Montag, 27. Mai 2024

Frankreich, Tag 25 (Montag, 27.5.2024): Mehr rosa Granit

Am Morgen fällt leichter Regen, der aber bald aufhört. Kurzes Nieseln oder leichtes Regnen zwischendurch wird es in den nächsten zwei Tagen ständig geben (mit wahrscheinlich etwas mehr Regen in der Nacht auf Mittwoch), ehe die Langzeitvorhersage eine Trockenperiode prophezeit. Die Temperatur beträgt 13 Grad.


Ich fahre zum Parkplatz in Tregastel, den ich vor zwei Tagen begutachtet habe. Das Navi will mich nach rechts leiten, aber ich bin schlauer und weiß, dass dort die Straße gesperrt ist. In Tregastel ist Markt, darum ist die Zufahrtsstraße zum Parkplatz blockiert, und ich muss mir einen anderen Weg suchen. Es nieselt leicht. Ich bleibe im Auto sitzen und lese im WoMo-Reiseführer.


Um 10 Uhr ist die aktuelle Regenwolke abgezogen, und ich breche zu einer kleinen Rundwanderung auf (die dann doch größer wird als gedacht, nämlich 8 km). Ich gehe am Strand und am Ufer entlang, außer dort, wo dies durch Privatbesitz oder eine Wegsperre verhindert wird, komme am Felsen "Krone des Königs Gradlon" und am Meeresaquarium vorbei und erreiche die Halbinsel Renote (deren Umrundung wegen der erwähnten Wegsperre nicht vollständig möglich ist). Die rosa Granitblöcke stehen jenen in Ploumanac'h um nichts nach. Das Meer ist heute etwas unruhiger als bisher in der Bretagne. Vorübergehend sieht es nach Regen aus, der aber weiter östlich vorbei zieht. Für den Rückweg nehme ich die Straße, die ich vor zwei Tagen zum Parkplatz gefahren bin, die heute aber durch Verkaufsstände blockiert ist. Nach zweieinhalb Stunden treffe ich bei Ludwig ein. Nachfolgend Fotos meiner Tour:




















Während ich Thunfisch und Baguette sowie eine Apfeltasche esse, wiederhole und adaptiere ich mein gestriges Fazit: Vergesst Perros-Guirec, aber besucht die Küste von Ploumanac'h und Tregastel - es lohnt sich. Ich denke, man kann hier immer wieder her kommen und neue Gestalten in den Felsblöcken entdecken. Und wenn man das Glück hat, einen Abend mit farbenprächtigem Sonnenuntergang zu erwischen, können großartige Fotos entstehen.


Um 13:30 setzt sich Ludwig in Bewegung. Ich fahre in die Nähe des Stellplatzes der beiden vergangenen Nächte, um eine große Antenne zu fotografieren.


Dann gebe ich die Koordinaten eines Parkplatzes bei einem Aussichtspunkt hinter Saint-Michel-en-Greve ins Navi ein. In Lannion sehe ich auf meiner Route "Straße gesperrt"-Schilder und eine Umleitung nach Morlaix. Morlaix möchte ich durchaus besuchen, aber noch nicht heute. Ich lasse es darauf ankommen, ignoriere die Gesperrt-Hinweise und gelange bis unmittelbar vor Saint-Michel-en-Greve. Hier geht es nicht mehr weiter. Ich nehme die einzige mögliche Route links nach Ploumilliau und dann über schmale Wege zu einer anderen Einfahrt nach St-Michel-en-Greve. Wieder eine Straßensperre! Ich beschließe, auf den Aussichtspunkt zu verzichten, zumal das Wetter sich verschlechtert hat. Ich probiere es nun mit den Koordinaten von Stellplatz Nr. 122 aus dem WoMo-Reiseführer bei Plestin-les-Greves mit einem Zwischenstopp in Treduder, damit mich das Navi nicht wieder nach Saint-Michel-en-Greve dirigiert. Ich komme bis Plouzelambre, dann stehe ich vor der nächsten Straßensperre. Ich stelle Ludwig erst mal auf einen Parkplatz und genehmige mir ein Eis zur Entspannung.


Also gut, fahre ich noch einen Umweg! Ich erreiche die Koordinaten aus dem Reiseführer, sehe jedoch nur höhenbeschränkte PKW-Parkplätze. Die Aussicht wäre jedenfalls toll.


Die ständigen Straßensperren gehen mir auf die Nerven. Ich beschließe, für heute Feierabend zu machen (die Arbeit am Blog steht mir sowieso noch bevor). Ich wähle in Park4night einen günstigen (5 Euro) offiziellen Stellplatz in Plougasnou, etwas mehr als 20 km entfernt. Auf dem Weg dorthin komme ich in Lanmeur an einer großen Kirche vorbei. Gleich danach sehe ich zwei halbwegs ebene Parkplätze. Ich halte auf dem ersten, fotografiere die Kirche ...


... und stelle Ludwig auf den zweiten, etwas weiter von der Straße entfernten Parkplatz, um hier die Nacht zu verbringen.


Beim letzten Lidl-Einkauf habe ich Mini Saucisses a la Bernoise entdeckt. Die erste Hälfte davon gibt es heute als Abendessen.


Meine Wanderung in Tregastel:


Meine Route (stimmt nicht hundertprozentig, denn ich bin wegen der Straßensperren kreuz und quer gefahren):



Kilometerstand: 2685 km (77 km gefahren).