Donnerstag, 10. September 2020

Schweiz, Tag 13 (Donnerstag, 10.9.2020)

Als ich heute aufstehe, ist es neblig. Die Temperatur beträgt 9 Grad, fühlt sich durch den Wind aber kälter an. Die Dieselheizung hat trotz der dünnen Luft einwandfrei funktioniert. Ich fahre um 8:30 los und nehme die gepflasterte, kurvenreiche alte Gotthardstraße. Schon knapp unterhalb der Passhöhe verschwindet der Nebel.



Die Straße windet sich in engen Serpentinen abwärts. Es ist erstaunlicherweise kaum jemand unterwegs, und unter den wenigen sind fast mehr Radfahrer als motorisierte Fahrzeuge.



In Airolo drehe ich um und fahre die neue Gotthardstraße, die viel weniger Kurven hat, bergauf. Im Vergleich zur alten Straße hat man aber eine schönere Aussicht auf die Berge. Beim Fotospot wird gebaut, darum kann ich dort nicht halten. Ich bleibe ein paar hundert Meter weiter stehen und steige auf einen Hügel, von dem aus die Haarnadelkurven der alten Passstraße gut zu sehen sind.



Die nächste Etappe bis zur Abzweigung zum Furkapass bin ich gestern schon in der Gegenrichtung gefahren. Die Straße auf den Furkapass ist enger, als es die Passstraßen gestern waren. Ich fotografiere ein Straßenschild, das die Aufschrift „James Bond Str.“ trägt, weil hier Szenen für „Goldfinger“ gedreht wurden.



Die Szenerie ist herrlich.



Bei einem kleinen Parkplatz am Straßenrand beginnt ein Wanderweg zur Sidelenhütte in 2700 m Seehöhe.



Um 11:10 treffe ich am Furkapass (Pass Nr. 23, 2436 m) ein.



250 m weiter befindet sich ein Grand-Tour-Fotospot.



Auf der Westseite ist die Straße breiter, so dass durchgehend eine Mittellinie eingezeichnet ist.



In Reckingen wartet der nächste Fotospot auf mich. Das Dorf mit den vielen alten Holzhäusern wirkt wie ein Freilichtmuseum.



In der schönen Kirche findet ein Orgelkonzert statt, darum kann ich nur von ganz hinten ein Foto machen.



In Brig leitet mich Tomtom zu einer Straße, die auf eine Fahrzeugbreite von maximal 2,30 m beschränkt ist. Das sollte für Ludwig breit genug sein, doch als ich die Engstelle erreiche, bezweifle ich, dass ich sie durchfahren kann. Zahlreiche Kratzer in der Mauer zeigen, dass sich schon viele Lenker diesbezüglich verschätzt haben.



Ich kann zum Glück wenden. Ich parke dreihundert Meter weiter, dann kehre ich zu Fuß zurück. Nicht weit von der Engstelle entfernt befindet sich das Stockalperschloss.



Im Schlossgarten mache ich das nächste Fotospot-Selfie.



Unweit des Schlosses steht eine Kirche. Die Glasfenster in ihr gefallen mir besonders gut.



Nach Einkäufen bei Aldi und Lidl setze ich die Grand Tour fort. Die Route führt nach Täsch, den letzten Ort vor Zermatt, der mit dem Auto erreicht werden kann (Zermatt ist autofrei). Ausgehend von Zermatt könnte man gleich zwei Fotospots mit Blick aufs Matterhorn erreichen, allerdings nur mit Gondel bzw. Bahn. Das zahlt sich nur aus, wenn man die Bergfahrt mit einer Wanderung verknüpft. Das geeignete Wetter dafür wird aber erst für Sonntag und Montag vorhergesagt. Ich verzichte daher auf Selfies vor dem Matterhorn und suche in Park4Night einen Übernachtungsplatz. Ich entscheide mich für einen Parkplatz im Bergdorf Bürchen. Auch ein anderer Wohnmobil-Fahrer hat die gleiche Entscheidung getroffen.



Meine Route:



Kilometerstand: 2129 km (195 km gefahren).