Montag, 14. September 2020

Schweiz, Tag 17 (Montag, 14.9.2020)

Ich schlafe bis 7:20. Nach Duschen und einem gemütlichen Frühstück spaziere ich zum gut erhaltenen römischen Amphitheater. Avenches war in der Römerzeit deutlich größer als heute.



Um 9 Uhr setzt sich Ludwig van Tourer in Bewegung - bis zum nächsten Aldi, der sich allerdings als Auslieferungshalle und nicht als Supermarkt herausstellt. Also weiter zum übernächsten in der Nähe von Fribourg. Eine Baustelle (warum nur müssen die Schweizer so viel bauen?) hindert mich an der Zufahrt, ich muss bis zum nächsten Kreisverkehr und dort umdrehen. Aldi verkauft heute Nordic-Walking-Stöcke, bei denen ich zuschlage.



In Fribourg, mit annähernd 40.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt der französischsprachigen Schweiz, parke ich, wie im Womo-Reiseführer empfohlen, längs der Straße nahe der Zähringerbrücke. Ich zahle beim Automaten fünf Franken für drei Stunden (laut Aufschrift wären eigentlich sechs Franken fällig gewesen, aber das Display zeigt schon nach dem Einwurf eines Fünfers an, dass ich bis 13:37 parkieren darf) und marschiere über die Brücke in die Altstadt bzw. die Oberstadt.



Ich besichtige drei nah beieinander errichtete Kirchen: die Kathedrale St. Nikolaus von Myra, ... 



... die Liebfrauenbasilika ...



... und die Eglise des Cordeliers (Franziskanerkirche).



Anschließend spaziere ich durch die Fußgängerzone.



Über eine Treppe steige ich hinunter in die Unterstadt (Neuveville). Hier fährt auch eine Standseilbahn, die mit Wasserbalast betrieben wird.



Ich überquere den Fluss Saane auf drei kleinen Brücken. Die letzte davon ist überdacht.



Der Gehweg hinauf zur Straße, wo Ludwig geparkt ist, ist gesperrt (schon wieder eine Baustelle!), aber nachdem ich unter der Zähringerbrücke durchgegangen bin, führt ein anderer Gehweg im Zickzack hinauf. Ich esse eine Dose Sardinen und breche um 13:30 wieder auf. Ich passiere den Grand-Tour-Fotospot Fribourg, bei dem es aber keine Möglichkeit gibt, mit einem Auto zu halten. Die Grand-Tour-Route führt südwärts zum Stausee Lac de la Gruyere, bei dem ich die Staumauer überquere und einen kurzen Fotostopp einlege.



Nach einem Lidl-Einkauf ist mein nächstes Ziel die mittelalterliche Stadt Gruyeres. Wohnmobile müssen beim ersten von drei Parkplatzen halten, wo ich 2 Franken für zwei Stunden bezahle. Beim stadtnächsten (dritten) Parkplatz soll es einen Fotospot geben, doch als dieser nicht zu finden ist, mache ich ein Selfie ohne Fotospot.



Ich spaziere bei sommerlicher Hitze durch die autofreie Stadt, ...



... in der man ein H.R.Giger-Museum besuchen kann (Giger war der Designer des Alien im gleichnamigen Film).



Beim Schloss am Ende des Dorfes finde ich den Fotospot doch noch.



Nachdem ich die Kirche von Gruyeres besichtigt habe, ...



... suche ich in Park4night einen Übernachtungsplatz. Ich werde im Dorf Grandvillard fündig, ein paar Kilometer südlich von Gruyeres. Am Ortsrand gibt es einen ruhigen Parkplatz, den sich heute auch ein französisches Wohnmobil ausgewählt hat.



Nur hundert Meter von diesem Stellplatz entfernt befinden sich ein Wasserfall ...



... und eine Marien-Andachtsstätte.



Ich hole den Campingsessel aus dem Keller und relaxe für den Rest des Abends.



Meine Route:



Kilometerstand: 2689 km (84 km gefahren).