Donnerstag, 30. Mai 2024

Frankreich, Tag 28 (Donnerstag, 30.5.2024): Heilige, Feen und Wildschweine

Gut, dass ich nicht früh aufgestanden bin, um die Heiligen im Tal, das ein Hügel ist, bei Sonnenaufgang zu fotografieren, denn es ist bewölkt. Um 7:30 bereite ich gerade mein Müsli vor, als mich das Prasseln von Regentropfen aufschreckt. Aber es ist nur eine lokale Wetteranomalie, die nach zwei Minuten vorüber ist. Im Regenradar sind weit und breit keine Niederschläge zu sehen. Die Temperatur: 13 Grad.


Als ich kurz nach halb neun auf Fototour gehe, lassen Lücken in den Wolken immer wieder die Sonne durch. Ich bin völlig allein (abgesehen von über 100 Heiligen). Um 9:30 tauchen Arbeiter auf, die das Gras mähen, und um 10:15 kommen erste Touristen. Zwischendurch fallen dreimal ein paar Regentropfen, aber das dürfte in der Bretagne auch an einem trockenen Tag öfters passieren. Ich suche vergeblich nach einem Regenbogen. Um 11 Uhr kehre ich zu Ludwig zurück. Mehr Bilder als im Blog findet ihr wie üblich in Komoot:









Neben dem Besucherzentrum kann man zusehen, wie der Granit für die nächsten Statuen bearbeitet wird.


Ich esse Sardinen und ein 35-Cent-Baguette.


Nach der Mittagspause fahre ich nach Huelgoat und halte auf einem Wanderparkplatz kurz vor dem Ort. 


Ich habe gestern eine Tour aus der Rother-App in Komoot importiert, so dass ich letztere App als Wander-Navi verwenden kann. Die Wanderung ist nicht barrierefrei, denn an mehreren Stellen sind Bäume umgestürzt, wo man nicht weiß, ob man versuchen soll, unter- oder oberhalb vorbeizukommen, oder ob man am Weg bleiben und über Baumstämme und Geäst klettern soll. Die Wanderung führt zunächst zu einer Schlucht. Ich folge dann einem Wegweiser. Erst als das Handy sagt, "Du hast die Tour verlassen. Wirf einen Blick auf die Karte", merke ich, dass die Rother-Tour einen anderen Pfad nimmt, der zum "Teich der Feen" führt. Später gehe ich lange an einem Kanal entlang und gelange nach Huelgoat. Hier befindet sich eine alte Mühle. Durch ein Labyrinth von Granitsteinen kommt man zur Grotte des Teufels. Bald danach erreiche ich einen über 100 Tonnen schweren Granitblock, der  - an der richtigen Stelle angefasst - ein paar Zentimeter bewegt werden kann. Weitere Wegpunkte sind das Lager und die Grotte von König Artus sowie der "Teich der Wildschweine" (wo mir allerdings nur ein Hund ins Foto läuft). Nach fast 4 Stunden treffe ich bei Ludwig ein. Nachfolgend ein paar Bilder der Wanderung:













Ich fahre zu einem Parkplatz in Huelgoat, wo man nach kurzem Aufstieg einen Granitblock erreicht, der wie ein Champignon aussieht und auch so genannt wird.


In Huelgoat gibt es einen offiziellen Wohnmobil-Stellplatz. Vermutlich bis 2023 war dieser kostenlos. Jetzt werden 13 Euro für eine Nacht (plus Kurtaxe) kassiert (wobei Strom in diesem Preis inkludiert ist, aber die wenigsten Camper sind auf Strom angewiesen). Braucht man Wasser, zahlt man weitere 5 Euro für 10 Minuten. Bei diesen Preisen sehe ich mich nach einer Alternative um. Der Wanderparkplatz kommt nicht in Frage, da er meines Wissens in einem Naturschutzgebiet liegt, und im Ort Huelgoat besteht das Risiko, dass man in der Nacht geweckt und zum offiziellen Stellplatz geschickt wird. Ich fahre stattdessen 11 Kilometer zurück. In Poullaouen gibt es einen Gratis-Stellplatz für 5 WoMos (4 sind schon da, aber nebenan befinden sich Parkplätze des Sportplatzes, die man sicher auch benützen könnte) sowie eine Ver- und Entsorgungs-Station (wo man für Wasser nichts bezahlen muss).


Ich stärke mich mit Faschierten Laibchen und Eisbergsalat, ehe ich damit beginne, den heutigen Blogbeitrag zu schreiben.


Meine Besichtigung des Vallee des Saints:


Meine Wanderung in Huelgoat:


Meine Route:



Kilometerstand: 2820 km (33 km gefahren).