[ ACHTUNG: Heute habe ich eine Trilogie gepostet, nämlich Tag 39, Tag 40 und Tag 41. Viel Spaß beim Lesen und Bilder-Anschauen! ]
Heute morgen ist es relativ kühl, das Außenthermometer zeigt 11 Grad an. Ich frühstücke Müsli und Kaffee.

Heute ist der letzte Tag der Schönwetterperiode. Ich möchte ihn für eine Wanderung nutzen, die in der Rother-App als "Top" beurteilt ist. In Luftlinie ist sie rund 16 km von Le Conquet entfernt, auf der Straße muss ich aber fast 100 km zurücklegen. Ich muss heute außerdem meine Lebensmittelvorräte auffüllen. Zuvor fahre ich jedoch nach Plougonvelin zum Fort de Bertheaume. Ich sehe keine Verbotsschilder am großen Parkplatz, er ist im WoMo-Reiseführer und in Park4night jedoch als nur tagsüber benutzbar eingetragen (ein kostenpflichtiger WoMo-Stellplatz befindet sich in der Nähe).

Die Festung kann nur im Juli (ab 6.7.) und August zwischen 11 und 18 Uhr besichtigt werden. Ich begnüge mich daher mit einem Foto.

Der Lidl in Plouzane ist kleiner als üblich. Die Sorten Brot und Apfelsaft, die ich kaufen wollte, sind vergriffen.

Das Navi führt mich durchs Zentrum von Brest. Das dauert relativ lang, da die Strecke oft durch 30er Zonen führt, ist aber angenehmer zu fahren als bei der weitgehenden Stadtumfahrung am Abend von Tag 31 (außerdem ist heute weniger Verkehr als damals). Bei meinem Ziel, der Halbinsel Crozon südlich von Brest, zeigt Park4night außer Camping- und kostenpflichtigen Stellplätzen der teureren Sorte hauptsächlich Tagesparkplätze an - was wohl daran liegt, dass es sich um ein Naturschutzgebiet handelt. Ich gebe die Koordinaten eines Gratis-Parkplatzes bei den Sportanlagen in der Stadt Crozon ein, um ihn auf Übernachtungstauglichkeit zu überprüfen. Eine Übernachtung sollte möglich sein.

Es ist 12:15. Ich esse Thunfisch und Baguette.

Ich fahre ganz in den Westen der Halbinsel und dort ans südliche Kap Pointe de Penhir. In der Nacht ist hier zwischen 2 und 7:30 Uhr das Parken verboten.

Während über dem Meer der Himmel blau ist, hält sich die Wolkendecke landseitig hartnäckig. Nichtsdestotrotz schmiere ich mich mit Sonnencreme ein und ziehe das Wander-Outfit an. Kurz nach halb drei marschiere ich los, der Rother-Tour auf den Klippen nach Norden folgend. Mehrmals geht es bergab fast bis auf Meereshöhe und dann wieder bergauf, so dass in Summe fast 300 Höhenmeter zusammen kommen (zumindest laut Garmin-Uhr; die Komoot-App behauptet, es seien nicht ganz 200 Höhenmeter). Ich komme an einem kleinen Weltkrieg-2-Museum und einigen Bunkern vorbei. Der Leuchtturm! Phare du Toulinguet befindet sich in militärischem Sperrgebiet und kann daher leider nicht aus der Nähe fotografiert werden. Nach der nördlichen Spitze geht der Weg wieder nach Süden. In Camaret-sur-Mer weiche ich von der Rother-Tour ab, denn der Hafen bietet mehrere Fotomotive: einen Schiffsfriedhof, die Kapelle Notre-Dame de Rocamadour, den kleinen Leuchtturm! Phare de Camaret und den Vauban-Turm (zusammen mit anderen Festungsbauwerken des Baumeisters Sebastien Le Prestre de Vauban ein UNESCO-Weltkulturerbe). Danach kehre ich wieder zur Rother-Route zurück (dabei stürzt die Komoot-App ab, so dass die Wanderung weiter unten in zwei Teilen zu sehen ist), die an den Steinreihen von Lagatjar mit mehreren Dutzend Menhiren vorbei führt. Bald darauf erreiche ich die Ostküste der Halbinsel, der ich zur schroffen Pointe de Penhir und den davor liegenden "Erbseninseln" folge. Inzwischen haben sich die Wolken so weit verzogen, dass ich die letzten viereinhalb Kilometer im Sonnenschein zurücklegen kann. Nach vier Stunden treffe ich bei Ludwig ein, wo ich eine Rast einlege, während der ihr die Fotos anschauen könnt.
















Ich esse Huhn mit Reis und Eisbergsalat.

Danach bleibe ich bis zum Sonnenuntergang am Kap.







Zum Schlafen fahre ich zum Parkplatz bei den Sportanlagen von Crozon.
Meine Wanderung (Teil 1):

Meine Wanderung (Teil 2):

Meine Route:


Kilometerstand: 3683 km (116 km gefahren).