Samstag, 15. Juni 2024

Frankreich, Tag 44 (Samstag, 15.6.2024): Locronan

Grauer Himmel, feuchter Boden, weil es kürzlich leicht geregnet hat, windig. Am liebsten würde ich mich nach dem Aufwachen auf die andere Seite drehen und weiterschlafen. Aber ich muss die Temperatur dokumentieren, und um das Thermometer zu sehen, bleibt mir nichts anderes übrig, als das Bett zu verlassen. Es hat 12 Grad.


5 km hinter Plonevez-Porzay befindet sich Locronan, das sowohl eine "kleine Stadt mit Charakter" als auch ein "schönstes Dorf" ist. Ich nähere mich vom Westen, wo es neben einem kostenpflichtigen WoMo-Stellplatz einen PKW- und einen WoMo-Tagesparkplatz gibt (Parken kann man hier entweder ab 9:30 oder ab 10, da scheint man sich nicht ganz sicher zu sein). Es gibt nur Tages-Parkscheine um 4 Euro, wobei man am Automaten das Fahrzeugkennzeichen eintippen muss und mit Münzen oder Karte/Handy bezahlt.


Gleich danach beginnt es zu regnen, und ich ziehe mich in Ludwig zurück. 10 Minuten später, um 9:35, kann ich aufbrechen. Gerade ist auch der erste Bus mit Touristen eingetroffen (merke: in Locronan sollte man schon um 7 Uhr sein, auch wenn man dann illegal parkt), deshalb weiche ich gleich in eine Nebengasse aus, um Fotos ohne störende Menschen schießen zu können. Der Ort verfügt über einen gut erhaltenen Ortskern aus alten Steinhäusern und ist der Traum jedes (Hobby-)Fotografen. Da stört es nicht, dass es immer wieder mal für ein bis zwei Minuten regnet. Leicht enttäuscht bin ich, dass das Zentrum nicht - wie erwartet - als Fußgängerzone, sondern als Begegnungszone ausgewiesen ist, so dass dort doch das eine oder andere Auto ein Motiv stört. Aber es sind wenige Fahrzeuge und das ist Meckern auf hohem Niveau. Mein knurrender Magen macht mich darauf aufmerksam, dass ich schon seit 3 Stunden durch das Dorf/die Stadt spaziere. Schaut euch ein paar Fotos an, während ich Sardinen und Baguette esse (mehr Bilder findet ihr in Komoot):


















Es ist Samstag, da sollte ich mich fürs Wochenende mit Brot ausstatten, also auf zum Lidl in Douarnenez!


Ich fahre zu einem Parkplatz in der Nähe des Stadtzentrums, das sich auf der anderen Seite einer Flussmündung befindet, und mache einen Rundgang durch die Stadt, die ein bedeutender Fischereihafen ist. Nachfolgend einige Fotos:





In Leskonil kann eine Allee Couverte, ein Grab aus der Steinzeit, besichtigt werden.


Anschließend fahre ich zu einem Parkpkatz bei der Pointe du Millier. Kaum angekommen, beginnt es zu regnen, also warte ich ein paar Minuten, ehe ich ein Stück am Zöllnerpfad zum Kap gehe. Das Meer wirkt heute unruhig, so hohe Wellen habe ich bisher in der Bretagne nicht gesehen. Da er auf einer hohen Klippe steht, braucht der Leuchtturm! Phare du Millier keinen Turm - ...


... er ist somit ein Leuchthaus.


In Poullan-sur-Mer ist in Park4night ein offizieller Stellplatz eingetragen. Ich sehe dort zwar nirgends ein entsprechendes Schild, aber der zentrale Parkplatz macht einen guten Eindruck und sollte eine ruhige Nacht ermöglichen.


Mein Weg durch Locronan:


Mein Weg durch Douarnenez:


Meine Route:



Kilometerstand: 3843 km (44 km gefahren).