Mittwoch, 16. September 2020

Schweiz, Tag 19 (Mittwoch, 16.9.2020)

Lang schlafen, dann Aufbruch um 8:45. Es geht etwas mehr als 50 Kilometer in den Süden bis hinter Adelboden.



Während der Fahrt bergab halte ich kurz, um die Aussicht auf den Thunersee und die dahinter liegenden Berge zu dokumentieren.



Um 10:30 treffe ich am großen Parkplatz der Seilbahn auf die Engstligenalp ein. Ich werfe mich in Wanderoutfit, packe den Rucksack, esse zu Mittag und benutze die öffentliche Toilette in der Seilbahn-Talstation.



Ich möchte eine Wanderung entlang von Wasserfällen unternehmen, die im Womo-Reiseführer empfohlen wird. Die einfache Variante wäre, mit der Seilbahn um 22 Franken ca. 550 Höhenmeter nach oben zu fahren und dann nur abwärts zu wandern. Das erscheint mir aber zu leicht. Ich entscheide mich dazu, auch hinauf zu gehen.



Bald nach 11:45 marschiere ich in einer Seehöhe von 1400 m los. Ein Wegweiser gibt an, dass man 1 Stunde und 45 Minuten braucht, um die Alm zu erreichen. Da ich oft fotografiere und filme, werde ich sicher länger unterwegs sein. Außerdem nehme ich nicht den kürzesten Weg.



Der erste Umweg führt an mehreren Klanginstallationen und Skulpturen vorbei.



Er bringt mich zum Fuß des Unteren Engstligenfalls.



Der zweite Umweg ist ein steiler Zickzackpfad zu einem Aussichtspunkt, 50 Höhenmeter weiter oben neben dem Wasserfall positioniert.



Wieder zurück am Wanderweg, geht es nun oft mit 25 bis 35 Prozent Steigung nach oben. Häufig wurden Stufen angelegt, die den Aufstieg erleichtern.



Wer es weniger anstrengend haben möchte, lässt sich von der Gondel transportieren.



Als um 13:30 der Obere Engstligenfall in Sicht kommt, fallen ein paar Regentropfen. Zum Glück bleibt es bei diesen wenigen Tropfen (oben auf der Alm ist die dunkle Regenwolke weitergezogen, so dass wieder die Sonne scheint). Das abfließende Wasser wird auf einer Brücke überquert.



Rechts vom Wasserfall mühe ich mich weiter bergauf.



Um 14:15 ist die Engstligenalp erreicht.



Nach einer Pause (bei der u.a. ein Mars-Schokoriegel verbrauchte Energie sofort zurück bringt) folgt noch ein letzter Aufstieg zu einem Gipfelkreuz in 1960 m Seehöhe. Dort lasse ich mich um 14:45 fotografieren.



Ein komischer Vogel ist dort auch unterwegs.



Ein paar Minuten später beginne ich mit dem Abstieg. Ich wähle dafür einen anderen Pfad, der weiter unten in den Weg mündet, den ich heraufgekommen bin.



Es gibt noch einmal einen schönen Blick auf die obere Kaskade.



Dort hinunter muss ich:



Um 16 Uhr treffe ich bei Ludwig van Tourer ein. Ich beschließe, die Nacht am selben Stellplatz wie gestern zu verbringen. Kurz vor 18 Uhr komme ich an.



Meine Route:



Kilometerstand: 2900 km (108 km gefahren).