Montag, 20. Mai 2024

Frankreich, Tag 18 (Montag, 20.5.2024): Ile de Brehat

Es war eine völlig ruhige Nacht im kleinen verschlafenen Dorf Lanloup. Am Morgen hat es 13 Grad. Ein Tag mit bestem Wetter kann beginnen.


Es ist Pfingstmontag, und die meisten Franzosen scheinen noch zu schlafen. Ich fahre rund 10 km zu einem Parkplatz an der Pointe de Bilfot. Mehrere WoMos dürften hier übernachtet haben - bei der schönen Aussicht auf ein paar kleine Inseln (sogar mit winzigem Leuchtturm!) sicher nicht der schlechteste Platz (irgendwann kommt bestimmt ein Nachtparkverbot).


Eigentlich bin ich wegen der Skulpturen eines Künstlers namens Kito gekommen, aber da ich dorthin auf der Straße gehen müsste, fahre ich die 750 m lieber. Der Parkplatz ist in Park4night nicht eingezeichnet, schaut aber ebenfalls übernachtungsgeeignet aus (tatsächlich steht ein alter VW-Bulli dort). Nachfolgend Fotos aus dem Skulpturenpark:




Das nächste Ziel ist die Windmühle Moulin de Craca. Der Parkplatz eignet sich nur für Autos niedriger als 2,10 m (da freut man sich, wenn man mit einem Minicamper unterwegs ist), aber ein paar höhere Fahrzeuge können davor stehen.


Ich beschließe, einen Ausflug auf die Insel Ile de Brehat zu unternehmen. In Hafennähe gibt es einen kostenpflichtigen Wohnmobil-Stellplatz, der laut Park4night 12 Euro kostet. Ich fahre stattdessen zum kleinen Campingplatz Panorama du Rohou, wo ich kurz nach 11 Uhr einchecke. Der Preis für eine Nacht beträgt 13,70 Euro für Ludwig und einen Bewohner, zahlbar beim Verlassen.


Nach einer Dose Thunfisch breche ich auf. Ich gehe hinunter zum Hafen und kaufe ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt um 11,60 Euro. Ich muss mich beeilen, denn das Schiff legt demnächst ab. Da Ebbe ist, muss ich bis zur Anlegestelle ...


... und auf der Insel von der Anlegestelle mehrere hundert Meter gehen.


Die Ile de Brehat ist autofrei, man erkundet sie entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ich bin mehrere Stunden lang per Pedes unterwegs, zunächst auf der Südinsel, wo ich u.a. zu einer Mühle und einer Kapelle marschiere. Dann wechsle ich zur Nordinsel, wo ich zunächst die Felsformationen auf der Westseite fotografiere und dann zum Leuchtturm! Rosedo gehe. Ganz im Norden steht ein weiterer Leuchtturm! auf rötlichen Granitfelsen. Danach bin ich schon recht müde, ich muss aber noch dreieinhalb Kilometer bis zum Hafen absolvieren. Zum Glück ist jetzt Flut, das erspart den weiten Weg zur Ebbe-Anlegestelle. Ich erreiche die 17-Uhr-Fähre. 














Im Sommer muss man offensichtlich in einer langen Schlange stehen, um auf eine Fähre zu gelangen.


Ich bezwinge den Anstieg zum Campingplatz. Nach einer kurzen Rast dusche ich und wasche die CPAP-Ausrüstung. Zum Abendessen gibt es ein asiatisches Nudelgericht mit grünem Salat.


Meine Besichtigung des Kito-Skulpturenparks:

Meine Insel-Rundwanderung:


Meine Route:



Kilometerstand: 2295 km (28 km gefahren).