Meine Kroatien-Reiseführer zeigen südwestlich von Zagreb erst in Küstennähe wieder sehenswerte Spots an, deshalb liegt eine 145 km lange Tour bis zum Nationalpark Risnjak vor mir. Der größere Teil der Strecke führt durch Slowenien, wo es durchaus Orte zu besichtigen gäbe, aber Slowenien ist nicht der Schwerpunkt dieser Reise. Die Straßen sind durchwegs gut, und mit Ausnahme der größeren Stadt Novo Mesto ist wenig los. Um 8 komme ich in Kocevje an einem Spar vorbei. Ich halte für einen Einkauf, u.a. kann ich noch eine Flasche Kürbiskernöl brauchen. Anschließend frühstücke ich.
Auch die Weiterfahrt durch eine dünn besiedelte, bewaldete Berglandschaft verläuft auf guten Straßen. Es sind auf dieser Route nur wenige Autos unterwegs. Ich überquere die Grenze und halte ein paar Kilometer weiter in Delnice bei einer Tankstelle (Diesel kostet in Kroatien 1,31 Euro). Die Strecke nach Crni Lug (mit Ausnahme der letzten zwei Kilometer) zum Nationalpark Risnjak scheint erst kürzlich neu ausgebaut worden zu sein. Um 10:35 treffe ich beim Nationalpark ein.
Der Eintritt für Pensionisten kostet 3,50 Euro,
Meine Garmin-Uhr empfiehlt nach der gestrigen Wanderung noch eine Ruhephase, darum gehe ich den einfachen Leska-Rundweg, der etwas über 4 km lang ist und wenige Höhenmeter aufweist. Ich habe ihn zwar nicht in Komoot geplant, aber auch ohne Wander-Navi fällt es leicht, den Wegweisern zu folgen.
An interessanten Stellen sind Info-Tafeln aufgestellt.
Nach der körperlichen Betätigung soll auch der Magen etwas zu tun bekommen. Es gibt Brote mit Aufstrich, Zwiebeln und Knoblauch.
Als nächstes Ziel gebe ich die Fähre zur Insel Cres ein. Die Straße durch ein kaum bewohntes Gebiet ist so kurvenreich, dass man selten mehr als 40 km/h fahren kann. Es kommen mir nur wenige Fahrzeuge entgegen. Ich erreiche einen Stausee ...
... und halte, um die Landschaft zu fotografieren.
Dann taucht erstmals das Meer im Blickfeld auf.
Die Fahrt durch Rijeka und weiter nach Opatija ist wegen des Verkehrs anstrengend (im Juli und August muss hier die Hölle los sein). Auf der Küstenstraße kann man praktisch nie stehen bleiben, um Fotos zu machen, und mehr als 40 km/h sind auch hier selten drin. Nach Opatija nimmt der Verkehr ab. 250 m vor dem Fährhafen Brestova steht ein Ticket-Schalter. Ich bezahle 3,45 Euro für mich und 34,64 Euro für Ludwig. Die nächste Fähre legt um 15:45 ab, ich muss also nur 20 Minuten warten.
11 Autos und drei Motorräder lassen sich in knapp 25 Minuten auf die Insel Cres bringen.
Im kaum bewohnten Nordteil der Insel wird fleißig daran gearbeitet, die Straße zu verbreitern. Dann folgt ein Abschnitt mit der alten, engen Straße, und danach ist die Straße gut ausgebaut.
Blick auf die Nachbarinsel Krk:
Auf der langen Doppelinsel Cres und Losinj gibt es drei Campingplätze mit Ermäßigungen in der Nebensaison. Zwei davon liegen im Süden. Ich fahre zum dritten, der sich ungefähr in der Mitte befindet. Er nennt sich Camp Slatina.
Ich suche mir einen Platz in der Nähe des Service-Gebäudes aus. Im Hochsommer stehen im auf dem nächsten Foto zu sehenden Bereich sechs WoMos. Derzeit sind wahrscheinlich maximal 5 Prozent der Parzellen belegt.
Meine Wanderung im Nationalpark Risnjak:
Meine Route:
Kilometerstand: 803 km (285 km gefahren).