Ich schlafe tief und fest bis 7:30. Danach habe ich viel zu tun, u.a. ausgiebig duschen und frühstücken, mit Sonnencreme einschmieren, Ludwig putzen, das Stromkabel einladen, das Grauwasser entsorgen, den Wassertank füllen, die Windschutzscheibe reinigen etc. Heute wird noch einmal ein richtig schöner Tag. Die Wettervorhersage für die nächste Woche hingegen schaut wenig erbaulich aus.

Um 10 Uhr bin ich fertig und verlasse den Campingplatz, gegen den es nichts auszusetzen gibt. Ich fahre nicht ganz 2 km zum hiesigen Lidl. Die Höhenbeschränkung von 3 m bei der Einfahrt stellt für Ludwig kein Problem dar.

Das Navi führt mich auf eine vierspurige Schnellstraße, wo nach ein paar hundert Meter die Möglichkeit besteht, nach links auf die anderen Fahrspuren zu wechseln. Mit Ludwigs Wendekreis traue ich mir das nicht zu. Etwas später kann ich rechts zu einem Dorf abbiegen, dort umdrehen und zurück zur Schnellstraße fahren. Hier muss ich zwei Spuren überqueren, zwischen den beiden Fahrtrichtungen ist dann Platz für ein Auto, das dort warten muss, bis auf der Überholspur niemand kommt, um dort aufzufahren - eine höchst unangenehme Kreuzung! Ich schaffe es aber und folge dann einer anderen Schnellstraße bis zur Abfahrt nach Dol-de-Bretagne. Hier fahre ich nach links und erreiche nach 3 km den Menhir de Champ-Dolent, einen 9,3 m hohen und 120 Tonnen schweren Hinkelstein.

In Park4night finde ich einen Parkplatz am Ortsrand von Dol-de-Bretagne in der Nähe einiger Teiche. Es ist 11:45, darum esse ich ein paar Brote mit Aufstrich.

Eine halbe Stunde später mache ich mich auf den Weg ins Zentrum. Dol-de-Bretagne gehört zu den Petites Cites de Caractere. An Samstagen ist Markttag, die Fußgängerzone ist voller Verkaufsstände. Ich gehe bis deren Ende und dann durch einen Park entlang der Stadtmauer zur großen Kathedrale. Um 13:45 bin ich bei Ludwig zurück. Hier ein paar Fotos:



Ich fahre ein paar Kilometer weiter zum 62 m hohen "Berg" Mont-Dol. Oben gibt es einen Parkplatz, aber Wohnmobile dürfen nicht hinauf. Im Ort, der den gleichen Namen wie der Hügel trägt, kann man vis-a-vis vom Friedhof parken (und sicher auch gut übernachten).

Ich mache eine kleine Rundwanderung auf den Gipfel. Oben gibt es eine Kapelle, einen Aussichtsturm und eine Windmühle. Am Rückweg komme ich an der Dorfkirche vorbei. Auf der anderen Straßenseite befindet sich eine öffentliche Toilette. Nachfolgend einige Fotos:



Die Temperatur beträgt 26 Grad - viel wärmer braucht es nach meinem Geschmack im ganzen Sommer nicht zu werden. Ich beschließe, in Cancale eine Wanderung zu einem Kap zu unternehmen. Da die Parkplatzsituation für WoMos laut Reiseführer eher schlecht sein soll, möchte ich einen kostenpflichtigen Stellplatz ansteuern. Ein Umleitungsschild führt dazu, dass ich in enge Gassen eines Wohngebiets gelange. Ich erreiche schließlich den Stellplatz (ziemlich voll), finde einen Platz für Ludwig und entdecke, dass mich das Navi besser über die Hauptstraße hätte leiten sollen, dann wäre die Zufahrt problemlos gewesen. Der Preis für 24 Stunden beträgt 12 Euro (inkl. Ver- und Entsorgung, die ich nicht benötige, und inkl. Strom, aber es gibt nur ganz wenige Steckdosen).

Ich suche in Komoot eine Wanderung zum Kap Pointe du Grouin (rund 16 km) und marschiere kurz vor halb fünf los. Der Weg führt zunächst durch die Oberstadt von Cancale und dann oben an den Klippen vorbei. Ich brauche nicht ganz 4 Stunden und ruhe mich für ein Dreiviertel Stündchen aus, ehe ich Eierspeise mit Salat koche. Ein paar Fotos dieser Wanderung und vom Abendessen:









Mein Weg durch Dol-de-Bretagne (der Anfang der Tour wurde nicht aufgezeichnet):


Meine Wanderung zur Pointe du Grouin:

Meine Route:

