Samstag, 18. Mai 2024

Frankreich, Tag 16 (Samstag, 18.5.2024): Binic

Als ich gestern mit dem Schreiben des Blogs fertig war, ging gerade die Sonne unter. Ich schnappte die Kamera und ging rasch in den Ort Brehand hinein, um die Kirche in den letzten Sonnenstrahlen zu fotografieren. Dabei bemerkte ich, dass 100 m vom Stellplatz entfernt eine Ver- und Entsorgungs-Station steht.


Im Laufe der Nacht ist ein zweites WoMo eingetroffen.


Ich beschließe, Ludwigs Wassertank zu füllen sowie Abwasser- und Urin-Tank zu entleeren. 
Eigentlich wäre wieder ein Aufenthalt auf einem Campingplatz fällig. Ich möchte im Schnitt einmal wöchentlich auf einem solchen übernachten. Da ich das Gefühl habe, dass im bevorstehenden Reiseabschnitt das Freistehen schwieriger sein wird, verschiebe ich den aktuellen Campingplatz-Termin auf später.


Dass ein kleines Dorf abseits der Touristenströme kostenlose Infrastruktur für WoMos bereitstellt, ist nicht selbstverständlich. Ich bin zwar fürs Wochenende mit allem Notwendigen ausgerüstet, gehe aber zur Bäckerei (neben einer Fleischerei der einzige Laden im Ort) und kaufe Brot und eine Apfeltasche. Um 9:45 verlasse ich bei 13 Grad und Nebel Brehand und fahre nach Saint-Brieuc. Beim Parkplatz ist die Schranke offen und das Parken an diesem Wochenende wegen einer Veranstaltung verboten, beim nächsten gibt es aber genug Platz für Ludwig. Von 19 bis 9 Uhr wäre hier das Parken gratis.


Ich marschiere ins nahe Stadtzentrum. In einigen Gassen bieten Verkaufsstände Obst und Gemüse an. Überall laufen Vorbereitungen für das Musikfestival ArtRock, wobei mir die auftretenden Künstler alle unbekannt sind. Saint-Brieuc hat ca. 45.000 Einwohner und gefällt mir nicht besonders. Trotzdem möchte ich hier ein paar Fotos zeigen:




Um 12 Uhr ist mein Rundgang beendet. Ich zahle mit dem Handy am Parkautomaten 1,90 Euro und fahre zum nächsten im WoMo-Reiseführer genannten Stellplatz in Saint-Laurent-de-la-Mer. Ich habe Glück: 2 der 7 verfügbaren Plätze sind frei.


Ich esse ein paar Brote mit Mortadella und Käse. Ein hartgekochtes Ei habe ich auch noch. Als Dessert gibt es die Apfeltasche aus Brehand. Sie kostet zwar fast das Vierfache einer Lidl-Apfeltasche (zumindest beim derzeitigen Angebotspreis), schmeckt aber auch besser.


Ich fahre nach Binic. Am dortigen Wohnmobil-Stellplatz muss man gleich bei der Einfahrt mit Karte bzw. Handy bezahlen (6,50 Euro für 24 Stunden). Hier werde ich die Nacht verbringen.


Ich unternehme eine Wanderung, die mich zuerst zum Hafen und zum Leuchtturm! bringt. Dann folge ich dem Zöllnerweg nordwärts. Einmal ist der Küstenweg gesperrt, was einen Umweg durch ein Wohngebiet erforderlich macht. Ich erreiche die Pointe du Corps de Garde, wo auf einem Felsen ein Kreuz errichtet wurde. Hier drehe ich um und gehe durch die Stadt zum Hafen und zum Stellplatz. Nachfolgend Fotos der Wanderung:










Ich setze mich neben Ludwig in den Schatten eines französischen WoMos, um die nächste Wanderung zu planen.


Mein Abendessen: wieder einmal Faschierte Laibchen mit Eisbergsalat.


Mein Weg durch Saint-Brieuc:


Meine Wanderung in Binic:


Meine Route:



Kilometerstand: 2241 km (52 km gefahren).