Samstag, 5. September 2020

Schweiz, Tag 8 (Samstag, 5.9.2020)

Die zweite Reisewoche beginnt mit blauem Himmel. Die Temperatur ist während der Nacht auf 15 Grad zurückgegangen. Ich breche um 8:15 auf und fahre ein paar Kilometer bis Schiers, wo ich links in Richtung Schuders abbiege. Es dürfen hier nur Fahrzeuge mit maximal 2,30 m Breite unterwegs sein. Die Salginatobelbrücke ein paar Kilometer weiter wurde im Jahr 1930 eröffnet und gilt als Meisterwerk der Ingenieurskunst. 



Ich mache eine Rundwanderung, die mich hinunter zum Bach und auf der anderen Brückenseite wieder zur Straße bringt.



In Klosters halte ich am zentralen Parkplatz. Zwischen 8 und 18 Uhr kostet das Parkieren 1 Franken pro Stunde (ich zahle für 1 Stunde bis 11:17). Das Camping-Verboten-Schild ist durchgestrichen, das heißt, wenn man nach 18 Uhr kommt, darf man gratis übernachten.



Ich gehe zuerst zu einem kleinen Heimatmuseum, dem Nutli-Hüschi, ...



... und besichtige dann die Kirche.



Die Grand Tour of Switzerland führt danach in Richtung Davos, biegt aber kurz nach dem Ortsschild nach links ab zum Flüelapass. Während der Auffahrt halte ich neben der Straße, um die Passstraße zu fotografieren.



Ein paar Kilometer weiter gibt es wieder einen Grand-Tour-Fotospot. Zeit für ein Selfie!



Am 11. Pass der Reise,  dem 2384 m hohen Flüelapass, mache ich einen Fehler, der fast zum Ende der Reise geführt hätte. Ich biege links ab, um zu parken, und merke zu spät, dass der Feldweg ziemlich steil zur Parkfläche hinunter führt und der Regen einige tiefe Löcher ausgewaschen hat. Es besteht die Gefahr, dass ich beim Hinauffahren aufsitze und entweder den Auspuff oder den Abwasserhahn abreiße. Nach langem Grübeln glaube ich einen Weg gefunden zu haben, auf dem ich einerseits genug Schwung habe, um den Anstieg zu bewältigen, und andererseits nicht in eines der Löcher fahre. Es gelingt! Mir fällt ein riesiger Felsbrocken vom Herzen.



Kurz hinter dem Pass stoppe ich in einer Parkbucht am Straßenrand, um zu verschnaufen, das Adrenalin abzubauen und einen Mittagssnack zu verspeisen.



Um 14 Uhr setze ich die Fahrt fort. Ich verlasse die Grand-Tour-Route und fahre auf einer gut ausgebauten Straße in das Bergdorf Guarda (ungefähr 1650 m Seehöhe). Ein Schild am Ortsbeginn warnt Womo-Fahrer vor der Weiterfahrt, da es Engstellen gibt und keine Wendemöglichkeit. Ich halte am kostenpflichtigen Parkplatz vor dem Dorf (Toilette ist vorhanden) und bezahle 1 Franken für 2 Stunden Aufenthalt. Dann spaziere ich nach Guarda ...



... und bewundere die mit Malereien geschmückten Häuser.



Eineinhalb Stunden später kehre ich zur Grand-Tour-Route zurück - aber nicht lange, denn der nächste Abstecher führt mich durch den Schweizer Nationalpark auf den Ofenpass (Pass Nr. 12), wo ich um 17:30 eintreffe.



Wieder im Tal, halte ich in Müstair, dem östlichsten Ort der Schweiz. Hier befindet sich das Kloster St. Johann, ein UNESCO-Welterbe.



Ich besichtige die Klosterkirche ...



... und den Hof des Klosters.



Da ich mich in einem sehr Wohnmobil-unfreundlichen Teil der Schweiz befinde, ...



... überquere ich die Grenze nach Südtirol (sowohl von den Schweizer als auch den italienischen Grenzbeamten werde ich durchgewunken). Ein paar Kilometer weiter gibt es in Glurns Parkplätze für Wohnmobile, die zwischen 8 und 19 Uhr 1 Euro pro Stunde kosten (maximal 8 Euro pro Tag). Da ich kurz nach 19 Uhr eintreffe, darf ich gratis übernachten (sofern ich morgen spätestens um 8 Uhr abfahre). Nicht weit entfernt befindet sich eine öffentliche Toilette.



Zum Abendessen gibt es heute Bratwürste mit grünem Salat.



Meine Route:



Kilometerstand: 1244 km (147 km gefahren).