Dienstag, 28. Mai 2024

Frankreich, Tag 26 (Dienstag, 28.5.2024): Pointe de Primel

In der Nacht hat es zwar nie stark, aber immer wieder leicht geregnet, und auch der Morgen ist grau und feucht bei 14 Grad. Bei diesem Wetter habe ich keine Lust, früh aufzustehen. Das obligatorische Morgenfoto schieße ich aus Ludwig heraus.


Da eine Reinigung der CPAP-Ausrüstung fällig ist, werde ich heute einen ruhigen Tag einlegen und mir bald einen Campingplatz suchen. Zuvor muss ich aber zurück nach Plestin-les-Greves, wo sich der nächste Lidl befindet. Die Einkaufswagen der französischen Supermärkte sind immer riesig.


Ich fahre durch Locquirec, wo ich mehrere Campingplätze sehe (und WoMo-Verbotsschilder bei Parkplätzen), und dann auf der wenig befahrenen Küstenstraße. Ich halte bei einem Aussichtspunkt, aber die Aussicht heute ist vor allem grau.


Bei zwei Parkplätzen vor Plougasnou ...


... dürfte es (auch den Kommentaren in Park4night zufolge) kein Übernachtungsverbot geben.


Ich sehe zwar keine entsprechenden Schilder, aber der Parkplatz bei der Abzweigung nach Saint-Jean-du-Doigt ist laut Park4night nur tagsüber zu benutzen.


Während ich da bin, wird eine Kuhherde über die Straße getrieben.


In Plougasnou ist Markttag, aber ich bin es ja schon gewohnt, dass ich einen Umweg fahren muss. In Le Diben vergammeln am Ortsanfang einige alte Schiffe.


Ich werfe einen Blick auf den hiesigen offiziellen WoMo-Stellplatz (Preis pro Nacht: 5 Euro, aber ich weiß nicht, wie man bezahlt - vielleicht kommt am Abend oder Morgen jemand, um zu kassieren). 


Um Frischwasser zu tanken, muss man irgendwo einen Jeton kaufen, aber mein Grauwasser und den Inhalt des Urin-Kanisters kann ich entsorgen.


Meine letzte Etappe des Tages führt mich zum Camping de la Mer auf einer Landzunge in Primel-Tregastel, der von den Autoren des WoMo-Reiseführers empfohlen wird (tatsächlich haben sie ihn sogar in ihre Top-10-Liste aufgenommen). Es handelt sich um einen städtischen Campingplatz, wie es sie in Frankreich in vielen Kommunen gibt: mit einfacher Ausstattung und günstig. Ich zahle für eine Nacht 14,30 Euro, davon 3,30 für mich und den Rest für Ludwig. Ob Strom in diesem Preis enthalten ist, weiß ich nicht - ich wurde jedenfalls gar nicht gefragt, ob ich welchen brauche, und da die Batterien voll sind, erspare ich mir das Ausrollen des Kabels. Die Rezeption ist offen von 9 - 12 und von 15 - 18. Die Dame am Empfang markiert auf einem Plan die freien Plätze, ich gehe herum und suche mir einen aus. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind und die Rechnung bezahlt ist, parke ich Ludwig auf Pitch Nummer 28.


Nach dem Mittagessen (das gleiche wie am Tag 23, dort findet ihr auch ein Foto) mache ich einen Spaziergang rund ums Kap Pointe de Primel. Obelix war hier und hat einen Hinkelstein geliefert. Die WoMo-Reiseführer-Autoren schwärmen von den wundervollen Sonnenauf- und -untergängen, und tatsächlich sind alle Voraussetzungen für sehenswerte Fotos gegeben: freie Sicht nach Osten und Westen, und als Vordergrund interessante Felsformationen. Es sieht allerdings nicht nach einem schönen Sonnenuntergang aus. Wenn ich mich nicht irre, ist heute mein erster Tag in der Bretagne, an dem die Wolkendecke nie aufreißt. Hier jedenfalls ein paar bewölkte Fotos meiner kurzen Tour:











Nachdem ich Ludwigs Wassertank gefüllt habe, ist für den Rest des Tages Faulenzen angesagt (abgesehen natürlich vom Blog-Schreiben). Zum Draußen-Sitzen ist es zu kühl, und außerdem fällt ab 16 Uhr wieder für zwei Stunden Regen. Als Abendessen verspeise ich die zweite Hälfte der Berner Mini-Würstel. Ich wollte heute Nachschub besorgen, aber es scheint sie nicht immer oder nicht in jeder Lidl-Filiale zu geben.


Meine Wanderung um die Pointe de Primel:


Meine Route:



Kilometerstand: 2723 km (38 km gefahren).