Mittwoch, 17. Mai 2023

Albanien und mehr, Tag 21 (Mittwoch, 17.5.2023)

Verdammt! Ich hatte den heutigen Tag ausführlich beschrieben, aber durch einen Bug ist der ganze Text verschwunden. Darum muss ich jetzt (kürzer, weil ich keine Lust mehr dazu habe) alles noch einmal schreiben. Also: ich stehe um 7 auf, dusche und frühstücke, kaufe zwei Wecken Brot um 1,40 Euro und bereite Ludwig für die Abfahrt vor. Der Preis einer Übernachtung ist seit 15.5. etwas höher, als man mir beim Einchecken gesagt hat. Ich bekomme durch die ADAC-Camping-App aber Rabatt. Für drei Übernachtungen zahle ich 33,71 Euro.


Als ich um 9 wegfahre, regnet es. Eigentlich wollte ich in die Berge, aber bei diesem Wetter ist das nicht sinnvoll. Vielleicht geht sich dieser Abstecher ja am Ende der Albanien-Tour aus. Ich muss das Chaos von Shkodra durchqueren (einmal kommt mir am Mittelstreifen ein Mann entgegen, der ein Fahrrad schiebt und eine Kuh treibt). Danach verläuft die Fahrt auf einer gut ausgebauten Straße. Ich finde den kostenpflichtigen Parkplatz in Lezha (ca. 15.000 Einwohner) ohne Probleme, nur das Einparken ist mit viel Lenkrad-Kurbeln und mehrmaligem Vor- und Zurücksetzen verbunden.


Jetzt scheint die Sonne. Gleich neben dem Parkplatz befindet sich das Mausoleum des albanischen Nationalhelden Skanderbeg, die überdachte Ruine einer Kirche, in der er bestattet wurde. Ich spaziere zur orthodoxen Kirche, aber ein versperrtes Tor hindert mich daran, zu ihr zu gelangen. Zurück im Stadtzentrum, steige ich zur Burgruine hinauf. Die Besichtigung kostet 300 Lek. Der in der Nähe angelegte Parkplatz dürfte ein guter Übernachtungsplatz sein. Nachfolgend ein paar Fotos:














Da ich keinen Hunger habe, fahre ich ohne Mittagessen weiter. Ich bezahle 250 Lek für 3 bis 8 Stunden Parken (obwohl es eigentlich knapp unter drei Stunden waren). Mein Ziel ist Tale, wo man einige der 200.000 (oder nach anderen Quellen sogar 500.000) Bunker bestaunen kann, die der Diktator Enver Hoxha errichten ließ.


Danach folgt ein kurzer Abstecher an den Strand. Am Ende der Stichstraße befindet sich ein nettes Restaurant (es ist unklar, ob es geöffnet hat).


Anschließend fahre ich zur Lagune von Patok. Links vorne dürfte es in den Bergen regnen, aber an der Küste bleibt es schön. Die Hauptstraße mündet in die Autobahn. Prompt verpasse ich die Ausfahrt und nutze die Gelegenheit, zu tanken (1 Liter Diesel kostet 171 Lek, also rund 1,55 Euro). Nach der nächsten Ausfahrt folge ich einer schmalen Straße in Richtung Meer und biege dann nach rechts, um die Straße zur Lagune zu erreichen. Diese (die Lagune, nicht die Straße) ist durch einen befahrbaren Damm vom Meer getrennt. Es wurden zahlreiche Restaurants gebaut, viele davon mit Pavillons auf Stelzen.


Kurz vor dem Ende des befahrbaren Abschnitts befindet sich ein großer Kiesplatz. 


Obwohl es erst 16 Uhr ist, beschließe ich, heute Frühschluss zu machen und hier zu übernachten (so wie zwei weitere Camper auch).. Ich schreibe den Blog (zum ersten Mal) und esse (Eierspeise mit Tomatensalat), dann setze ich mich neben Ludwig und warte auf den Sonnenuntergang. Anschließend schreibe ich (siehe oben) den Blog zum zweiten Mal.


Mein Weg durch Lezha und zur Burg:


Meine Route:



Kilometerstand: 2064 km (100 km gefahren).