Da das Schloss Fontainebleau um 9:30 öffnet, kann ich heute lang schlafen und mir mit der Morgenroutine Zeit lassen. Laut Wettervorhersage sollte bereits die Sonne scheinen, aber in Wirklichkeit ist es bewölkt. Die Temperatur beträgt 11 Grad.

Das Schloss gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ich kaufe bei einem Automaten eine Eintrittskarte (14 Euro). Bei der Metallkontrolle leuchtet es aufgrund meines Terminator-Skeletts rot auf, aber der Wächter glaubt mir, dass ich einen Unfall hatte. Fontainebleau ist bei weitem nicht so überlaufen wie Versailles, und da ich
bei den ersten Besuchern bin, kann ich öfters Fotos ohne Touristen machen.





Nach der Besichtigung der prunkvollen Räume spaziere ich durch den Park. Die Sonne schafft es heute nicht, die Wolkendecke zu durchdringen. Auch die Temperatur steigt nicht.




Nachdem ich in Ludwig Brote mit Kasselerbraten (gekauft in Kehl) und Käse gegessen habe, gebe ich die Koordinaten eines Lidl, der auf meiner Route liegt, ins Navi ein. Um 12:45 treffe ich in Milly-la-Foret ein. Ein Baguette kostet 35 Cent(!), 6 Tüten Eis gibt es um 1,60, das Lidl-Magnum-Eis ist aber um 50 Cent teurer als in Österreich.

Bis zu meinem nächsten - und für heute letzten - Ziel sind 80 km zurückzulegen: ein kostenloser Wohnmobil-Stellplatz in Chartres. Die Wolkendecke lockert etwas auf (aber nur kurz) und die Temperatur steigt auf 17 Grad (fühlt sich aber nach weniger an). Ich komme um 14:45 an und mache mich 15 Minuten später zu Fuß auf den Weg ins Stadtzentrum.

Nach etwas über einen Kilometer erreiche ich die Fußgängerzone. So lobenswert es ist, dass Autos aus einem großen Teil des Zentrums verbannt wurden, sind die meisten Häuser wenig fotogen. Vorbei an der Kirche Saint-Aignan marschiere ich zur Kathedrale, bereits das fünfte UNESCO-Weltkulturerbe auf dieser Reise. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Fenster, deren blaue Farbe nach einer nicht mehr bekannten Rezeptur hergestellt wurde. Ich gehe zur Kirche Sainte-Foy und zu drei Statuen von "Kreuzrittern", dann kehre ich noch einmal zur Kathedrale zurück. An einem Kanal entlang gelange ich zum Wohnmobil-Stellplatz, wo ich kurz vor 18 Uhr eintreffe.













Ich habe heute Gusto auf Faschierte Laibchen mit Tomatensalat.

Mein Weg durch Fontainebleau:

Mein Weg durch Chartres:

Meine Route:


Kilometerstand: 1537 km (105 km gefahren).