Dienstag, 15. September 2020

Schweiz, Tag 18 (Dienstag, 15.9.2020)

Duschen. Frühstücken. Getränkeflaschen im Kühlschrank nachfüllen. Zähneputzen. Und so weiter.



Um 8:38 gebe ich Gas. Eigentlich sollte es nach etwas mehr als 20 km in Chateau-d‘OEx einen Fotospot geben, aber er ist an der in der Karte eingezeichneten Position nicht zu sehen. Vielleicht wurde er wie in Gruyeres versteckt? Ich spaziere durch den Ort bis zur Kirche, finde aber nichts. Also mache ich hier kein Selfie.



In Chateau-d‘OEx startete 1999 der Ballon, der als erster die Erde umrundete.



Ein Kilometer weiter, auf dem Weg nach Rougement, fahre ich plötzlich am Fotospot vorbei. Dieser kommt so überraschend, dass ich ihn schon passiert habe, als ich ihn bemerke. Vielleicht sollte ich mich beim Schweizer Fremdenverkehrsamt beschweren? Wie dem auch sei - ich verzichte auf diesen Fotospot und lege einen Fotostopp in Rougement ein, der letzten französischsprachigen Gemeinde des Tals.



Der nächste Fotospot in Saanen mit Blick auf Gstaad befindet sich dort, wo er laut Karte sein soll, allerdings ist er mit Autos zugeparkt (zugeparkiert?).



Der Fotospot auf dem Berg Niesen ist mit Ludwig nicht erreichbar. Statt dessen halte ich in Spiez am Thunersee auf einem Parkplatz nahe des Schlosses, der im Womo-Reiseführer empfohlen wird. Ich zahle 5 Franken für zweieinhalb Stunden Parkieren, von denen ich etwas Zeit fürs Mittagessen abzwacke.



Danach spaziere ich zum See ... 



... und zum Schloss.



Außerdem besichtige ich die Schlosskirche.



Das nächste Ziel ist ein Parkplatz in Thun. Die Koordinaten stammen wiederum aus dem Womo-Reiseführer. Bis ins Zentrum muss ich von hier etwas mehr als einen halben Kilometer gehen. Ich bezahle 2 Franken für drei Stunden Parken. Um 4 Franken kann man einen Tag lang parkieren und könnte hier auch übernachten (wobei ich nicht weiß, ob der Tag ab Ankunftszeit gilt, oder ob ab Mitternacht erneut 4 Franken fällig werden).



Thun, mit knapp 44.000 Einwohnern die elftgrößte Stadt der Schweiz, liegt nicht am Thunersee, sondern etwas unterhalb am Fluss Aare. Ein Teil der Altstadt wurde auf einer langgestreckten Insel im Fluss (genannt Bälliz) errichtet, zu der auf jeder Seite mehrere Brücken führen.



Die weißen Türme von Schloss Thun könnten aus einem Disney-Trickfilm stammen.



Ich betrete die Insel an der Spitze und gehe auf ihr entlang, mit einem kurzen Abstecher auf die rechte Flussseite beim Mühleplatz. Ich beobachte einen Surfer, der die starken Wellen bei einem Wehr nutzt.



Auf der Insel befindet sich eine Fußgängerzone mit den üblichen Shops, die man in Fußgängerzonen so antrifft, und durch die ich rasch gehe. Ich steige dann auf der rechten Flussseite zum Schloss Thun hinauf, in dem sich ein Museum befindet.



Bald danach erreiche ich die Stadtkirche.



Über die Kirchtreppe gelange ich hinunter zur Oberen Hauptgasse, ...



... der ich bis zum Rathausplatz folge.



Ich gehe auf der linken Aare-Seite (in Fließrichtung) zum Bahnhof und weiter zu Ludwig van Tourer.



Nun wird es Zeit, mit Park4night einen Übernachtungsplatz zu suchen. Der erste, den ich aufsuche, liegt nördlich des Thunersees und rund 500 Höhenmeter über dem Wasserspiegel. Es handelt sich um einen Parkplatz bei einem Reha-Zentrum, auf dem noch relativ viele Autos stehen. Der nächste befindet sich 800 m weiter im Wald, allerdings hat sich dort bereits ein Wohnmobil häuslich niedergelassen. Auf der Fahrt dorthin habe ich jedoch eine ebene Fläche neben der Straße gesehen, die mir geeignet erscheint. Es fahren hier schon tagsüber wenige Fahrzeuge, und in der Nacht wird auch das Glockengebimmel einer nahen Kuhherde aufhören. Ich hole den Campingsessel und plane eine morgen beabsichtigte Wanderung.



Das heutige Abendessen: Bratwürste mit Sauerkraut und Tomatensalat.



Meine Route:



Kilometerstand: 2792 km (103 km gefahren).