Ein weiterer mit grauen Wolken verhangener Tag beginnt. Die Temperatur beträgt 9 Grad. Fast zwanzig Wohnmobile haben den Stellplatz bei der Blegny-Mine verwendet.

Als nächstes Ziel steht Liege alias Lüttich auf dem Programm, mit 200.000 Einwohnern eine der größten Städte Belgiens. Die Parkplatzsituation dürfte für Wohnmobile nicht einfach sein, insbesondere tagsüber. Nach längerer Google-Suche finde ich den P+R Parkplatz in Vottem, wo - wie ich in Google Streetview sehe - die Parzellen zwar relativ klein sind, aber vielleicht kann ich Ludwig ja ganz hinten hinstellen. Bevor ich abfahre, nutze ich die kostenlose Ver- und Entsorgung des Stellplatzes.

Auf dem Weg zum Lidl in Blegny zwingt mich eine gesperrte Straße wieder einmal zu einem kilometerweiten Umweg. Luxemburg und Belgien, das nervt!

Ich esse Brote mit Guacamole.

Der P+R-Parkplatz Vottem liegt direkt bei einer Autobahnabfahrt, darum schalte ich im Navi das Vermeiden von Autobahnen aus. Am Parkplatz gibt es genug freie Parzellen. Gut, dass Ludwig nicht länger als 6 m ist.

Man kann mit Bussen der Linien 33 und 39 ins Zentrum fahren. Allerdings sind beide Fahrkartenautomaten außer Betrieb. Ich frage ein Paar, das auf den Bus wartet (beide sprechen Englisch), ob man beim Fahrer Tickets kaufen kann (man kann, allerdings nur mit Barzahlung) und ob man da auch ein Tagesticket bekommt (das wissen sie nicht, aber beim Einsteigen sagt der Mann auf Französisch dem Fahrer, dass ich ein solches möchte - es kostet 5,30 Euro).

Die Fahrt dauert ca. 15 Minuten. Ich steige bei der Place St. Lambert aus und beginne meine Erkundung der Stadt. Schon bald erreiche ich die Treppe Montagne de Bueren, die 374 Stufen umfasst. Den Hügel hinunter gehe ich auf einem Waldweg. Ich wechsle auf die andere Flussseite, auf der ich bis zu einer Fußgängerbrücke bleibe, deren Verlängerung mich zum modernen Bahnhofsgebäude bringt. Um 16:30 beginnt es zu nieseln - laut Vorhersage hätte es noch mindestens eineinhalb Stunden trocken bleiben sollen. Ich fahre ein paar Stationen mit der Straßenbahn, steige aber aus, um zur Kathedrale zu gelangen (die erste Lütticher Kirche, die offen ist). Da ich befürchte, dass es bald stärker regnen wird, beeile ich mich, zur Place St. Lambert zu gelangen, von wo ich mit dem Bus zum P+R-Parkplatz fahre (ich bin froh, dass ich ihn entdeckt und mir so den Stadtverkehr erspart habe). Ich fahre zur Blegny-Mine, wo ich ein zweites Mal schlafen werde.

























Heute gibt es zur Abwechslung Kidney-Bohnen (die ich bei der V+E-Station wasche) zur Eierspeise. Keine Abwechslung ist beim Dessert zu vermelden. Da ich auf die Yesss-Simkarte in der Fritzbox morgen ein neues Datenkontingent erhalte, kann ich heute das restliche Guthaben verbrauchen. Ich versetze mich via VPN nach Albanien, wo ich Youtube-Videos ohne Werbung anschauen kann.

Mein Weg durch Lüttich:

Meine Route:


Kilometerstand: 2033 km (37 km gefahren).