeren und Nüssen.

Mein Weg durch Kahler:

Mein Weg durch Esch-sur-Alzette (inkl. zweier Busfahrten):

Meine Route:


Kilometerstand: 1550 km (59 km gefahren).