Beim Berghotel Franzenshöhe (Kehre 22) halte ich erneut.
Hier der Ausblick zwischen Kehre 10 und 9:
In Kehre 1 wartet ein recht großer Parkplatz auf Ludwig und mich.
Kurz vor 10 Uhr treffe ich auf der Passhöhe (2757 m Seehöhe, der höchste Gebirgspass in Italien) ein. Das Stilfser Joch ist der 13. Pass der Reise.
Ich steige auf die Dreisprachenspitze (2843 m) hinauf, wo ich Schweizer Boden betrete.
Die Aussicht ist grandios.
Man sieht hier Reste von Geschützstellungen und ein Kriegerdenkmal zur Erinnerung an im 1. Weltkrieg gefallene Soldaten.
Auf der Passhöhe ist viel los. Wie mag es hier erst im Sommer zugehen? Die Fahrt ist dann wahrscheinlich doppelt so schwer und anstrengend.
Zuletzt besichtige ich eine kleine Kapelle.
Um 11:25 fahre ich weiter. Nach ein paar Kehren halte ich bei einem Picknickplatz. Dunkle Regenwolken sind zu sehen.
Bald nach der Abzweigung zum Umbrailpass, der in die Schweiz zurück führt (ich bleibe aber in Italien), steht eine kleine Kirche.
Bei Kehre 20 (von oben gezählt) gibt es einen Wasserfall.
Von etwas weiter unten ist der Wasserfall besser zu sehen.
Nach 36 Kehren erreiche ich um 12:30 das Ende der Passstraße in Bormio (immerhin noch in einer Seehöhe von mehr als 1200 m) und setze die Fahrt in Richtung Livigno fort. Um 12:45 halte ich neben der Straße und esse Sardinen. 40 Minuten später breche ich wieder auf. Ich erreiche den 2293 m hohen Passo di Foscagno (Nr. 14).
Hier beginnt die zollfreie Zone Livigno. Ich halte bei der ersten Tankstelle und gönne Ludwig rund 80 Liter Diesel zum Preis von 78,5 Cent pro Liter. Es fängt zu regnen an. Ich verlasse die zollfreie Zone, ohne kontrolliert zu werden, und erreiche um 14:30 die Schweiz, wo ich von einem Beamten durchgewunken werde. Bald danach treffe ich am 2328 m hohen Berninapass (Nr. 15) ein, wo ich wegen des Regens nur rasch ein Foto von Ludwig schieße.
Ein Grand-Tour-Fotospot mit Gletscherblick ist mein nächstes Etappenziel. Da es weiterhin regnet, hole ich die wasserdichte Kamera und verlasse das Reisemobil nur kurz für ein Selfie.
Ein paar Kilometer weiter stoße ich wieder auf die Route der Grand Tour of Switzerland. Wegen des Abstechers nach Italien habe ich ein Stück davon ausgelassen, darunter auch den Fotospot im Dorf La Punt. Ich fahre deshalb die Tour-Route ausnahmsweise für ein paar Kilometer gegen den Uhrzeigersinn, parke in der Nähe des Fotospots (inzwischen scheint wieder die Sonne) und mache das übliche Selfie.
Da ich nach der anstrengenden Fahrt übers Stilfser Joch ziemlich müde bin und in dieser Wohnmobil-unfreundlichen Gegend das freie Übernachten verboten ist, suche ich den nächsten Campingplatz, der in der Nebensaison mit der ACSI-Card verbilligt ist. Der Campingplatz in Chapella ist nur 10 km entfernt. Als ich um 16:30 eintreffe, beginnt es wieder zu regnen. Ich suche ein freies Plätzchen in der Nähe des Sanitärgebäudes, und als die Rezeption um 17 Uhr öffnet, melde ich mich an und bezahle 20 Franken plus 2 Franken Kurtaxe.
Meine Route:
Kilometerstand: 1390 km (146 km gefahren).