Freitag, 11. September 2020

Schweiz, Tag 14 (Freitag, 11.9.2020)

Am Stellplatz in Bürchen gibt es auch einen Wasserhahn. Ich nutze die Gelegenheit, den Tank zu füllen. Nach dem Duschen fahre ich ein paar Kilometer bergab zu einer freien Fläche neben der Straße, wo ich frühstücke und Ludwig reinige.



Um 9:30 breche ich auf. Laut Womo-Reiseführer ist das Rhone-Tal landschaftlich nichts Besonderes (schöner wären Abstecher in Seitentäler, für die ich aber keine Zeit habe). Da es hier auch keine Grand-Tour-Fotospots gibt, soll es gleich ohne Pause mehr als 100 km bis zum Genfer See gehen. Der Himmel ist wieder blau mit einigen kleinen Wölkchen. So gegen 10 Uhr wechseln die Aufschriften von deutsch zu französisch. Als Ziel habe ich das Schloss Chillon eingegeben, habe aber wenig Hoffnung, dass ich dort halten kann. Neuneinhalb Kilometer vor dem Ziel pausiere ich neben der Straße und esse zu Mittag.



Positive Überraschung: es gibt freie Parkplätze beim Chateau Chillon. Die Eisenbahngeleise können in einem Fußgängertunnel unterquert werden, anschließend führt der Weg direkt am Seeufer entlang.



Eine Besichtigung des Schlosses kostet 13,50 Franken. Es herrscht Maskenpflicht, und in den Innenräumen ist angegeben, wie viele Personen sich gleichzeitig in ihnen aufhalten dürfen. Da das Schloss heute nicht besonders viele Besucher hat, ist das Abstandhalten kein Problem.



Ich folge den Pfeilen am Boden, die den bevorzugten Weg durch das Schloss markieren. Ich besichtige Verliese im Keller ...



... und Wohnräume im Obergeschoss.



Der nächste Grand-Tour-Fotospot liegt im Lavaux, einem Weinbaugebiet am Ufer des Genfer Sees. Die Straße führt auf Weinberge (ungefähr bis zu 200 m über der Seeoberfläche) hinauf. Allerdings gibt es kaum Parkplätze, vor allem keine Reisemobil-geeigneten. Auch einen Kilometer weiter im Dorf Chexbres ist keiner zu kriegen. Ich programmiere deshalb das nächste Zwischenziel im Navi. Bald darauf finde ich eine Haltemöglichkeit entlang der Straße, von wo ich einen ähnlich schönen Panoramablick auf den See habe wie am Fotospot.



Die Route führt nun wieder zum Seeufer hinunter und durchquert Lausanne (wobei Tomtom eine etwas eigenartige Strecke plant - nicht zum ersten Mal an diesem Tag -, die mir etwas mehr von der Stadt zeigt, als nötig gewesen wäre). Beim nächsten Fotospot, dem Hafen der Stadt Morges, gäbe es zwar ein paar freie Parkplätze, aber die sind Womo-ungeeignet. In Pocket Earth entdecke ich einen großen Parkplatz beim Fußballplatz, nicht weit vom Hafen entfernt. Dort stelle ich Ludwig ab und bezahle am Automaten 1,50 Franken für eine Stunde.



Ich absolviere das schon traditionelle Fotospot-Selfie ...



... und gehe ein wenig beim Hafen ...



... und entlang der Uferpromenade spazieren.



Der letzte Fotospot des Tages liegt nicht direkt auf der Grand-Tour-Route, sondern entlang einer Zufahrtsstrecke von der französischen Grenze bei Genf, und zwar im Städtchen Coppet. Die Parkgebühr ist ein Schnäppchen, ich zahle 0,50 Franken für drei Stunden (die ich bei weitem nicht in Coppet verbringe). Da auch am vorangegangenen Fotospot in Morges der Genfer See zu sehen ist, zahlt sich die Fahrt nach Coppet eigentlich nicht aus. Jedenfalls bin ich hier am westlichsten Punkt meiner Schweiz-Rundreise. In Genf bin ich schon mehrmals auf Dienstreise gewesen, darum werde ich diese Stadt morgen nicht besichtigen (dass der Kanton Genf kürzlich von Deutschland als Risikogebiet eingestuft wurde, spielt bei dieser Entscheidung keine Rolle, da eine Reise im Wohnmobil wohl weniger riskant ist, als wenn ich mich derzeit in Wien aufhielte; wer ab Montag aus Wien kommend in die Schweiz einreist, muss sich sofort in Quarantäne begeben - wie gut, dass ich schon vor zwei Wochen gekommen bin).



In Park4night finde ich einen Übernachtungsplatz fast am See, ein paar Kilometer nördlich von Coppet.



Als Abendessen gibt es mal wieder Faschierte Laibchen mit Salat (hauptsächlich Linsen).



Meine Route:



Kilometerstand: 2342 km (213 km gefahren).