Dienstag, 14. Mai 2024

Frankreich, Tag 12 (Dienstag, 14.5.2024): Dinan

Seit ein paar Tagen gibt es Probleme mit dem Home Assistant in der Steiermark. Zuerst ist mir aufgefallen, dass die Verbindung zu einigen Temperatursensoren verloren gegangen ist - dass bei allen gleichzeitig die Batterien leer wurden, erscheint mir unwahrscheinlich. Gestern Abend habe ich eine längere Ursachenforschung durchgeführt und bemerkt, dass die meisten Zigbee-Geräte nicht mehr ansprechbar sind (auch Steckdosen und Lampen), die meisten Fenstersensoren aber noch funktionieren. Neustarten der Software und ein Reboot des Raspberry Pi brachten leider keine Änderung. Da ohne Temperatursensoren das Skript zur Steuerung der Heizkörperthermostate nicht läuft, schaltete ich es gestern aus und stellte die Thermostate auf selbständige Regelung um. Heute telefoniere ich lange mit meinem Bruder, um verschiedene Sachen auszuprobieren, aber auch der Zugriff auf die Raspi-Festplatte mittels Samba läuft nicht (zugegeben, den habe ich vor dreieinhalb Jahren eingerichtet und seither nie wieder verwendet), auch nicht bei mir am Macbook, wenn ich mich mit Wireguard ins Wasserstatt-WLAN einlogge. Derzeit bin ich ziemlich ratlos, was mit dem Zigbee-Netzwerk los ist.

Aber zurück in die Bretagne. Es ist bewölkt bei 13 Grad. Gelegentlich öffnet sich eine Lücke in der Wolkendecke und lässt für ein paar Minuten die Sonne durch. In den nächsten Tagen soll sich an dieser Wetterlage wenig ändern, und auch mit leichtem Regen ist immer wieder mal zu rechnen. Für mich bedeutet das, dass der Regenumhang immer einen Platz in der Fototasche haben muss.


Um 10:15 breche ich bei Sonnenschein zu einem Spaziergang ins Zentrum der kleinen Stadt Becherel auf. Es ist eine weitere petit Cite de Caractere und gleichzeitig die Cite du livre (Stadt des Buches), denn bei weniger als 700 Einwohnern gibt es rund ein Dutzend Buchläden und Antiquariate. Nach einer halben Stunde fängt es zu regnen an. Nach 10 Minuten ist der Spuk vorbei. Hier ein paar Fotos:






Zu Ludwig hat sich mittlerweile ein zweites WoMo gesellt. Auf einem Anhänger schleppt es ein kleines Auto mit.


Ich esse Brote mit Mortadella und Käse.


Anschließend breche ich nach Dinan auf. Ich probiere es zunächst beim kostenlosen Stellplatz in Lehon, der auch heute wieder voll ist, und bei einem Parkplatz aus Park4night in der Nachbargemeinde Lanvallay (mittlerweile höhenbeschränkt). Statt noch länger herumzusuchen, steuere ich den kostenpflichtigen Parkplatz unter dem Viadukt an. Der Automat mag meine Kreditkarten nicht, darum werfe ich 6,50 Euro für 4 Stunden ein. Ich bin gestern und heute schon zweimal praktisch durchs Stadtzentrum gefahren, und der viele Verkehr und große PKW-Parkplätze wirkten nicht gerade einladend - 4 Stunden sollten also für eine Besichtigung mehr als ausreichen.


So kann man sich irren. Die Autoren des WoMo-Reiseführers Bretagne haben Dinan in ihre Top 10 aufgenommen, und das wohl zu recht. Es macht Spaß, die Stadt auf und neben den Stadtmauern zu umrunden und dann durch die mittelalterlichen Gassen mit alten Fachwerkhäusern zu flanieren, wo man immer wieder neue Fotomotive findet. Kein Wunder, dass dort so viele Autos fahren und parken - ein touristisches Highlight zieht eben viele Besucher an. Wie vorhergesagt herrscht Aprilwetter (oder ist das das übliche bretonische Wetter?), mal fallen Regentropfen, und fünf Minuten später scheint wieder die Sonne. Ich steige auf den Uhrturm für einen Blick von oben (5 Euro), dann muss ich mich schon beeilen, um vor Ablauf des Parkscheins zu Ludwig zu gelangen. Ein paar Fotos (mehr gibt es wie üblich auf Komoot):


















Ich beschließe, heute in Pleslin-Trigavou zu übernachten. Auf der Fahrt dorthin nehme ich in einem Kreisverkehr versehentlich die falsche Ausfahrt. Das trifft sich gut, denn so komme ich zu einem Intermarche, wo ich um 1,676 Euro pro Liter tanke. Nebenan sehe ich einen Hofer aka Aldi. Eigentlich wollte ich nicht einkaufen, bin aber doch neugierig. Ein Baguette kostet 4 Cent mehr als beim Lidl, Orangensaft mit Fruchtfleisch gleich 40 Cent mehr, aber immerhin gibt es Bananen im Angebot um 99 Cent. Ich denke, ich werde künftig wieder hauptsächlich Lidl-Kunde sein.


Auf dem Stellplatz stehen bereits 7 WoMos, und später kommt noch ein Camper. Ich esse Faschierte Laibchen mit grünem Salat.


Mein Weg durch Becherel:


Mein Weg durch Dinan:


Meine Route:



Kilometerstand: 1998 km (43 km gefahren).