Dienstag, 9. Mai 2023

Kroatien und mehr, Tag 13 (Dienstag, 9.5.2023)

Ich stehe um 6:30 auf. Die Temperatur beträgt 16 Grad. Es ist bewölkt, doch die Wolken dürften sich heute noch einmal verziehen - im Gegensatz zu den kommenden Tagen, an denen schlechtes Wetter mit häufig Regen vorhergesagt wird. Es weht seit gestern Abend starker Wind. Obwohl die Stellplätze am Campingplatz durch Büsche und Bäume geschützt sind, wird Ludwig von Böen durchgeschüttelt. Kurz nach acht fahre ich zur Rezeption und begleiche die Rechnung für fünf Übernachtungen. Pro Nacht zahle ich für mich 5,80 Euro plus 1,06 Euro Kurtaxe und für Ludwig 7,30 Euro. Dazu kommt eine einmalige Anmeldegebühr von 2,50 Euro. Summe: 73,30 Euro, das sind 14,66 Euro pro Nacht (hätte ich Strom benötigt, hätte ich mehr bezahlt). Am Campingplatz Slatina gibt es nichts auszusetzen (außer dass ich kein WLAN hatte, wobei ich nicht überprüft habe, ob das nur meine Parzellengegend betroffen hat oder es überhaupt nicht eingeschaltet war - da ich aber ausreichend Roaming-Guthaben der Telefon-SIMs habe, war das kein Problem). Toiletten und Dusche sind modern und sauber, das Wasser heiß - hier würde ich jederzeit wieder einchecken.


Ich fahre nach Merag im Nordteil der Insel zur Fähre nach Krk. 200 m vor der Anlegestelle befindet sich der Ticket-Schalter. Ich zahle 38,09 Euro, wobei für Ludwig rund das zehnfache von mir fällig sind (eigentlich günstig, er hat ja mehr als das Zehnfache meines Gewichts). Danach muss ich 45 Minuten auf die Abfahrt warten. Die Fähre trifft eine Viertelstunde zuvor ein.


Heute sind deutlich mehr Fahrzeuge unterwegs als vor fünf Tagen. Es empfiehlt sich, nicht zu spät zu kommen, denn ein PKW mit Wohnwagen findet keinen Platz mehr und muss eineinhalb Stunden auf das nächste Schiff warten. Mit 15 Minuten Verspätung legt die Fähre um 10:15 ab. Durch die Bewegung ohne eingeschalteten Motor glaubt Ludwigs Alarmanlage, dass das Auto gestohlen wird, und schickt ein SMS. Die Überfahrt nach Valbiska dauert 25 Minuten.


Vom Fährhafen bis in die Hauptstadt Krk sind es 12 km. Ich fahre zum Lidl und ergänze meine Getränke- und Lebensmittelvorräte.


Danach esse ich zwei Weckerl mit Wurst und Käse und lasse mich vom Navi zum Campingplatz Bor am Stadtrand Krks leiten. Da ich sicher bin, wieder ohne Strom auszukommen (auch wenn ich wegen des bevorstehenden Schlechtwetters relativ wenig unterwegs sein werde), buche ich einen Elektro-losen Platz. Pro Person und Nacht zahle ich 7,40 Euro plus 1,33 Euro Kurtaxe, für Ludwig werden 9,80 Euro verlangt (macht 18,53 Euro pro Übernachtung).


Es beginnt leicht zu regnen, was laut Vorhersage eigentlich nicht hätte passieren sollen. Ich plane in Komoot eine Wanderung, die in Baska beginnt, und mache mich auf den Weg dorthin. Nach Überquerung eines Passes halte ich bei einem Aussichtspunkt. Das nachfolgende Foto stammt von der Rückfahrt, als das Wetter besser ist.


Das Navi will mich ins Zentrum der kleinen Stadt lotsen, doch ein WoMo-Verbotsschild hält mich davon ab (später sehe ich, dass sich das Verbot auf Fahrzeuge > 3500 kg bezieht). Ich nehme die rechts abzweigende Straße, durch die man zu einem Campingplatz gelangt. In Strandnähe sehe ich einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Zwischen 7 und 24 Uhr muss man 1,50 Euro pro Stunde zahlen, oder man nimmt das Tagesticket um 20 Euro. Wenn man spät kommt und früh aufbricht, kann man hier im Stealth-Modus für ein paar Euro wahrscheinlich sogar übernachten (zumindest in der Nebensaison).


Es regnet nun nicht mehr, das Wetter ist aber zu unbeständig für eine Wanderung, und oben auf dem Berg weht wahrscheinlich starker Wind. Ich beschließe daher, mir stattdessen die Stadt anzuschauen. Ich zahle 2,50 Euro für etwas mehr als eineinhalb Stunden Parken, und mache mich auf den Weg. Zuerst gehe ich zur Mündung eines Baches ins Meer, danach am Strand und später auf der Strandpromenade in Richtung Hafen. Baska ist sehr touristisch. Die meisten Restaurants und viele Souvenirstände haben bereits geöffnet, haben derzeit allerdings noch wenige Kunden. Das Städtchen gefällt mir sehr gut, nicht zuletzt wegen seiner Lage zwischen kahlen Bergen. Baska ist größer, als ich gedacht habe, darum muss ich zu Ludwig zurückkehren, um einen weiteren Parkschein für noch eine Stunde zu bezahlen. Nun konzentriere ich mich auf die engen Gassen abseits der Strandpromenade. Nachfolgend ein paar Fotos aus Baska:















Um 17 Uhr fahre ich zu einem kleinen Parkplatz etwas oberhalb der Stadt. Es gäbe wahrscheinlich auch die Möglichkeit, zu einer Kirche etwas höher am Berg zu fahren, ich bin mir aber nicht sicher, ob die Straße für Ludwig geeignet ist. Bei meiner geplanten Wanderung wäre ich an dieser Kirche vorbeigekommen - das ist ein guter Grund, diese Tour zu einem späteren Zeitpunkt zu absolvieren.


Das letzte Ziel des heutigen Tages ist Stara Baska. In Luftlinie ist es nur ein paar Kilometer entfernt, auf der Straße muss man aber fast bis nach Krk zurück. Das kleine Dorf ist mit Bussen und Wohnmobilen allerdings nicht erreichbar. Ich müsste Ludwig am Wendepunkt abstellen und ein paar hundert Meter zu Fuß gehen oder mit dem Bike radeln. Dazu habe ich aber keine Lust mehr.


Bei der Rückfahrt bleibe ich stehen, um ein Foto der kahlen Landschaft in Richtung Stara Baska zu schießen.


Am Campingplatz Bor hat sich ein Deutscher auf meinen Platz gestellt. Ich parke Ludwig daneben und nehme mir vor, heute besonders laut zu schnarchen, um ihn zu bestrafen. Ich schieße ein Foto der Stadt Krk und koche dann Eierspeise mit Tomatensalat.


Mein Weg durch Baska:


Meine Route:



Kilometerstand: 1172 km (128 km gefahren).