Nach einem Tankstopp in Dornbirn möchte ich in Lustenau beim Hofer einkaufen, aber die Filiale wird umgebaut. Also steuere ich den nächsten Lidl an.
Bei einem Hofer bleibe ich aber auch noch stehen.
Um 11:30 treffe ich auf Schweizer Boden ein. An der Grenze ist wenig los, ich werde von einem eidgenössischen Beamten durchgewunken. Ich halte beim Einkaufszentrum Rheinpark in St. Margrethen, gleich hinter der Grenze. Eigenartigerweise muss man hier fürs Parken bezahlen (einen halben Franken pro Stunde). Ich kaufe bei der Telekomfirma Sunrise eine Simkarte, die unlimitiertes Datenvolumen für einen Monat bietet (Preis: 50 Franken), und probiere gleich mit dem mobilen WLAN-Router aus, dass sie tatsächlich funktioniert. Außerdem hebe ich bei einem Automaten etwas Bargeld ab und esse in Ludwig zu Mittag (2 Weckerl mit Schinken, gekauft beim Lidl).
Ich beschließe, St. Gallen zu besichtigen. Ein kleiner Umweg führt über den Ruppenpass, also gebe ich dessen Koordinaten als Zwischenziel ins Navi ein. Die Straße ist teilweise recht eng, wobei es neben der Straße oft steil hinunter geht (mit Leitplanken würde ich mich deutlich wohler fühlen). Worauf ich nicht gefasst war: diese Route führt sogar über zwei Pässe. Zuerst kommt der 1110 m hohe Pass St. Anton (Pass Nr. 6), auf dem sich u.a. ein kleines Feuerwehrmuseum und eine Kapelle befinden.
Bald darauf folgt der Ruppenpass (Pass Nr. 7), der mit 1003 m etwas niedriger ist.
In St. Gallen parke ich in der Lindentalstraße in der Nähe eines Bahnhofs. Zwischen 8 und 19 Uhr muss man pro Stunde 1,5 Franken bezahlen. Ich werfe 6 Franken in die Parkuhr ein und marschiere um 14:50 los.
Zuerst steige ich auf einen Hügel, von dem aus man den Bodensee sieht.
Dieses Naherholungsgebiet wird Drei Weieren genannt, weil sich hier mehrere künstlich angelegte Weiher befinden. Hier gibt es auch einen Fotospot der Grand Tour of Switzerland mit Blick auf die Altstadt, bei dem ich ein Selfie mache.
Danach steige ich eine lange Treppe in die Stadt hinunter und spaziere in Richtung Zentrum.
St. Gallen ist eine sehr schöne Stadt. Nachfolgend ein paar Fotos: zu sehen sind die Kirche St. Laurenzen, ...
... die Stiftskirche ...
... und der Gallusplatz.
In der Schweiz tragen sogar Statuen Mund-Nasenschutz-Masken.
Am Abend kommt sogar die Sonne hervor.
Auf dem Rückweg passiere ich die Kirche St. Mangen.
Auf dem Pass St. Anton habe ich einige Plätze gesehen, die sich für eine Übernachtung eignen. Auch Kai vom Youtube-Kanal TravelCampingLiving hat dort einen Stellplatz beschrieben. Ich halte mich an seinen Vorschlag und werde heute auf einem Wanderparkplatz übernachten, von dem aus man auf der einen Seite den Bodensee, auf der anderen Seite Vorarlberg (und vielleicht auch Liechtenstein) sehen kann.
Zum Abendessen gibt es Grillwürste mit Salat. Als Dessert esse ich Weintrauben in Joghurt.
Meine Route:
Kilometerstand: 794 km (117 km gefahren).