Freitag, 10. Mai 2024

Frankreich, Tag 8 (Freitag, 10.5.2024): Noch einmal Mont-Saint-Michel

[ACHTUNG: Vergesst nicht, das Posting von Tag 7 zu lesen!]

Meine Armbanduhr weckt mich um halb sechs. Eine Stunde später ist Sonnenaufgang, und ich mache mich auf den Weg zum Klosterberg, um ihn im Morgendunst zu fotografieren und zu erkunden, bevor der Besucheransturm losbricht. Ein paar andere Frühaufsteher sind bereits unterwegs. Ich lerne, dass es dort, wo die Flut eine hauchdünne Schicht Schlamm hinterlässt, sehr rutschig ist (die Schuhe, das rechte Hosenbein, die Fototasche und beide Hände sind danach ziemlich schmutzig - zum Glück weiß ich vom gestrigen Besuch, wo es eine Toilette gibt, so dass ich den größten Teil des Schlamms abwaschen kann). Ich kann Fotos mit wenigen oder gar keinen Touristen schießen. Die Abtei auf der Bergspitze öffnet um 9 Uhr. Ich kaufe im Internet eine Eintrittskarte für diesen Time-Slot (13 Euro). Als ich 10 Minuten vorher zum Eingang der Abbaye du Mont-Saint-Michel komme, wartet bereits eine lange Schlange. Der Stiegenaufgang ist dreigeteilt: links für Gruppen, in der Mitte für Besucher mit Eintrittskarte und rechts für Besucher, die erst noch ein Ticket kaufen müssen - die meisten warten in der Mitte. Es dauert 15 Minuten, bis ich den Eingang erreicht und die Taschenkontrolle absolviert habe. Wieder etwas gelernt: man sollte einen solchen Ort erst kurz vor dem letzten Einlass besichtigen, wenn man Fotos mit wenigen oder keinen Menschen machen möchte. Als ich die Abtei um 10:15 verlasse, herrscht in den Gassen des Mont-Saint-Michel Geschiebe und Gedränge - ab jetzt macht es hier keinen Spaß mehr. Ich beeile mich, zum Stadttor zu kommen, wo Polizisten dabei sind, Absperrungen zu errichten - wahrscheinlich werden in Kürze die Besucher nur noch schubweise hineingelassen. Ich fahre mit dem kostenlosen Bus zurück. Während ich zum Parkplatz P8 marschiere, beschließe ich, den Rest des Tages auf einem Campingplatz zu faulenzen (meine CPAP-Maske sollte mal wieder gewaschen werden). Hier sind Fotos meiner zweiten Besichtigung des Mont-Saint-Michel:























Der Ticket-Automat des Parkplatzes steht so ungünstig zur Sonne, dass man praktisch nichts lesen kann. Ich weiß nicht, ob ich die 23 Euro bezahlt habe (bis zum Abend taucht in den Apps keine Abbuchung auf) und will bei der Schranke bezahlen, aber diese öffnet sich, ohne dass ich das Ticket einschieben muss. Ich fahre zum Campingplatz Haliotis in Pontorson, ein paar Kilometer südlich des Mont-Saint-Michel (in der Gegenrichtung stauen sich die Autos). Mit der Acsi-Karte zahle ich in der Nebensaison für eine Nacht 21,55 Euro (inkl. Strom und Kurtaxe).


Es gibt einen Swimmingpool, aber da ihn niemand benutzt, gehe ich davon aus, dass er nicht geheizt ist. 


Ich esse Sardinen, dusche und reinige meine mit Schlamm beschmutzten Ausrüstungsteile. Danach setze ich mich in den Schatten und schreibe zwei Blog-Postings.


Am Abend esse ich Faschierte Laibchen, die mein Vater gekocht hat - dadurch wird im Gefrierfach Platz für mehr Eis ;-)

Mein Weg zum Mont-Saint-Michel:


Meine Route: 



Kilometerstand: 1800 km (7 km gefahren).