Die Parkbuchten bei der Staumauer der Wesertalsperre sind ein ausgezeichneter Ort zum Übernachten. Zwei weitere Wohnmobile haben die Nacht hier verbracht. Der angesagte Regen ist ausgeblieben (weiter südlich in Luxemburg wäre Ludwig ziemlich nass geworden). Heute ist es bewölkt bei 7 Grad.

Ich fahre zum Lidl in Eupen. Eigentlich brauche ich nichts (die Lidl-Dichte in dieser Gegend ist groß, so dass ich in den nächsten Tagen immer wieder eine Filiale in der Nähe haben werde), aber die Stadtdurchfahrt zeigt mir, dass eine Besichtigung von Eupen (20.000 Einwohner) nicht unbedingt notwendig ist (die Autoren des WoMo-Reiseführers haben die Stadt nicht besucht). Ich kaufe Käse und Manner-Schnitten, die in Aktion sind (ob wirklich günstig, kann ich nicht sagen, da ich den Preis in Österreich nicht weiß).

100 m weiter verlangt eine Tankstelle den für Belgien guten Preis von 1,562 Euro pro Liter Diesel. Zeit für einen Tankstopp!

Ich kehre zur Tour 7 des WoMo-Reiseführers zurück, genauer gesagt zum Gileppe-Stausee. Die vier Stellplätze für Wohnmobile sind voll, deshalb verwandle ich Ludwig in einen PKW und stelle ihn auf den PKW-Parkplatz.

Ich fahre mit dem Lift auf den Aussichtsturm ...


... und spaziere dann zur Mitte des Staudamms, ...

... wo eine 13,5 m hohe Löwenstatue errichtet wurde.

Es ist 11:30 Uhr. Ich esse Brote mit Aufstrich und Zwiebeln.

Weiter geht es in die 55.000-Einwohner-Stadt Verviers, bis weit ins 20. Jahrhundert ein Zentrum des Wollhandels und der Textilindustrie. Ich lasse mich zu den im WoMo-Reiseführer angegebenen Koordinaten leiten. Hier befindet sich ein großer Parkplatz (ob kostenpflichtig, ist nicht klar - zwar sehe ich ein Schild mit einer Tagesgebühr von 5 Euro, andererseits sind die Schranken bei Ein- und Ausfahrt aber offen), der jedoch eher für PKWs geeignet und ziemlich voll ist. Wahrscheinlich hätte ich Ludwig noch irgendwo untergebracht, aber ein Schokolademuseum reizt mich nicht sonderlich, und auch auf einen Fußmarsch ins Zentrum habe ich wenig Lust. Stattdessen folge ich weiter der Tour 7 des WoMo-Reiseführers, die mich zum Henri-Chapelle American Cemetery bringt.

Fast 8.000 weiße Kreuze erinnern hier an im 2. Weltkrieg in Belgien gefallene amerikanische Soldaten. Es weht ein kalter, unangenehmer Wind.






Nachdem ich diesen Ort als Tagesparkplatz in Park4night eingetragen habe, fahre ich zur ehemaligen Zisterzienserabtei Val-Dieu.

Ich besichtige die Basilika und kaufe in der Abtei gebrautes Bier (ob es wie Weihwasser gegen Vampire hilft?).


Mein letztes Ziel für heute ist das ehemalige Kohlebergwerk in Blegny. Am Parkplatz stehen mehr als ein Dutzend Wohnmobile, hauptsächlich aus den Niederlanden, ich sehe aber auch zwei aus Deutschland und je eines aus Dänemark und Finnland. Man darf hier zweimal pro Monat für maximal 24 Stunden parken (ich glaube nicht, dass das kontrolliert wird, zumindest nicht um diese Jahreszeit).

Ich mache mich sofort auf den Weg zum Empfangsraum und frage, ob die Mine heute noch besichtigt werden kann. Die letzte Führung beginnt in zwanzig Minuten um 16 Uhr. Ich kaufe ein Ticket um 16 Euro. Die Tour ist in Niederländisch, ich bekomme aber einen Audioguide, bei dem ich an den einzelnen Stationen die entsprechende Nummer eintippen und dann Informationen in deutscher Sprache hören kann. Das Kohlebergwerk war bis 1980 in Betrieb (der Guide hat hier noch gearbeitet) und wurde zusammen mit drei anderen Bergwerken 2012 in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen. Für die Tour muss man eine Arbeitsjacke anziehen und einen Helm aufsetzen. Mit dem Förderkorb gelangt man in einen Stollen in 30 m Tiefe. Später geht man über eine Treppe weitere 30 m tiefer. Zuletzt erfolgt die Besichtigung der Sortier- und Waschanlage. Die Tour dauert 90 Minuten.







Mein heutiges Abendessen: Maccharoni mit Schmelzkäsesauce und Salat. Heidelbeer-Joghurt mit Nüssen.

Mein Weg am Gileppe-Stausee:

Mein Weg beim Henri-Chapelle-Soldatenfriedhof:

Mein Weg bei der Blegny-Mine:

Meine Route:


Kilometerstand: 1996 km (67 km gefahren).