Am Morgen zeigt der Himmel über dem großen Parkplatz in Stavelot zahlreiche blaue Bereiche. Laut Wettervorhersage werden die Wolken aber bald überhand nehmen. Die Temperatur beträgt 8 Grad. Außer Ludwig hat noch ein zweites Wohnmobil hier eine ruhige Nacht verbracht.

Um 9 Uhr breche ich bei ebenso vielen Grad zur Besichtigung der Stadt (etwas über 7.000 Einwohner) auf. Erstmals auf dieser Reise habe ich nicht nur eine Weste, sondern auch eine Jacke an. Viele Häuser sind aus roten Ziegeln gebaut. Leider muss der recht schöne Platz in der Nähe der Kirche als Parkplatz fungieren. In der Abtei können drei Museen zum Preis von 11 Euro besichtigt werden: ein historisches über die Geschichte der 648 gegründeten Abtei, eines über den Dichter Guillaume Apollinaire und eines über die Rennstrecke Circuit de Spa-Francorchamps, unter anderem mit zahlreichen Rennautos. Außerdem gibt es eine Ausstellung mit Filmplakaten des belgischen Grafikers Laurent Durieux. Ich bin kurz nach der Öffnung um 10 Uhr der erste Besucher.










Ich verlasse Stavelot und fahre ein paar Kilometer zum Lidl in Malmedy. TomTom lässt mich von der Hauptstraße abfahren. Wenig später soll ich rechts abbiegen - allerdings befindet sich diese Straße auf einer Brücke über mir. Beim Lidl gibt es relativ wenige Parkparzellen, von denen ich zwei belegen müsste, aber dafür sind zu viele mit Autos belegt. Um die Ecke beim Jysk kann ich Ludwig jedoch abstellen.

Ich fahre zu einem zentrumsnahen Parkplatz, der jedoch voll ist. Ich gebe einen anderen Parkplatz ins Navi ein. Auf dem Weg dorthin halte ich in einer Wohnstraße.

Ich esse Weckerl mit der restlichen Mortadella, dem letzten hartgekochten Ei und dem letzten Käse.

Nach der Mittagspause fahre ich wieder näher ans Stadtzentrum, weil ich auch dort Parkmöglichkeiten gesehen habe.

Ich unternehme einen Rundgang durchs Zentrum von Malmedy (13.000 Einwohner). Laut Reiseführer gibt es hier die besten Fritten von Belgien. Ich habe zwar erst kürzlich gegessen, aber ein paar Pommes bringe ich sicher noch hinunter. Die erste Fritterie ist geschlossen, doch Le Kiosque hat geöffnet. Ich kaufe eine große Portion und deute auf einen Becher der zahlreichen Sorten Dip (Preis: 4,30 Euro). Schmeckt gut. Ob die Pommes anderswo in Belgien wirklich schlechter sind, muss ich herausfinden.







Es geht nun bergauf aufs Hohe Venn, eine Hochfläche mit einer Ausdehnung vom 600 qkm. Ein großer Teil davon steht unter Naturschutz. Ich fahre zum Parkplatz auf der Botrange, mit 694 m die höchste Erhebung in den drei Benelux-Staaten. Der WoMo-Reiseführer schreibt, dass man dort übernachten darf, was aber nicht stimmt. Zwischen 20 und 8 Uhr besteht für Wohnmobile Parkverbot.

Auf Wunsch des belgischen Königs Albert I. wurde dort der Baltia-Hügel aufgeschüttet. Wenn man auf die Treppe steigt, befindet man sich in 700 m Höhe.

Ich suche in Park4night nach einem Übernachtungsplatz. Bei der Staumauer der Wesertalsperre in der Nähe der Stadt Eupen ist eine Parkmöglichkeit für 6 Fahrzeuge eingetragen. Es handelt sich um eine Sackgasse, das heißt, es wird dort sehr ruhig sein. Was in Park4night nicht steht: die Fahrt über die Staumauer ist nur möglich für Fahrzeuge, die niedriger als 2,80 m sind (was auf Ludwig zutrifft). Ich ergänze diese wichtige Information.

Ich spaziere über die Staumauer und zurück und gehe zu einem Aussichtsturm, der jedoch nicht betreten werden kann.

Mein Abendessen: Faschierte Laibchen mit Salat. Danach eh-schon-wissen.

Zufällig sehe ich im Rückspiegel, dass der Himmel brennt. Ich springe rasch aus Ludwig, um ein paar Fotos zu machen.


Mein Weg durch Stavelot:

Mein Weg durch Malmedy:

Mein Weg zum höchsten Punkt der Benelux-Staaten:

Mein Weg über die Staumauer der Wesertalsperre:

Meine Route:


Kilometerstand: 1929 km (51 km gefahren).