Samstag, 27. September 2025

Belgien und Luxemburg, Tag 22 (Samstag, 27.9.2025): Belgiens älteste Stadt

Drei trübe, verregnete Tage hintereinander - nicht in Belgien, sondern in Wien - haben zu neuen Negativrekorden bei der Stromerzeugung meiner PV-Anlage geführt: gestern 2,04 kWh, vorgestern 1,77 kWh und vor drei Tagen gar nur 1,58 kWh. Seit Anfang April habe ich mich selbst versorgt, aber jetzt hätte ich Strom dazukaufen müssen, wäre ich zu Hause gewesen (durch meine Abwesenheit hat der Speicher bei einem aktuellen Stand von unter 14 Prozent gerade noch gereicht). Und in Tongeren? Hier ist es bewölkt (könnte auch Hochnebel sein) bei 10 Grad.


Ich fahre zu einem Parkplatz etwas näher am Zentrum, doch eine Zusatztafel bei der Einfahrt verbietet das Parken von Wohnmobilen. 


Bei einem anderen Parkplatz sehe ich keine diesbezügliche Einschränkung.


Ich unternehme einen Rundgang durchs Stadtzentrum. Ein Autotreffen findet statt (ich sehe Sportwagen, aber auch alte Volvos, VW-Käfer, eine Ente etc., und es treffen noch mehr Fahrzeuge ein). Der Beginenhof gehört gemeinsam mit solchen in anderen Städten zum UNESCO-Welterbe (Zitat von der Website katholisch.de: "Beginen: Bezeichnung für eine im 12. Jh. im Rahmen der Devotio moderna entstandene religiöse Lebensgemeinschaft von Frauen, die zumeist in sog. Beginen-Höfen ein klosterähnliches Leben führten, jedoch ohne Gelübde und Klausur. Diese alternative Form des Zusammenlebens von Frauen war bes. im 13. und 14. Jh. in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden verbreitet."). Ebenfalls UNESCO-gewürdigt ist der Belfried (Glockenturm) der Liebfrauenbasilika, in der gerade eine Messe stattfindet, so dass ich sie nicht betreten kann. Eine Statue von Ambiorix (Anführer des Stammes der Eburonen) sieht aus wie Asterix (stammt aber bereits aus dem Jahr 1866). Als ich um halb 12 bei Ludwig zurück bin, beschließe ich trotz Hungers, noch einmal zur Basilika zu marschieren. Jetzt kann sie besichtigt werden.












Ich fahre zum Lidl in einem Gebiet mit zahlreichen Geschäften. Zuerst fürchte ich, keinen Parkplatz zu finden, aber es gibt zum Glück auch Bereiche, wo weniger Autos stehen.


Nach meinem Wochenendeinkauf esse ich Sardinen.


In Wien ist der Stromspeicher inzwischen zu 100 Prozent geladen. Jetzt können wieder drei Regentage kommen.


Sint-Truiden (etwas über 40.000 Einwohner) wird im WoMo-Reiseführer nur kurz erwähnt und kommt in drei weiteren Reiseführern (inkl. der ÖAMTC-Länderinfo) nicht vor. Ich fahre trotzdem hin, denn der dortige Beginenhof und der Belfried des Rathauses gehören zum UNESCO-Welterbe. Der große Parkplatz aus Park4night ist ziemlich voll, aber ich kann Ludwig doch unterbringen.


Der Beginenhof liegt gleich in der Nähe. In der Kirche kann man eine Kunstausstellung besichtigen. Bis ins Stadtzentrum muss man ein paar hundert Meter zurücklegen. Der Turm der Abtei hat vor 50 Jahren gebrannt. Dazu gibt es eine Fotoausstellung. In der Liebfrauenkirche ist die Schatzkammer kostenlos zugänglich. Leider ist der Grote Markt ein Parkplatz, die Autos werden sich wahrscheinlich nicht aus den Fotos retuschieren lassen.











Es geht auf 17 Uhr zu, das ist schon zu spät für eine Besichtigung der Stadt Hasselt. Es wird Zeit, einen Schlafplatz zu suchen. Ich probiere den offiziellen WoMo-Stellplatz in Herk-de-Stad. Er liegt neben einem Park und soll Platz für 6 Wohnmobile bieten, doch die letzte Parzelle wäre zu eng. Man darf hier maximal 48 Stunden stehen. Die Grauwasserentsorgung ist kostenlos, für Wasser muss man jedoch bezahlen. Es gibt eine öffentliche Toilette, die wahrscheinlich nur tagsüber offen ist. Ich stelle Ludwig zwischen ein belgisches und ein niederländisches Wohnmobil.


Mein Abendessen: Faschierte Laibchen mit Salat. Danach mein übliches Dessert.


Mein Weg durch Tongeren:


Mein Weg durch Sint-Truiden:


Meine Route:



Kilometerstand: 2111 km (42 km gefahren).