Die Nacht am großen Parkplatz in Esch-sur-Alzette war ruhig, aber um 6 Uhr weckt mich der rasch zunehmende Autoverkehr (die Luxemburger sind solche Frühaufsteher, die Sonne geht doch erst um 7:16 auf!). Ich schlafe gleich wieder ein. Als ich eine Stunde später aufstehe, erfreut mich wolkenloser Himmel - eine nette Abwechslung nach dem bisherigen Aprilwetter. Die Temperatur beträgt 11 Grad. Ein paar Parzellen neben Ludwig van Tourer hat ein VW-Bulli aus Spanien übernachtet.

Erster Stopp: die Lidl-Filiale in Differdange alias Differdingen alias Deifferdeng oder Deifferdang.

Zweiter Stopp: das ehemalige Erzabbaugebiet Fond-de-Gras, das jetzt ein Freilichtmuseum ist. Die Zufahrt ist holprig, der Eintritt frei.





Mein nächster Stopp liegt in Belgien. Auf dem Weg dorthin durchquere ich Clemency, wo ich vor zwei Nächten geschlafen habe. Um 11:20 überquere ich die Grenze. Der Zustand der belgischen Straßen erinnert an Italien. Schön, dass es am Ortsrand von Arlon einen offiziellen Stellplatz gibt. Nicht schön, dass er nur fünf Parzellen aufweist, die alle belegt sind.

Aber in Park4night sind mehrere Parkmöglichkeiten eingetragen. Ich fahre zu einem großen geschotterten Parkplatz (auf dem Weg dorthin komme ich an einer größeren Zahl von Längsparkplätzen entlang der Straße vorbei, wo ich Ludwig auch hätte abstellen können).

Ich esse Lachsfilet.

Nach dem Mittagessen unternehme ich einen Rundgang durchs Zentrum von Arlon alias Arel, einer Stadt mit rund 30.000 Einwohnern. Highlight ist die neugotische St.-Martins-Kirche mit beeindruckenden Glasfenstern. Der Kirchturm wird derzeit renoviert, darum ist er leider vollständig eingerüstet. Der in der Wikipedia unter den Sehenswürdigkeiten genannte Grand Place (oder heißt es "die" Grand Place?) hingegen ist nur in einer Hinsicht groß, nämlich als große Enttäuschung (mit Autos zugeparkt, keine schönen Gebäude rundherum).










Arlon ist im WoMo-Reiseführer das letzte Ziel in Belgien. Da ich den dort beschriebenen Touren weitgehend folgen möchte, mache ich mich auf den Weg zum ersten Stopp im WoMo-Reiseführer: Bastogne etwas mehr als 40 km weiter nördlich. Die Straße führt bei Martelange ein kurzes Stück durch Luxemburg. Hier wurden nebeneinander mindestens ein Dutzend Tankstellen errichtet. Bei einer davon fülle ich Ludwigs Tank zum günstigen Luxemburger Diesel-Einheitspreis von 1,424 Euro. Mein Ziel: der kostenlose, übernachtungsgeeignete Parkplatz beim Bastogne War Museum. TomTom spinnt mal wieder. Das Navi lässt mich die Hauptstraße verlassen, führt mich über schmale Nebenstraßen und dann durch Wohngebiete zum etwas außerhalb der Stadt gelegenen Museum, obwohl das - wie ich später auf Google Maps erkenne - sicher nicht der kürzeste und auch nicht der schnellste Weg ist. Dann die große Enttäuschung: der Parkplatz ist weder kostenlos noch übernachtungsgeeignet. Er kostet jetzt 5 Euro, und er ist in Park4night als Tagesparkplatz eingetragen (obwohl ein paar WoMos eine Übernachtung zu riskieren scheinen).

Ich erkundige mich bei der Kassa, wann das Museum schließt: in eineinhalb Stunden um 18 Uhr. Ein Rundgang mit Audioguide soll aber zwei Stunden dauern. Da der Eintritt ziemlich teuer ist (27 Euro), zahlt sich das heute nicht mehr aus. Ich beeile mich, zu Ludwig zurückzukehren, denn 20 Minuten Parken sind gratis. Tatsächlich kann ich den Parkplatz ohne zu zahlen verlassen. Ich bleibe vor dem Eingang mit eingeschalteter Warnblinkanlage stehen und suche in Park4night einen Übernachtungsplatz. TomTom führt mich durch ein Labyrinth enger Gassen - später sehe ich, dass mich Google Maps wieder einen viel einfacheren Weg hätte fahren lassen. Der Parkplatz beim Elisabeth-Park ist in Park4night als Tagesparkplatz eingetragen, ich sehe aber nirgends einen Hinweis, dass dies stimmt.

Ich unternehme einen Rundgang durch die Stadt, wobei ich auch einige weitere Park4night-Spots aufsuche (die mir aber alle nicht zusagen). Bastogne alias Bastnach wurde von den Nazis im Zuge der Ardennenoffensive weitgehend zerstört. Es ist heute eine Stadt mit viel Autoverkehr, die touristisch wenig zu bieten hat.




Mein Abendessen: Eierspeise mit Salat. Und Himbeeren im Joghurt, getoppt mit Nüssen.

Mein Weg durchs Freilichtmuseum:

Mein Weg durch Arlon:

Mein Weg durch Bastogne:

Meine Route:


Kilometerstand: 1641 km (91 km gefahren).